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29.12.2014

13:58 Uhr

Schlechte Prognose

Katastrophales Jahr für US-Staatsanleihen erwartet

Anlegern, die auf US-Staatsanleihen gesetzt haben, droht ein schlechtes Jahr. Experten rechnen mit fallenden Kursen. Noch ignoriere der Markt die deutlichen Worte von Fed-Chefin Yellen – doch das werde sich ändern.

Experten sind wenige optimistisch für US-Staatsanleihen gestimmt. dpa

Experten sind wenige optimistisch für US-Staatsanleihen gestimmt.

New YorkStrategen erwarten 2015 für US-Treasuries ein noch schlechteres Jahr als das bereits verlustreiche 2009. Angesichts der Aussicht auf steigende Leitzinsen sind die Experten von der Wall Street überzeugt, dass es nur eine Richtung für die Kurse der Staatspapiere geben kann: nämlich nach unten. In einer Umfrage von Bloomberg News sehen 74 Ökonomen und Strategen im Median einen Renditeanstieg auf 3,01 Prozent bis Ende 2015.

Für 2014 hatten die Strategen allerdings danebengelegen. Fast jeder ging von einem Ausverkauf am Markt für Treasuries aus, als die Federal Reserve ihre Bondkäufe im Rahmen der quantitativen Lockerung (QE) einstellte. Doch ein geringes US-Lohnwachstum und Turbulenzen an den Schwellenländermärkten verschafften Treasuries die höchsten Erträge seit 2011.

Auch wenn der Inflationsausblick für den Bondmarkt eingebrochen ist, bleiben die Experten jetzt bei ihrer Einschätzung, dass US-Staatsanleihen auf der Verliererseite stehen werden. Als Grund nennen sie die anziehende Konjunktur. Noch im November hatten Investoren, Händler und Analysten Tresuries als ihre erste Wahl für Leerverkäufe bezeichnet.

Risiken und Nebenwirkungen von Hochzins-Anleihen

Was passiert, wenn Zinsen niedrig bleiben

Hochzinspapiere erscheinen relativ attraktiv, da finanzstarke Emittenten nur extrem niedrige Zinsen zahlen. Gerade schwach beleumundete Schuldner sind auf steigende Preise für ihre Produkte angewiesen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Signalisieren die Niedrigzinsen gar eine Phase fallender Preise (Deflation), steigt das Pleiterisiko erheblich.

Was tun wenn die Zinsen niedrig bleiben

Unternehmensanleihen im Rahmen der Streuung des Depots beimischen. Deutet sich eine Phase fallender Güterpreise an, sollten Anleger ihre Hochzinsanleihen verkaufen und keine Neuengagements eingehen.

Was passiert wenn die Zinsen steigen

Bei steigenden Zinsen bieten Hochzinspapiere und Schrottbonds etwas Schutz vor sehr hohen Kursverlusten, weil sie einen relativ hohen Kupon bieten. Allerdings kommen lang laufende Papiere spätestens dann unter Druck, wenn sich neue Papiere gut beleumundeter Schuldner im Zins den Kupons alter Schrottbonds deutlich annähern.

Was tun wenn die Zinsen steigen

Papiere mit einer Bonität knapp unterhalb der Investitionsklasse mit einer Laufzeit bis zu rund vier Jahren sind attraktiv. Allgemeine Konjunktur- und Branchenprobleme oder individuelle Fehlgriffe des Managements bedrohen Hochzinsbonds generell.

Fazit

In Phasen halbwegs erträglicher Konjunktur und fallender Zinsen sind Hochzinsbonds gut geeignet. Diese Kombination dürfte es aber in den kommenden Jahren kaum noch geben.

„Das nächste Jahr sollte letztendlich die Wende bringen“, sagte Chris Rupkey, Chef-Finanzanalyst bei Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ. „Der Markt ignoriert die Äußerungen, dass Janet Yellen und der Offenmarktausschuss näher und näher an eine Straffung“ der Geldpolitik heranrücken. „Der Markt liegt falsch“, fügte er an.

Rupkey geht davon aus, dass die zehnjährige US-Rendite bis Ende 2015 von derzeit 2,25 Prozent bis auf 3,4 Prozent ansteigen wird und hat damit in der Umfrage eine der höchsten Schätzungen abgegeben. Im Januar dieses Jahres sah er die Rendite für Ende 2014 bei 3,6 Prozent.

Bei der zweijährigen Rendite gehen die Umfrageteilnehmer im Median von einem Anstieg von derzeit 0,74 Prozent auf 1,53 Prozent aus und bei der 30-jährigen Rendite von 2,81 Prozent auf 3,70 Prozent. Beim Übergang ins Jahr 2009 sahen die Prognosen in jedem Laufzeitenbereich einen Renditeanstieg von mehr als einem Prozent. Treasuries kamen in dem Jahr auf Verluste von 3,7 Prozent - das größte Minus seit 1978.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

29.12.2014, 14:39 Uhr

Katastrophales Jahr für US-Staatsanleihen erwartet




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Katastrophales Jahr für US-Staatsanleihen erwartet ==> WIE BITTE ???????????????????????????????????????????????????????


Hat man hierbei EUROPA mit dem USA vertauscht ??????????????

Die USA lacht momentan die EU-Wirtschaft aus !!!

Die " EU " klopft nur Sprüche von Investitionen...

aber die Gelder dafür soll aus dem Geldbeutel der Bürger kommen ????????????????????????????????????????????????????

500 Millionen von EU-Bürger sollen sparen...

aber DER LISSABONER VERTRAGSBRUCH DER " EU "...

dass jährlich unnötige 280 Millionen Euro zusätzlich kostet...

darüber schweigen die Feine Herren in Brüssel !!!!!!!!!!!

Und genießen sogar Sonderflüge

für 300 Tausend Kanadische-Steuerdollar...

weil man angibt dass es keine reguläre Flüge gebe ...

obwohl es diese doch gab...

und weil man angab Termine zu haben die doch erst später angesagt waren.


Würde man dieses in dem USA machen...

gebe es bestimmt Gerichtsurteile...

aber als Europäer hat man das Gefühl...

dass das EUgh nur eine weitere Institution ist...

dass da ist um Ihren eigenen Einkommen auch nur abzusichern...

aber nicht wirklich um Gerechtigkeit in Europa entstehen zu lassen.

Korruptionsfälle innerhalb der EU-Politik mit EU-Politiker...

egal ob in Spanien oder sonst wo...

aber die dürfen alle weiter regieren.




Account gelöscht!

29.12.2014, 14:42 Uhr





Und spätestens nach Ende Februar 2015

werden wir sehen wie...

es mit der HOHE ANZAHL DER ARBEITSLOSIGKEIT IN DER EU...

dann aussieht...und wie die EU-Aktienbörsen stehen werden.

An was gibt dann die EU die Schuld ?

An einem krieg ?









Herr Achim Zynn

29.12.2014, 15:25 Uhr

Hören wir das nicht schon die ganzen letzten Jahre? "Ooh, jetzt kommt aber bald die böse FED und erhöht die Zinsen..." Und was passiert? Die Zinsen fallen immer weiter, die Renditen der Renten steigen - abgekoppelt von jedem Angebot und Nachfrage, allein wegen der Geldpolitik der Notenbanken.

Dass es jetzt wirklich anders kommen sollte? Warten wir es mal ab...

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