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09.08.2012

17:50 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax bleibt in Lauerstellung

Dank eines fulminanten Schlussspurts ist der Dax auch am Donnerstag nahezu unverändert aus dem Handel gegangen.Die wichtige 7000er Marke bleibt somit in greifbarer Nähe.Die Aktien der Commerzbank rauschten in den Keller.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtDank eines fulminanten Schlussspurts ist der Dax am Donnerstag nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Der deutsche Leitindex sank lediglich um 0,02 Prozent auf 6964 Punkte. Die psychologisch wichtige Marke von 7000 Punkten ist somit weiter zum Greifen nahe.

Am Nachmittag sorgten positive Daten vom US-Arbeitsmarkt für Auftrieb. Zudem spekulierten einige Anleger weiter auf neue geldpolitische Maßnahmen seitens der großen Notenbanken.

Nach seinem knapp zehnprozentigen Anstieg in den vergangenen beiden Wochen stellen sich immer mehr Investoren die Frage, ob dieses Plus gerechtfertigt ist. "Wenn man eine weitere Lockerung der Geldpolitik erwartet und realistische Chancen auf ein moderates Gewinnwachstum sieht, sind Aktien nicht besonders teuer", sagte Investment-Stratege Richard Batty von Standard Life Investments. "Man sollte sich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen."

Der Tag an den Märkten (17:30 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Für einige Aktienhändler könnte sich der Kursanstieg zum Selbstläufer entwickeln. "Wer bislang nicht im Dax investiert ist, muss entweder nervenstark auf einen Rückfall warten, oder doch noch auf den fahrenden Zug aufspringen", sagte ein Händler. Sollte der Dax die 7000er-Marke knacken - zuletzt hat er Anfang April darüber notiert - könnten viele entgegen ihrer Überzeugung zum Einstieg gezwungen sein, fügte er hinzu.

Aus Sicht institutioneller Kunden ergebe die Kursentwicklung in der derzeitigen Krisenlage aber nur wenig Sinn, erklärte Marktanalyst Gianni Hirschmüller von Cognitrend. Nach deren am Vorabend veröffentlichten Umfrage in Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse ist in den vergangenen sechs Handelstagen denn auch die Zahl der Pessimisten auf 46 (44) Prozent gewachsen, während die Optimisten mit 35 (36) Prozent weniger Zulauf bekamen.

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Kommen die langersehnten Anleihenkäufe der EZB oder kommen sie nicht? Am Devisenmarkt wächst die Angst vor einer wochenlangen Hängepartie, bis klar ist, ob und in welchem Umfang die EZB im Kampf gegen die Euro-Krise am Markt aktiv wird. Die Gemeinschaftswährung, die zu Wochenbeginn noch auf ein Ein-Monats-Hoch von 1,2443 Dollar gestiegen war, rutschte am Donnerstag kurzzeitig unter die 1,23-Dollar-Marke. "Je länger Spanien damit wartet, den EFSF um Hilfe zu bitten, desto größer werden die Sorgen", sagte Kit Juckes, Stratege bei der Societe Generale.

Die Woche an den Märkten

Freitag

Chinesischer Außenhandel, deutscher Verbraucherpreisindex, französische Industrieproduktion, US-Einfuhrpreise. Zahlen von Thyssen-Krupp, Rheinmetall, Hannover Rück, TUI, Deutsche Postbank, Drillisch IVG Immobilien, Bechtle.

Der französische Notenbankchef Christian Noyer versicherte unterdessen, dass die EZB bei einer Intervention am Anleihenmarkt klotzen, nicht kleckern werde. "Unsere Operationen werden einen ausreichenden Umfang haben, um starke Wirkung auf die Märkte auszuüben", sagte das EZB-Ratsmitglied dem Magazin "Le Point" in einem Interview. Insbesondere Spanien und Italien ächzen seit Monaten unter hohen Renditen am Kapitalmarkt, die die Refinanzierung beträchtlich verteuern.

Rainer Sartoris, Volkswirt bei HSBC Trinkaus, rechnet damit, dass die Hoffnung auf ein baldiges Eingreifen der EZB den Euro noch eine Weile tragen dürfte. "Auch wenn wir von einer Lösung der Schuldenkrise weit entfernt sind, sorgt die von der EZB signalisierte Bereitschaft insgesamt doch für Beruhigung."

Kommentare (53)

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Immobilienfinanzierer

09.08.2012, 07:39 Uhr

@ Finanzierungsinteressierte (zur Diskussion von gestern)

Ich versichere, in dieser Woche die beste Finanzierung auf 10 Jahr im erstrangigen Bereich für genau 2,52 % (effektiv 2,55 %) abgeschlossen zu haben. Dieser Zinssatz verlangt eine estklassige Bonität, erstklassige Objektdaten sowie ein insgesamt erstklassiges Umfeld. Wie sich der Zinssatz genau errechnet, bleibt das Geheimnis der Deutschen Bank. Das DV-System schluckt alle möglichen Daten vom regelmäßigen Einkommen bis hin zu den allgemeinen Versicherungen sowie den Berufen der volljährigen Kinder. Dann kommt ein Ergebnis raus, nämlich 2,52 % auf 10 Jahre.
Interessant dabei, dass die Tochter der Deutschen Bank etwas höher lag, als der reine Vermittler für die Deutsche Bank (Interhyp).
Wer erheblich mehr zahlt, muss andere Voraussetzungen haben. Es ist nicht möglich, ohne ganz konkrete Angaben bis ins Detail, die Zinsdifferenzen zu ergründen. Das können nur die jeweiligen Finanzierungsanbieter selbst.
Des Weiteren versichere ich Ihnen, für ein Voltaikprojekt von 500 T€ vor 2 Jahren eine variable Finanzierung von 0,75 % über dem 12-Monats-Libor vereinbart zu haben. Zwanzig Jahre Einspeisevergütung fix, Tilgungsplan bis 2017 auf 20 % der ursprünglichen Darlehenssumme, das ist ein kleines Risiko, aber Ende absehbar und beherrschbar. Zinssatz heute unter 1,8 %.
Auch bemerkenswert, dass die regionale Sparkasse und die Commerzbank ganz erheblich teuerer waren und keinerlei Anstalten machten, auch nur einen Zehntel entgegenzukommen.
Wer derzeit 4,1 % vereinbart, kann nicht im erstrangigen Bereich liegen und scheint mir nicht das günstigste Angebot angenommen zu haben. Wie gesagt, kann aber auch andere Gründe haben, die hier nicht erkennbar sind. Der Begriff "Zinshaus" z.B. wird meistens für ausgepowerte, eher zweit- oder drittklassige Immobilien verwendet.

Immobilienfinanzierer

09.08.2012, 07:40 Uhr

@ Heidelberger (zur Diskussion von gestern)

Mit serbischem Hintergrund, seit 5 Jahren hier, ist Ihr Deutsch grandios. Glückwunsch. Ja, ich bin Realist. Ein Realist. Nicht DER Realist. Jeder Finanzierer ist Realist. Oder bald kein Finanzierer mehr.

Tomate_gebacken

09.08.2012, 07:40 Uhr

Guten Morgen lieber Longies, Shorties und ETF Traders!

Neues Spiel / neues Glück!

Und nicht vergessen: Trotz Börse, Handelsblatt und Blogs das Arbeiten nicht vergessen damit auch das Brutto Inlandsprodukt gesteigert wird! ;-)

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