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17.01.2013

17:42 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax nimmt Kurs auf die 7800

Dank einer starken Aufholjagd geht der Dax mit Gewinnen aus dem Handel. Gute Konjunkturdaten aus den USA sorgten für den nötigen Impuls. Damit steht der Leitindex wieder über der Marke von 7.700 Punkten.

Börse Frankfurt am Mittag

Video: Börse Frankfurt am Mittag

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FrankfurtDer Dax ist zurück in der Gewinnspur. Dank guter Konjunkturdaten aus den USA legte der deutsche Leitindex bis zum Abend deutlich zu und konnte so seine Verluste vom Morgen wieder wettmachen. Am Ende ging der Leitindex mit einem Plus von 0,58 Prozent auf 7735 Punkte aus dem Handel.

Die US-Konjunkturdaten fielen besser als erwartet aus. So stieg die Zahl der Baubeginne im Dezember auf 954.000 und übertraf die Prognosen der Analysten. Zugleich lag die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche bei 335.000 und damit deutlich unter den Erwartungen der Experten, die mit 365.000 Anträgen gerechnet hatten.

Die positive Entwicklung im Immobiliensektor setze sich fort, sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. "Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind überraschend positiv und mit einem robusten Aufbau neuer Stellen vereinbar." Die guten Daten könnten allerdings erneut Spekulationen auslösen, dass die US-Notenbank ihre expansive Geldpolitik infrage stellen werde.

Für einen kleinen Dämpfer sorgte am späten Nachmittag der Konjunkturindex Philly-Fed. Dieser sackte im Vergleich zum Vormonat deutlich ab.

Dax-Prognose: Wo steht der Leitindex Ende 2013?

Umfrage

Knapp 30 Prozent hat der Dax 2012 zugelegt. Weil Deutschlands Topkonzerne bestens aufgestellt sind, hält der Aufwärtstrend in diesem Jahr an, sagen Experten.

Quelle: Handelsblatt, Stand: 30.12.2012

Der Träumer

Nomura: 8.890 Punkte

Die Super-Optimisten

8500 Punkte erwarten Baader Bank, Commerzbank, Haspa und LBBW

Die Optimisten

Bank of America Merrill Lynch und Warburg: 8400 Punkte
BHF-Bank und Hauck & Aufhäuser: 8300 Punkte

Die Zuversichtlichen

Santander Bank: 8250 Punkte
Helaba, HSBC Trinkaus, Landesbank Berlin, Natixis, WGZ-Bank: 8200 Punkte

Die Durchschnittlichen

VP Bank: 8100 Punkte
BNP Paribas: 8084 Punkte

Der Durchschnitt

Der Schnitt aller befragten Experten liegt bei 8029 Punkten

Die 8.000er

8000 Punkte erwarten bis Ende 2013 Bankhaus Lampe, Bayerische Landesbank, Dekabank, Deutsche Bank und Unicredit

Die Vorsichtigen

7800 Punkte sehen Bank Julius Bär, Berenberg Bank, DZ Bank, NordLB und UBS
JP Morgan: 7785 Punkte
Postbank: 7750 Punkte

Die Negativen

Fürst Fugger Privatbank: 7600 Punkte
Bank Sarasin: 7500 Punkte

Die Pessimisten

National Bank: 7300 Punkte
Sociètè Gènèrale: 7250 Punkte

Der Super-Pessimist

Bankhaus Ellwanger & Geiger: 6900 Punkte

Im Dax führten die Aktien von Heidelberg-Cement die Gewinnerliste mit einem Aufschlag von 3,32 Prozent an. Auch die besonders auf Konjunkturmeldungen reagierenden Aktien von Lufthansa und ThyssenKrupp legten jeweils um 2,19 Prozent zu.

Bei Thyssen-Krupp kam hinzu, dass der Rivale Areclor Mittal einem Insider zufolge 1,5 Milliarden Dollar für ein Werk des deutschen Stahlkonzerns im US-Bundesstaat Alabama bietet. Der brasilianische Konzern Companhia Siderurgica Nacional wolle 3,8 Milliarden Dollar für das Werk in den USA und für eine Mehrheit an dem Stahlwerk in Brasilien hinblättern. Verbindliche Angebote werden nach Angaben des Insiders Ende Februar erwartet. Die Aktien von ArcelorMittal notierten ein Prozent fester.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Auf der kurzen Dax-Verliererliste standen am Nachmittag SAP mit einem Minus von 1,51 Prozent. Infolge der am Dienstag veröffentlichten enttäuschenden Quartalszahlen stuften die Analysten von Citigroup die Aktien auf "neutral" von "buy" herunter.

In Amsterdam sorgten Übernahmespekulationen für Kursgewinne bei KPN, die um 5,1 Prozent zulegten. US-Telekommunikationskonzerns AT&T betrachte die niederländische E-Plus-Mutter als Kaufoption, schrieb das "Wall Street Journal".

Zu den größten Gewinnern in Paris zählten EADS mit einem Plus von 4,2 Prozent. Die Airbus-Mutter will nach eigenen Angaben im laufenden Jahr mehr als 600 Flieger ausliefern. Zudem profitierten die Aktien weiter von den Schwierigkeiten des US-Rivalen Boeing mit seinem Prestigeflieger "Dreamliner", der nach mehreren Zwischenfällen derzeit am Boden bleiben muss. Boeing-Aktien verloren in Frankfurt 2,2 Prozent, nachdem sie an der Wall Street schon 3,4 Prozent eingebüßt hatten.

Am Devisenmarkt machte der Euro seine Vortagesverluste wett. Mit 1,3370 Dollar notierte er am Abend fast einen US-Cent höher als am Vorabend. Devisenhändler führten dies vor allem auf technische Faktoren zurück, aber offenbar fassten auch wieder mehr Anleger Vertrauen in die Euro-Zone. So zog der Euro auch zum Schweizer Franken und zum Yen an. Zum Franken kletterte er auf 1,2458 Franken und notierte damit so hoch wie seit 15 Monaten nicht mehr. Zum Yen lag er bei 119,64 Yen nach 117,42 Yen am Vorabend.

Die japanische Währung nahm ihre Talfahrt im Sog der Spekulationen auf eine expansive japanische Geldpolitik wieder auf. Entsprechend zog auch der Dollar wieder an und notierte mit 89,48 Yen deutlich höher als am Vorabend mit 88,38 Yen. Die Bank of Japan wird in der nächsten Woche über die Geldpolitik beraten.

Am Rentenmarkt stand der Rückgang der Kurse der deutschen Bundesanleihen im Fokus. Der Bund-Future fiel um 61 Ticks auf 142,77 Punkte.

Kommentare (34)

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Geschaeftsfuehrer

17.01.2013, 07:25 Uhr

Kommentar zu: Dax zieht sich zurück.
... und er ist noch nicht ansatzweise in dem Bereich wo er auf Grund der rückläufigen Unternehmensgewinne 2013 im Zuge der kommenden Wirtschaftschwäche in Europa hin gehört.
Ab frühestens 5800 Punkte kann man mal wieder an Käufe denken.

otto15

17.01.2013, 09:10 Uhr

Find ich gut, dass jemand vor der Schuldenkrise warnt. Das musste einfach mal gesagt werden.

Account gelöscht!

17.01.2013, 09:20 Uhr

ich frage mich, welche fundamentalen Werte diesen DAX Stand rechtfertigen? Die zocken sich doch alle gegenseitig ab ... den letzten beißen eben die Hunde.

Für mich ist dieser Stand mind. 40% zu hoch...

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