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20.03.2014

17:50 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax rettet sich ins Plus

Dank eines fulminanten Schlussspurts schließt der Dax knapp im Plus. Die Sorgen um ein baldiges Ende der US-Geldschwemme wirkten nur kurz. Größter Gewinner waren die Aktien von Lanxess.

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FrankfurtPositive Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax-Anlegern am Donnerstag den Tag gerettet. Der Dax ging nach zweitweise heftigen Verlusten mit einem Gewinn von 0,21 Prozent auf 9296 Punkte aus dem Handel.

Für Auftrieb sorgten kurz vor Handelsschluss positive Wirtschaftsdaten aus den USA. Der viel beachtete Philadelphia-Fed-Index notierte im März überraschend hoch bei 9,0. Auch die US-Frühindikatoren fielen deutlich besser aus als erwartet. Börsianer werteten die neusten Wirtschaftsdaten als ein Zeichen für ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum in den kommenden Monaten.

Die Aussicht auf ein vorzeitiges Ende der Ära billigen US-Notenbankgeldes hatte die Aktienbörsen rund um den Globus zuvor auf Talfahrt geschickt. Im Gegenzug legte der Dollar zu. Fed-Chefin Janet Yellen will das milliardenschwere Wertpapier-Ankaufprogramm zur Ankurbelung der Konjunktur bis zum kommenden Herbst beenden. Sechs Monate später könnte die US-Zentralbank dann die Zinsen, die aktuell bei fast Null Prozent liegen, anheben. „Das ist sehr viel früher, als der Markt bislang gedacht hat", sagte Sue Trinh von RBC Capital Markets in Hongkong.

„Es erscheint riskant für die Fed, einen Fahrplan zu veröffentlichen, so lange Wirtschaftsdaten durchwachsen ausfallen", betonte David Thebault, Chef-Händler des Brokerhauses Global Equities. „Das macht die Leute nervös."

Die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA erhöhte dagegen die Nachfrage nach Dollar. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, kletterte zeitweise auf ein Drei-Wochen-Hoch von 80,321 Punkten. Die europäische Gemeinschaftswährung verbilligte sich auf 1,3767 Dollar und büßte damit seit Dienstag rund eineinhalb US-Cent ein.


Im Dax setzten sich Lanxess nach anfänglichen Verlusten an die Spitze und gewannen 5,25 Prozent auf 53,95 Euro. Der Chemiekonzern stellte nach tiefroten Zahlen im vergangenen Jahr für das erste Quartal einen bereinigten operativen Gewinn von rund 200 (Vorjahr: 174) Millionen Euro in Aussicht. Analyst Nils-Peter Fitzl vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser bezeichnete den Jahresauftakt als ordentlich. Er rechne für die kommenden Monate mit einer weiteren Verbesserung der Branchenkonjunktur.

Rheinmetall gingen dagegen auf Talfahrt. Die im Nebenwerte-Index MDax gelisteten Titel des Rüstungskonzerns brachen um 4,1 Prozent ein. Die Bundesregierung hatte betont, angesichts der Krim-Krise halte sie die geplante 100 Millionen Euro schwere Lieferung von Simulationstechnik für ein russisches Gefechtsübungszentrum "für nicht vertretbar." In London büßten die Titel von GlaxoSmithKline zwei Prozent ein. Ein Krebsmedikament des Pharmakonzerns war bei einer Studie erneut durchgefallen.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

20.03.2014, 07:50 Uhr

"Die Ankündigung der neuen Fed-Chefin Janet Yellen am späten Mittwochabend deutscher Zeit, bereits im Frühjahr 2015 – und damit früher als erwartet – die Zinswende einzuleiten."

Ich bin mal gespannt, wieviele heute in Panik reflexhaft verkaufen. Die meisten haben wahrscheinlich nicht einmal verstanden was Yellen wohl ausdrücken wollte...

Account gelöscht!

20.03.2014, 08:35 Uhr

Die FED wird die Zinsen dann erhöhen, wenn sie es für angebracht hält.

Bis das dann passiert, kann sich noch sehr viel an den Rahmenbedingungen ändern. Insofern würde ich weniger über die Aktionen nachdenken, die in einem Jahr stattfinden sollen.

Account gelöscht!

20.03.2014, 15:39 Uhr

Der DAX wird Mühe haben,dass Quartal im positiven Terrain abzuschließen.
Gestern der Abprall bei 9325 war wieder mustergültig.Heute geht´s nach oben wegen dem "Philly-FED- Herstellungsindex"(plus 9- statt der Prognose von nur 3,8),dabei ist es nur eine Umfrage unter Unternehmen, bezogen auf eine relativ kleine,wenn auch ökonomisch starke Region in den USA.
Insgesamt waren die Daten heute eher durchwachsen,allerdings wird die AL-Quote maßgeblich werden in den kommenden Monaten.Sinkt diese schnell unter 6.0 werden die "Tauben" innerhalb der FED Probleme bekommen,ihre Nullzinspolitik weiter zu begründen.

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