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24.01.2013

17:47 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax nimmt die 7.800 erneut ins Visier

Der Dax geht mit Gewinnen aus dem Handel. Positive Konjunkturdaten aus den USA und Deutschland sorgten heute für Auftrieb. Viele Börsianer erhoffen sich nun von den jüngsten Daten nachhaltige Impulse für den Markt.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtEuropas Aktienmärkte haben am Donnerstag die Enttäuschung über den Zwischenbericht von Apple relativ gut weggesteckt. Positive deutsche und gesamteuropäische Konjunkturdaten machten vielen Investoren Hoffnung. Positive Nachrichten gab es zudem aus den USA: Dort waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche überraschend gesunken.

Der Dax ging am Ende mit einem Plus von 0,53 Prozent auf 7748 Punkte aus dem Handel.

Dass der nachbörsliche Apple -Absturz um rund zehn Prozent in Europa kaum Spuren hinterließ, begründeten Händler mit dem Mangel an vergleichbaren Unternehmen. Lediglich einige Zulieferer - wie die im TecDax gelisteten Aktien von Dialog Semiconductor - gerieten unter Druck. Dialog fielen um 2,6 Prozent.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Die auch in Frankfurt und auf Xetra gelisteten Apple-Aktien brachen um acht bis neun Prozent ein. Nachbörslich waren die Aktien des weltgrößten Technologiekonzerns in New York um etwa zehn Prozent abgestürzt. Denn trotz der Rekordverkäufe wachsen die Zweifel an der Vormachtstellung des iPhone- und iPad-Herstellers. "Den Anlegern schwant, das Apple nicht ins Unendliche wachsen kann. Denn die Konkurrenz schläft nicht und ist oft günstiger", fasste ein Händler in Frankfurt zusammen.

Somit konzentrierten sich viele Anleger auf die Lage in der Euro-Zone. Dort scheint die Talfahrt der Privatwirtschaft zum Jahresbeginn ihren Tiefpunkt überwunden zu haben. Der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone stieg überraschend deutlich um 1,0 auf 48,2 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit zehn Monaten, wie das Markit-Institut nach einer Umfrage unter 5000 Unternehmen mitteilte. "Das honoriert der Markt natürlich", kommentierte ein Börsianer.

Im Dax zählte die Deutsche Bank mit einem Plus von 2,63 Prozent zu den Gewinnern. Den Streik des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf nutzen einige Anleger zu Gewinnmitnahmen bei Air Berlin. Die im SDax notierten Aktien verloren nach ihrem knapp 24-prozentigen Vorwochenplus 6,3 Prozent auf 1,87 Euro.
Insgesamt kommen die deutschen Nebenwerte aber ein bisschen besser voran als die Blue Chips. Der SDax markiert mit 5728,82 Punkten den siebten Handelstag in Folge ein Rekordhoch. Der MDax klettert um 0,4 Prozent auf 12.656,16 Zähler, womit er den sechsten Tag hintereinander eine Bestmarke erreichte.

Kommentare (16)

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Albatros

24.01.2013, 07:07 Uhr

Spanien in Rezession, alle Banken sind Pleite, IWF senkt Wachstumsprognose für EU in 2013 um 0,4%, Briten wollen aus EU austreten, etc. etc. etc.
Immer weiter Aktien kaufen, was sonst, sind doch sehr günstig bei den tollen Rahmenbedingungen, fragt mal Draghi - der kriegt´nen Lachkrampf.

Grosser_Brite

24.01.2013, 08:17 Uhr

Zitat aus Die Welt vom 24.01.2013
Briten schüren Sorge vor einem Zerbrechen der EU. Das sind doch jetzt wirklich vertrauensvolle Investitionsvoraussetzungen. Aber ja - ich weiß , das ist selbstverständlich alles schon eingepreist ;-).
Und wer wirklich glaubt, das der Austritt erst 2015 erfolgt hat nicht alle Pfosten im Zaun, es wird schneller kommen als mancher zu glauben vermag - noch in 2013!

Zaunpfosten

24.01.2013, 08:57 Uhr

Schwachsinnskommentar! 2013?! Das Referendum soll 2017 stattfinden. Falls Cameron überhaupt wiedergewählt wird. Und bei einem Ja würde der Austritt erst 2018 erfolgen.

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