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02.11.2011

19:41 Uhr

Rettungsschirm

EFSF verschiebt Anleihe-Verkauf wegen Referendum

Der Euro-Rettungsschirm EFSF hat die Aufnahme einer neuen Anleihe für Irland verschoben. Als Grund gab ein Sprecher die Marktturbulenzen nach der Referendums-Ankündigung in Griechenland an.

Der EFSF soll ein Schutzwall für den Euro sein. dpa

Der EFSF soll ein Schutzwall für den Euro sein.

London/Frankfurt/LuxemburgDer Euro-Rettungsfonds EFSF hat wegen der Referendumspläne in Griechenland einen Anleiheverkauf im Volumen von drei Milliarden Euro verschoben. Mit den neuen EFSF-Anleihen sollen weitere Finanzhilfen für Irland finanziert werden.

Grund seien die Marktturbulenzen nach der Ankündigung einer Volksabstimmung über das nächste Hilfspaket für Athen, zitierte der irische Rundfunksender einen EFSF-Sprecher. Das Angebot war für Mittwoch geplant. Stattdessen dürfte die Transaktion nun in den kommenden zwei Wochen über die Bühne gehen, erfuhr der Informationsdienst IFR aus dem Umfeld der mit dem Verkauf beauftragten Banken.

Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten habe der EFSF derzeit keine große Eile, sagte ein Banker. Die Marktbedingungen haben sich zuletzt deutlich verschlechtert, so dass mit höheren Zinsen für die Anleihen zu rechnen ist. Zudem habe Irland keinen dringenden Geldbedarf.

Das Euro-Land war Ende 2010 unter den Rettungsschirm geschlüpft, fünf Milliarden Euro hatte der EFSF für Irland bereits aufgenommen. Der EFSF refinanziert sich in unregelmäßigen Abständen über die Ausgabe von Anleihen, um die aufgenommenen Mittel anschließend an angeschlagene Euro-Länder weiterzureichen. Neben Irland profitiert derzeit Portugal von diesem Verfahren.

Kommentare (1)

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alfman1961

02.11.2011, 18:17 Uhr

Zitat von Gary Jenkins von Evolution Securities: „Jenes Finanzvehikel, das im Auftrag von Ländern, die kein Geld mehr auftreiben können, Geld hätte auftreiben sollen, kann nun selbst kein Geld mehr auftreiben“.

näheres auf:
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/30244/

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