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09.02.2017

17:23 Uhr

„Scale“

Deutsche Börse startet neues Segment für kleine Firmen

Mit dem neuen Börsensegment „Scale“ will die Deutsche Börse kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zum Aktienmarkt erleichtern. Das Angebot soll Firmen mit Investoren zusammenbringen.

Der Konzern verspricht sich durch das neue Börsensegment einen Schub für Börsengänge. Reuters, Sascha Rheker

Deutsche Börse

Der Konzern verspricht sich durch das neue Börsensegment einen Schub für Börsengänge.

Frankfurt/MainMit einem neuen Börsensegment namens „Scale“ will die Deutsche Börse kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zum Aktienmarkt erleichtern. Die Bezeichnung sei das Ergebnis eines Namenswettbewerbs, bei dem seit Herbst 550 Vorschläge aus der Öffentlichkeit eingegangen seien, teilte Deutschlands größter Börsenbetreiber am Donnerstag mit. „Von unserem neuen Segment werden vor allem kleine und mittelständische Unternehmen profitieren, denn hier ist der Bedarf an einem besseren Zugang zu Eigenkapital besonders groß“, erklärte Vorstandschef Carsten Kengeter.

An der Deutschen Börse gibt es verschiedene Segmente, die vorschreiben, welche Transparenzregeln und Berichtspflichten notierte Firmen erfüllen müssen. Für den bekanntesten Index, den Dax, gelten die schärfsten Vorschriften. Die Börse hatte bereits im November verkündet, ein neues Segment für Wachstumsfirmen ins Leben zu rufen. Dieses soll zum 1. März starten und den sogenannten Entry Standard ersetzen, in dem für Firmen geringere Berichterstattungspflichten gelten.

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Der Konzern verspricht sich damit einen Schub für Börsengänge. Das neue Angebot soll Firmen mit Investoren zusammenbringen und so die Finanzierung von Wachstum verbessern. Zielgruppe seien Unternehmen mit „erprobten Geschäftsmodellen“, hieß es weiter. Die Firmen müssten Mindestgrößen bei Unternehmenskennzahlen erfüllen, mit einem Betreuer der Deutschen Börse zusammenarbeiten und sich zu Transparenz verpflichten, etwa indem sie regelmäßige Aktienanalysen vorlegten.

Der Konzern rechnet früheren Angaben zufolge damit, dass zum Start 40 der derzeit knapp 140 Unternehmen aus dem Entry Standard im neuen Segment notiert sein werden. Die restlichen sollen künftig im Freiverkehr gehandelt werden.

Von

dpa

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