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24.05.2013

17:48 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax rettet sich knapp über 8.300 Punkte

Der Dax beendet den zweiten Tag in Folge im Minus. Trotz der Turbulenzen auf den weltweiten Aktienmärkten hat der Leitindex auf Wochensicht nicht viel verloren. Doch die Angst vor einer größeren Korrektur wächst.

Eine Woche der Verluste: Dax erholt sich nicht mehr

Video: Eine Woche der Verluste: Dax erholt sich nicht mehr

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FrankfurtSelbst überraschend gute Wirtschaftsdaten aus den USA und Deutschland haben den Dax am Freitag nicht im Plus halten können. Der Leitindex setzte seine Talfahrt vom Vortag fort und verlor am Ende 0,56 Prozent auf 8.305 Punkte. Auf Wochensicht gab der Dax 1,1 Prozent nach.

„Die Leute wollen Kasse machen“, sagte Alastair Winter, Chef-Ökonom des Brokerhauses Daniel Stewart. „Ganz besonders natürlich im Mai“, fügte er in Anspielung auf die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ hinzu. Andere Börsianer machten zudem das anstehende verlängerte Wochenende in Großbritannien und den USA für die Gewinnmitnahmen verantwortlich. Angesichts der jüngsten Kursturbulenzen wolle niemand riskieren, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Der Techdax verlor am Freitag noch einmal 0,31 Prozent auf 957,98 Punkte, der MDax schloss bei 13.987 Punkten und einem Plus von 0,02 Prozent. Der Euro Stoxx 50 gab 0,8 Prozent auf 2.755 Zähler nach.

Ian Stannard, Chef der europäischen Devisenstrategie bei Morgan Stanley, wies auf einen anderen Aspekt hin: „Es gab die Erwartung, dass die EZB die Geldpolitik weiter lockert.“ Nachdem jedoch einige Konjunkturdaten positiv überrascht hätten, habe der Handlungsdruck nachgelassen.

Der Ifo-Index stieg im Mai auf 105,7 Punkte von 104,4 Zählern im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Wert von 104,5 Stellen gerechnet. „Die Konjunktur fängt sich“, sagte DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann. Aber: „Ganz große Sprünge gibt es vorerst nicht.“

Bei den Unternehmen gehörten HSBC mit einem Minus von 1,9 Prozent auf europäischer Ebene zu den größten Verlierern. Die in London gelisteten Papiere der Großbank litten unter Spekulationen auf ein schwächeres Wachstum des wichtigen asiatischen Marktes, sagte Analyst Mike van Dulken vom Online-Broker Accendo. Hinzu kommen die Verzögerungen bei den Verhandlungen über einen 1,9 Milliarden Dollar schweren Vergleich in einem US-Verfahren wegen angeblicher Geldwäsche. „Im schlimmsten Fall könnte HSBC seine US-Banklizenz verlieren“, betonte Analyst Andrew Lim von der Bank Espirito Santo.

An der Wiener Börse bildeten die Aktien der Raiffeisen Bank das Schlusslicht. Sie verloren 2,2 Prozent, nachdem der langjährige Chef Herbert Stepic wegen einer Affäre um seine Immobiliengeschäfte zurückgetreten war.

Zum Abschluss des Bezugsrechte-Handels für die neuen Titel gaben Commerzbank 2,4 Prozent auf 7,66 Euro nach. Das Geldhaus hatte seinen Aktionären rund 555 Millionen Papiere zum Preis von je 4,50 Euro angeboten. Die Bezugsrechte brachen am Freitag um 13,1 Prozent auf 2,78 Euro ein. Mit dem Geld aus der Kapitalerhöhung will die Commerzbank die restlichen Stillen Einlagen des Bankenrettungsfonds SoFFin und des Versicherungskonzerns Allianz tilgen.

Kommentare (44)

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24.05.2013, 07:55 Uhr

Das Problem ist,dass die guten Aktien schon zu teuer sind.Gerade mal Banken und Autos sind noch billig,aber konjunktursensibel.Ne Coba ist sicher der totale Underperformer,aber wer will dort schon investieren? Ne Merck z.B. ist mit einem Nettogewinn von 2,61(2012) und einem Kurs von 124 definitiv zu teuer.Nur sie kommt auch von unter 30 in 2000,das sollte jeder wissen.Damals galt sie als Langweiler,obwohl schon damals der Nettogewinn je Aktie bei 2,50 lag.

Korrektur

24.05.2013, 08:40 Uhr

Heute Paulchen?

Glaskugel

24.05.2013, 08:43 Uhr

Das meinen die Chart-"Experten":

Der DAX sollte gestern bis 8400 fallen, dann bis 8480 steigen, um dann weiter nachzugeben. Das Tief kam erst bei 8281 zustande. Die Gegenbewegung ist erst von der DAX Future 200 Stunden Linie (EMA200 bei 8280) angelaufen. Allgemein gilt: Der DAX hat am Mittwoch bei 8480 einen größeren Rallyabschnitt mit dem Test der 161% Extension des Ausbruchs über 8074 beendet. Der Fehlausbruch darüber spielt keine Rolle. Die Ziele der nächsten Tage lassen sich überdurchschnittlich zuverlässig berechnen.

Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 8352

Widerstände: 8390/8410 + 8450/8480
Unterstützungen: 8325 + 8280 + 8180 + 8150 + 8075

Charttechnischer Ausblick:
Das erste große DAX mittelfristige Ziel der Rally der letzten 4 Wochen bei 8480 ist abgearbeitet! Es gab nach einer hochvolumigen Bullenfalle über 8480 am Folgetag sofort eine große Verkaufswelle.

Gegenbewegungen dürften in den nächsten Handelsstunden spätestens bei 8450/8480 enden.
Danach fällt der DAX erneut bis mindestens bis 8280, wahrscheinlich aber sogar bis 8075/8150 (max. 7850).

Fällt der DAX vorzeitig unter 8280, so wird das Ziel 8450 nicht mehr erreicht und es geht sofort abwärts bis 8075.

Oberhalb von 8560 könnte der DAX direkt weiter explodieren!

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