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25.04.2013

17:43 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Anleger bauen auf Zins-Luftschloss

Es bleibt dabei: Die EZB soll´s richten! Nichts beeinflusst die deutschen Märkte momentan so sehr, wie die Hoffnung auf eine weitere Zinssenkung. Doch erste Warnungen vor der übertriebenen Zuversicht werden lauter.

Börse am Abend

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FrankfurtSpekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Europäischen Zentralbank haben den Aktienmärkten am Donnerstag erneut Auftrieb gegeben. Durchwachsene Geschäftszahlen einiger Großkonzerne dämpften die Kauflaune der Investoren dagegen kaum. "Da die Geldschleusen demnächst voraussichtlich noch weiter geöffnet werden, bleibt vielen Anleger gar nichts anderes übrig, als in den Aktienmarkt zu gehen", sagte ein Börsianer. "Denn andere Anlageklassen werfen wegen der niedrigen Zinsen kaum etwas ab."

Darüber hinaus müssten derzeit die Investoren, die auf eine Fortsetzung des Kursrutsches der vergangenen Woche gewettet hatten, wieder in den Aktienmarkt einsteigen, um ihre Verluste zu minimieren. "In der Frage, ob die jüngsten Kursgewinne auch nachhaltig sind, ist das letzte Wort allerdings noch nicht gesprochen", betonte Tracy Knudsen, Aktienmarkt-Expertin des auf Charttechnik spezialisierten Analyse-Hauses Lowry Research.

Die verlässlichsten Dividendenzahler

Platz 15

Siemens
Dax
Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7
Jährliche Steigerung: 11,8 Prozent

Platz 14

Generali Deutschland

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 16,2 Prozent

Platz 13

Gerry Weber

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 17,6 Prozent

Platz 12

Henkel

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,1 Prozent

Platz 11

Grenkeleasing

SDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,3 Prozent

Platz 10

Linde

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,7 Prozent

Platz 9

BayWa

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 11,7 Prozent

Platz 8

Nürnberger Beteiligungs-AG

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 12,6 Prozent

Platz 7

Axel Springer

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 17,4 Prozent

Platz 6

Munich Re

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 21,1 Prozent

Platz 5

Fielmann

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 9

Jährliche Steigerung: 14,5 Prozent

Platz 4

Fresenius Medical

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 9,2 Prozent

Platz 3

Fresenius SE

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 11,9 Prozent

Platz 2

Fuchs Petrolub

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 25,0 Prozent

Platz 1

Stratec Biomedical

TecDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 40,8 Prozent

Quelle: DSW/dips, April 2013

Nach einer Reihe enttäuschender europäischer Konjunkturdaten spekulieren immer mehr Anleger darauf, dass die EZB bei ihrer kommenden Ratssitzung Anfang Mai den Leitzins, der aktuell bei 0,75 Prozent liegt, weiter senkt. Experten sehen darin aber eher eine symbolische Geste, da die Auswirkungen auf die Realwirtschaft begrenzt wären. Politische Reformen seien entscheidend.

Der Dax ging am Donnerstag mit einem Plus von 0,95 Prozent auf 7832 Punkte aus dem Handel. Damit beendete der Leitindex bereits den dritten Tag in Folge im Plus.

Zu den Verlierern im Dax zählten Bayer, deren Aktien sich um 0,2 Prozent auf 80,46 Euro verbilligten. Wegen eines schwächelnden Kunststoff-Geschäfts war der operative Gewinn des Pharma- und Chemiekonzerns hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Unter Druck standen auch Unilever, die an der Londoner Börse 1,75 Prozent nachgaben. Der Hersteller von Knorr-Suppen und Domestos-Reiniger hatte einen Quartalsumsatz unter den Analystenprognosen bekanntgegeben. "Unilever hat zum ersten Mal seit vielen Jahren die Erwartungen verfehlt", sagte Analyst Darren Shirley von Shore Capital. An seiner positiven Einschätzung des Konsumgüter-Konzerns ändere dies aber nichts. Daher halte er an seiner Kaufempfehlung fest.

Schlusslicht im EuroStoxx50 war die spanische Bank Santander mit einem Kursminus von 2,8 Prozent. Der Gewinn des größten Geldhauses der Euro-Zone war zu Jahresbeginn überraschend stark um 26 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro eingebrochen.

Für Gesprächsstoff sorgte außerdem Evonik. Der Spezialchemiekonzern schaffte nach mehreren Anläufen den Sprung auf das Börsenparkett. Die Aktie kostete am Nachmittag 33 Euro. Dieser Wert liegt 2,5 Prozent über dem Preis von 32,20 Euro, zu dem die Papiere zuvor an institutionelle Anleger verkauft worden waren. Das Unternehmen gilt mittelfristig als Dax-Kandidat.


Kommentare (25)

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Pulitzer-Preis

25.04.2013, 08:28 Uhr

Da stand doch noch vor ein paar Minuten, dass der Dax mehrheitlich im Plus erwartet wird...

Mal sehen wie oft wir heute die gestrige Überschrift sehen "Dax marschiert" wahlweise mit folgenden Zusätzen:

...Richtung 7000
...gen Süden
...ins Abseits/Jenseits
...auf den 8000er Gipfel
...in Urlaub etc.

Ach, was wäre die Welt ohne Textbausteine.

ungeduldig

25.04.2013, 09:41 Uhr

Schon klar. Dax zielt auf die 7800.

Trotz schlechten US-Unternehmensdaten (P&G deutet klar auf ein abschwächendes US-Konsumverhalten). Trotz schlechter Unilever und Bayer-Zahlen. Trotz schlechtem ifo. Trotz neuen Horrorzahlen aus Spanien (AL-Zahlen). Trotz einer möglichen neuen Regierung mit Berlusconi.

DrKaffeesatz

25.04.2013, 10:07 Uhr

Nochmal zum Mitlesen:

Der DAX-Stand ist ein Resultat aus der wirtschaftlichen Entwicklung _und_ der Bewertung der Anlagealternativen (und anderen Faktoren wie z.B. Geldmenge).

Wenn ich festverzinslich 1 % bekomme, bei Immobilien 3 % Rendite habe, dann kann die Anlage in Aktien mit 5 - 8 % Rendite attraktiv sein. Ist doch eigentlich logisch, oder?

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