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10.04.2012

17:25 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax geht mit großen Verlusten aus dem Handel

Schlechte Konjunkturdaten und die Angst vor der Euro-Krise stürzten den deutschen Leitindex am Dienstag kräftig ins Minus. Der Dax ging zum Tagestief aus dem Handel.

Börse Frankfurt am Abend

Video: Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfEnttäuschende Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag nach dem langen Osterwochenende tief ins Minus gedrückt. Der Dax beschleunigte am Nachmittag seine Talfahrt und verlor zum Handelsschluss 2,49 Prozent auf 6606,43 Punkte. Damit setzte das Leitbarometer seinen im April eingeschlagenen Abwärtstrend fort. Für den MDax ging es am Dienstag um 2,53 Prozent auf 10 332,73 Punkte bergab, der TecDax verlor 2,28 Prozent auf 763,82 Punkte.

Angesichts der Sorgen über die Weltwirtschaft bleibe die Erholung an den Aktienmärkten aus, hieß es von Börsianern. Zu dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom Karfreitag kämen als Belastungsfaktoren die wieder stärker in den Vordergrund rückende Schuldenkrise in Europa sowie enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China hinzu. Experten werteten das schwache chinesische Importwachstum als Beleg für die zusehends schwächere Binnenkonjunktur. Goldertrags.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:50 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

CSI 300 (China)

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Investoren blickten überraschend skeptisch auf die Konjunktur in der Euro-Zone. Der Sentix-Index für die Konjunkturerwartungen brach im April nach drei Anstiegen in Folge ein und sackte auf minus 14,7 Punkten nach minus 8,2 Zählern im März. Sowohl die Situation als auch die Perspektiven der Wirtschaft wurden düsterer als im Vormonat eingeschätzt. Die Lagewerte fielen sogar auf den tiefsten Stand des Jahres zurück. „Damit werden die Fragezeichen bezüglich der Konjunktur im Euroraum wieder erheblich größer“, warnte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner am Dienstagmorgen.

Angesichts der zunehmenden Konjunktursorgen ist die Nervosität der europäischen Anleger auf den höchsten Stand seit knapp fünf Wochen gestiegen. Der Volatilitätsindex VStoxx, der auf dem EuroStoxx50 basiert, kletterte heute zeitweise um 12,8 Prozent auf 28,87 Punkte. Auch in Deutschland nahm die Unsicherheit wieder zu. Der VDax, dem der Dax zugrunde liegt, stieg um bis zu 10,7 Prozent auf 26,63 Punkte und damit ebenfalls auf den höchsten Stand seit Anfang März.

Zudem mehrten sich Zweifel, ob die Reformanstrengungen in den südeuropäischen Staaten tatsächlich von Erfolg gekrönt sein werden.

Vor allem machte sich dies bei den Renditen der spanischen und italienischen Staatsanleihen bemerkbar, die sich wieder der sechs Prozent näherten und somit für den Einbruch der jeweiligen Börsen verantwortlich waren.

Kommentare (67)

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Monk

10.04.2012, 07:20 Uhr

Die Tageszeitung Chicago Sun Times ließ mehrere Jahre lang Anfang Januar einen Affen fünf Aktien zu einem Portfolio zusammenstellen. Der Affe hieß Adam Monk und saß mit einem Bleistift vor dem aufgeschlagenen Wall Street Journal; die Aktien, die er ankreuzte oder umkringelte, wurden gekauft.

Die meisten Jahre hat Adam Monk den Dow Jones Index geschlagen. Damit lag er weit über dem Durchschnitt aller hochbezahlten Wertpapierberater.

So, nun faselt Euch die Lunge raus, Ihr Affen!

Lusha

10.04.2012, 07:22 Uhr

In Russland gab es den Schimpansen Lusha, der wählte acht aus 30 als Bauklötze verkleideten Aktien aus; das Portfolio verdreifachte sich im Jahr darauf und katapultierte Lusha in die besten fünf Prozent aller Investmentfonds-Manager.

Raven

10.04.2012, 07:24 Uhr

Das Schimpansenmädchen Raven durfte Pfeile auf eine Liste mit 130 Internetunternehmen werfen; das so ausgewählte Portfolio wuchs im ersten Jahr um 79 Prozent, im zweiten Jahr um 213 Prozent, damit wäre Raven der 22. von mehreren hundert amerikanischen Investmentmanagern des Jahres 2000 gewesen.

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