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20.12.2011

14:31 Uhr

Rettungsfonds

Auch Fitch droht EFSF mit Herabstufung

Nach Standard & Poor's hält jetzt auch die Ratingagentur Fitch die Topbonität des Euro-Rettungsfonds für gefährdet. Grund sei der negative Ausblick für die Kreditwürdigkeit Frankreichs.

Die Ratingagentur Fitch hält die Topbonität AAA des Euro-Rettungsfonds EFSF für gefährdet. dpa

Die Ratingagentur Fitch hält die Topbonität AAA des Euro-Rettungsfonds EFSF für gefährdet.

ParisDie Ratingagentur Fitch hält die Topbonität AAA des Euro-Rettungsfonds EFSF für gefährdet. Die Bestnote für die Kreditwürdigkeit des Fonds hänge entscheidend von dessen Garantiegeberländern Frankreich und Deutschland mit ihrem AAA-Status ab, teilte das Unternehmen am Dienstag in Paris mit.

Durch die Herabstufung des Ausblicks für Frankreich auf „negativ“ am vergangenen Freitag habe sich „das Risiko einer Herabstufung des EFSF erhöht“.

Zuvor hatte bereits Anfang Dezember die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) dem Euro-Rettungsfonds mit dem Entzug seiner Topnote gedroht, nachdem die Agentur Deutschland und fünf weitere Euro-Staaten vor einem Entzug ihrer Bestnote gewarnt hatte.

Fitch hatte zu Frankreich vor wenigen Tagen festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung der AAA-Note in den kommenden zwei Jahren bei mehr als 50 Prozent liege. Im Vergleich zu anderen Ländern mit der Topnote AAA sei in Frankreich eine Verschlimmerung der Krise am ehesten möglich. Grund dafür seien das Haushaltsdefizit und die vergleichsweise hohen Schulden. Auch die dritte große Rating-Agentur, Moody's, hatte Frankreich mit der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit gedroht.

Die französische Regierung hat bereits zwei rigide Sparpläne aufgelegt, um das hohe Haushaltsdefizit zu drücken und zugleich die AAA-Note zu bewahren. Im Zuge der europäischen Schuldenkrise waren aber zeitweise die Risikoaufschläge für französische Staatsschuldtitel im Vergleich zu Deutschland drastisch angestiegen. Bei einer neuen Ausgabe von Schuldpapieren musste der Staat deshalb deutlich höhere Zinsen bezahlen. Dies belastet wiederum den Haushalt.

 

Von

afp

Kommentare (5)

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Thomas-Melber-Stuttgart

20.12.2011, 14:50 Uhr

Äh - nur zwei Garantiegeber? Und Deutschland natürlich wieder 'mal vorne mit dabei ?!

Thomas-Melber-Stuttgart

20.12.2011, 14:51 Uhr

Äh - nur zwei Garantiegeber? Und Deutschland natürlich wieder 'mal vorne mit dabei ?!

Dr.NorbertLeineweber

20.12.2011, 15:36 Uhr

Dr.NorbertLeineweber:
Dass der ESFS von vorn herein "Schrott" ist, habe ich auf Handelsblatt schon längst veröffentlicht. Der Zins wird sich nicht unten, sondern oben einpendeln, da zusammen alle Staaten "gleicharig" bankrott sind. Nur die Politiker waren so dumm zu meinen, dass man Ihnen nicht draufkommt. Und dass andere, wie Chinesen,die USA und jetzt die Briten nicht helfen werden, habe ich auch schon prognostiziert.
Am Ende bleiben nur Frankreich und Deutschland übrig um den Zahlmeister zu spielen. Und weil Frankreich auch bald seine Probleme kommt, verbleibt zur Ausplünderung ganz am Ende nur das Deutsche Volk. Klasse gemacht in den letzten 20 Jahren EU-Politik unter Baroso, Juncker und Van Rumpuy.
Steht alles längt auf google: Dr.NorbertLeineweber
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