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30.05.2012

15:53 Uhr

Renten- und Devisenmarkt

Anleger flüchten in Dollar und Bundesanleihen

Anleger sind am Mittwoch in sichere Häfen wie Bundesanleihen und den Dollar geflüchtet. Die Bankenkrise in Spanien und neue Probleme in Italien haben die Euro-Krise erneut verschärft.

Der Dollar stand am Mittwoch hoch im Kurs. AFP

Der Dollar stand am Mittwoch hoch im Kurs.

FrankfurtBundesanleihen und die Weltleitwährung Dollar standen auch am Mittwoch hoch im Kurs. Denn in beiden Anlageklassen suchen Investoren vor allem eines: Sicherheit. Ein Ende der Euro-Krise sei nicht in Sicht und die Verzweiflung der Investoren groß, erklärten Marktexperten.

Der mögliche Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone und die sich verschärfenden Probleme im spanischen Bankensektor hatten zuletzt für neue Schockwellen gesorgt. Seit Monatsanfang hat der Euro gut acht US-Cent verloren.

Am Mittwoch fiel er zeitweise auf 1,2423 Dollar zurück, den tiefsten Stand seit knapp zwei Jahren. Der Dollar-Index, der gegenüber einem Korb aus sechs Währungen ermittelt wird, kletterte im Gegenzug auf ein 20-Monats-Hoch von 82,75 Zählern.

Am Rentenmarkt waren erneut deutsche Anleihen gefragt - die Kurse stiegen, die Rendite der zehnjährigen Bonds rutschte auf ein neues Rekordtief von 1,305 Prozent. „Die Unterschiede bei den Anleihe-Renditen sind inzwischen ziemlich krass. Das kann eine Währungsunion auf Dauer nicht aushalten", sagte ein Händler. Zehnjährige spanische und italienische Bonds wurden am Sekundärmarkt in der Spitze mit 6,723 beziehungsweise 6,155 Prozent verzinst.

Für neuen Missmut sorgte eine Auktion fünf- und zehnjähriger italienischer Anleihen. Das hoch verschuldete Land nahm 5,73 Milliarden Euro ein, anvisiert war eine Spanne zwischen 4,5 und 6,25 Milliarden Euro.

Die Durchschnittsrendite für die fünfjährigen Anleihen lag bei 5,66 Prozent, bei der jüngsten Auktion Ende April mussten 4,86 Prozent gezahlt werden. Der Zins für zehnjährige Bonds stieg auf 6,03 Prozent nach 5,84 Prozent Ende April.

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