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13.09.2012

17:48 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax legt Verschnaufpause ein

Die mehrtägige Gewinnserie des Dax ist vorerst beendet. Die Aussagen eines leitenden Vertreters des IWF sorgten für Kursverluste. Die Aktien des Luftfahrtkonzerns EADS rauschten in den Keller.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtDie mit Spannung erwartete Entscheidung der US-Notenbank Fed über die künftige Geldpolitik hat am Donnerstag für Nervosität an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. Darüber hinaus beherrschte die mögliche Fusion des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS mit der britischen Rüstungsschmiede BAE Systems die Diskussionen auf dem Börsenparkett. Der Dax ging mit einem Minus von 0,45 Prozent auf 7310 Punkte aus dem Handel.

Seit Wochen spekulieren Investoren über eine mögliche weitere Lockerung der US-Geldpolitik (QE3) zur Ankurbelung der schwächelnden Konjunktur. Die positive Stimmung und die Rally der vergangenen Tage könnten schnell in sich zusammenfallen, wenn Fed-Chef Ben Bernanke die hohen Erwartungen des Marktes nicht erfülle, warnte Aktienhändler Chris Weston vom Brokerhaus IG Markets. Seine Kollegin Anita Paluch von Gekko Global Markets urteilte ähnlich. "Alle gehen davon aus, dass Bernanke etwas tut - zumindest verbal."

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:35 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Er rechne vorerst nicht mit QE3, betonte Joe Rundle, Chef-Händler bei ETX Capital. "Aber sie werden sehr deutliche Hinweise liefern und es in der Hinterhand behalten, wenn es in Zukunft notwendig werden sollte." Die US-Notenbank hat die Bekanntgabe ihrer Entscheidung für Donnerstagabend nach Börsenschluss in Deutschland angekündigt.

Was halten Sie vom ESM-Urteil?

Am Nachmittag rutschte der Dax zeitweiße unter die Marke von 7300 Punkten. Als Grund für das Absacken der Kurse nannten Börsianer eine Meldung der Nachrichtenagentur Dow Jones, der zufolge ein leitender Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) der Ansicht ist, Griechenland benötige ein drittes Rettungspaket. Die Troika aus IWF, EU und EZB prüft derzeit die Fortschritte des Landes bei der Sanierung der Staatsfinanzen. Von dem Bericht hängen weitere Hilfszahlungen ab. Auf der Suche nach einem sicheren Hafen griffen viele Investoren zu Bundesanleihen. Der Bund-Future gewann 79 Ticks auf 140,34 Stellen.


Was kostet uns der Euro-Rettungsschirm?

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Die Euro-Krisenländer Italien und Irland haben sich nach dem grünen Licht des Bundesverfassungsgerichts zum Rettungsschirm ESM so günstig Geld geliehen wie lange nicht mehr. Italiens Zinsen für dreijährige Staatsanleihen fielen bei einer Auktion auf den niedrigsten Stand seit knapp zwei Jahren. Irland wagte sich zum zweiten Mal in diesem Jahr an den Kapitalmarkt: Investoren begnügten sich mit einem halb so hohen Zins wie bei dem Comeback seit fast zwei Jahren im Juli. Ein Ratsmitglied der Europäische Zentralbank hält es für möglich, dass die EZB ihre umstrittenen Anleihenkäufe gar nicht fortsetzen muss.

Italien besorgte sich am Donnerstag insgesamt 6,5 Milliarden Euro von Investoren. Die Rendite für dreijährige Staatsanleihen fiel auf 2,75 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2010. Bei der vorherigen Auktion im Juli waren es noch 4,65 Prozent. Die Rendite für Bonds mit Laufzeit bis 2026 fiel von 5,9 auf 5,32 Prozent. "Es zeigt, wie viel Optimismus da ist", sagte Analyst Marc Ostwald von Monument Securities.

Dax-Chartanalyse: Der Weg ist frei bis zu 8000 Punkten

Dax-Chartanalyse

Der Weg ist frei bis zu 8000 Punkten

Der Dax steigt und steigt. Manchem Anleger ist etwas mulmig zumute wegen des Anstieges. Geht es nach Charttechnikern, dann müssen sich die Investoren nicht sorgen. Die Rally sei noch lange nicht vorbei, sagen sie.

Die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich in der vergangenen Woche überraschend deutlich verschlechtert. Saisonbereinigt stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bis zum 8. September um 15.000 auf 382.000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Volkswirte hatten im Schnitt mit einem leichten Anstieg auf 370.000 Erstanträge gerechnet.

Kommentare (32)

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Account gelöscht!

13.09.2012, 07:34 Uhr

Einfach nur mal an den Monat und den Jahreszyklus denken, da fälltes mehr als schwer zu glauben wir könnten das gestrige Hoch bei 7410.36 im Dax nochmals überbieten. Die aktuellen Kursstände leben einzig von der QE3 Hoffnung die heute Abend einen Dämpfer erhalten wird. US-Börsen stehen auf Jahreshoch, was wollen die Gierhälse denn noch???

Account gelöscht!

13.09.2012, 07:36 Uhr

Eine Frage Herr/Frau Sodener: Wann kommt bei ihnen eigentlich mal der Tag und die Einsicht, dass sie mit ihrer Meinung/Position falsch liegen? Gibt es bei ihnen im Haus kein Risiko-Controlling, die ihnen die Position einfach mal cutten, weil die Verluste inzwischen zu groß geworden sind?
Zu meinen, klüger zu sein als der Markt, kann auf Dauer nämlich ziemlich kostspielig und ungesund sein. Und ich wünsche ihnen doch nicht das gleiche Schicksal wie von Merckle.

Account gelöscht!

13.09.2012, 07:44 Uhr

@ xLOLx
Sagen sie doch wo sie! eingestiegen sind bzw. aussteigen werden, alles andere ist nur gefasel von ihnen.

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