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23.04.2014

17:45 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax rutscht unter 9600 Punkte

Der jüngste Dax-Höhenflug ist vorerst beendet. Neue Konjunktursorgen dämpften heute die Kauflaune der Anleger. Zudem sorgte die Ukraine-Krise erneut für Unruhe am Markt. Portugal stand bei Anlegern dagegen hoch im Kurs.

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FrankfurtEnttäuschende französische und amerikanische Konjunkturdaten haben Europas Aktienanleger am Mittwoch die Stimmung verdorben. Nach dem jüngsten Höhenflug verlor der Dax 0,58 Prozent auf 9544 Punkte. Der Euro Stoxx 50 büßte 0,65 Prozent auf 3178 Punkte ein. Der Euro verteuerte sich dagegen auf 1,3840 Dollar.

Das Konjunkturbarometer der französischen Einkaufsmanager für April ging auf 50,5 Stellen von 51,8 Punkten zurück. Damit lag es nur noch knapp über der Schwelle von 50 Zählern, die Wachstum signalisiert. Angesichts der recht guten Zahlen in den vorangegangenen Monaten seien die aktuellen Daten enttäuschend, sagte Analyst David Madden vom Brokerhaus IG Markets. „Sie zeigen, wie fragil die französische Konjunktur wirklich ist. Die Kluft zwischen Frankreich und Deutschland wächst."

Der deutsche Einkaufsmanager-Index stieg indes auf 56,3 Punkte von 54,3 Zählern im Vormonat. Das Barometer für die Euro-Zone markierte mit 54 Zählern sogar ein 35-Monats-Hoch. Diese Zahlen böten keine Nahrung für die Spekulationen auf eine Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB), betonte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg.

Für eine Enttäuschung an Europas Aktienmärkten sorgten zudem schwache Wirtschaftsdaten aus den USA. Die Zahl der US-Neubauverkäufe brach im März überraschend stark ein. Damit lieferte der US-Immobilienmarkt erneut ein Zeichen der Schwäche.

Entwicklung von Aktienindizes - 1. Quartal 2014

Japan

Nikkei

- 8,88 Prozent

Großbritannien

FTSE 100

- 2,23 Prozent

USA

Dow Jones

- 0,72 Prozent

Deutschland

Dax

+ 0,04 Prozent

Euro-Zone

Euro Stoxx 50

+ 1,69 Prozent

Frankreich

CAC 40

+ 2,22 Prozent

Spanien

Ibex 35

+ 4,27 Prozent

Italien

FTSE MIB

+ 14,36 Prozent

Griechenland

ASE Index

+ 14,88 Prozent

Portugal

PSI 20

+ 15,99 Prozent

Neben den enttäuschenden Daten aus Frankreich und den USA dämpfte auch die Furcht vor einer Eskalation der Ukraine-Krise die Kauflaune der Aktienanleger. Die Regierung in Kiew will eine Offensive gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes starten. Dies trieb die Kosten für die Absicherung ukrainischer und russischer Staatsanleihen gegen Zahlungsausfälle in die Höhe. Gleichzeitig gaben die Leitindizes der Moskauer Börse jeweils ein knappes Prozent nach und der russische Rubel verlor sowohl zum Dollar als auch zum Euro an Wert.

Am Rohstoff-Markt schürte die drohende Verschärfung westlicher Sanktionen gegen Russland Spekulationen auf einen Angebotsengpass bei Nickel. Das Land ist der weltweit zweitgrößte Exporteur dieses für die Stahl-Herstellung benötigten Metalls, dessen Preis zeitweise auf ein 15-Monats-Hoch von 18.525 Dollar je Tonne stieg.

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