Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.11.2012

17:37 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax schafft Gewinnserie

Der Dax marschiert weiter nach oben. Positive Konjunkturdaten aus China sorgten für Auftrieb. Damit eroberte der Dax die 7200-Punkte-Marke wieder zurück. Die Umsätze an den Märkten blieben allerdings relativ gering.

Börse Frankfurt am Abend

Video: Börse Frankfurt am Abend

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtIn der Hoffnung auf eine Erholung der Weltkonjunktur haben Anleger am Donnerstag bei europäischen Aktien zugegriffen. Sie stützten ihren Optimismus dabei auf positive Konjunkturdaten aus China und der Euro-Zone. Der Dax ging am Ende mit einem Plus von 0,84 Prozent auf 7245 Punkte aus dem Handel.

"Es gab eine Menge Bedenken wegen der Aussichten für das Weltwirtschaftswachstum", sagte Aktienstratege Robert Parkes von HSBC Securities. "Vor diesem Hintergrund ist jede Verbesserung der chinesischen Daten willkommen." Der Konjunkturindex der chinesischen Einkaufsmanager kletterte zum ersten Mal seit 13 Monaten wieder über die Schwelle von 50 Punkten und signalisierte damit Wirtschaftswachstum. "Zwar dürften von der aktuellen Erholung zunächst vor allem chinesische Unternehmen profitieren", schrieb Thomas Gitzel, Volkswirt der VP Bank, in einem Kommentar. "Doch exportstarke Länder wie Deutschland werden über kurz oder lang ebenfalls in den Genuss von zunehmenden Auftragseingängen aus China kommen."


Der Tag an den Märkten (Stand: 17:35 Uhr)

Dax

7.478 Punkte (+ 0,99 Prozent)

Dow Jones

13.064 Punkte (+ 0,33 Prozent)

Nikkei

+ 0,13 Prozent (Schlussstand vom Montag)

Euro

1,3040 Dollar

Gold

1.714 Dollar

Öl (Brent)

112,01 Dollar

Mit gewisser Erleichterung reagierten Investoren auf die teilweise besser als erwartet ausgefallenen europäischen Einkaufsmanager-Indizes. "Die gute Nachricht ist, dass es erste Anzeichen für eine Erholung gibt", sagte Analyst Alan Clarke von der Scotia Bank. Die Schlechte Nachricht sei, dass die Zahlen immer noch auf eine Rezession hindeuteten. Der europäische Einkaufsmanager-Index für die Industrie stieg im November überraschend stark auf 46,2 Punkte, blieb damit aber unter den Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Da die Wall Street wegen des US-Erntedankfestes (Thanksgiving) geschlossen blieb, hielten sich auch viele europäische Marktteilnehmer zurück. So lag der Aktienumsatz der Dax-Werte am Mittag mit 1,2 Milliarden Euro etwa 15 Prozent unter dem Niveau zur gleichen Zeit des Vortages.


Chartanalyse: „Der Dax kann neue Höchststände erreichen“

Chartanalyse

„Der Dax kann neue Höchststände erreichen“

Müssen wir uns um den Dax sorgen? Als der Index kurz unter 7.000 Punkte sackte, waren viele Anleger besorgt. Ein Charttechniker erklärt, warum ihm nicht bange ist und was er von „psychologisch wichtigen“ Marken hält.

Spitzenreiter der ersten deutschen Börsenliga waren die Commerzbank, deren Aktien sich um 6,5 Prozent verteuerten. Air France legten an der Pariser Börse 2,6 Prozent zu und die Titel der British Airways-Muttergesellschaft IAG gewannen in London 1,6 Prozent. Die Papiere der beiden Billig-Flieger Ryanair und EasyJet gewannen jeweils 1,3 Prozent.

Im Nebenwerte-Index MDax zogen die Aktien von Celesio um 2,1 Prozent auf 13,67 Euro an. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge lotet Firmenchef Markus Pinger aus, welcher Investor - falls notwendig - den 54,6-prozentigen Anteil von Haniel erwerben könnte. Das heize die bereits bestehenden Übernahmefantasien rund um Celesio wieder an, schrieb DZ Bank-Analyst Thomas Maul in einem Kommentar. Ein Haniel-Sprecher sagte auf Reuters-Anfrage, der Konzern habe keine Absichten, seinen Celesio-Anteil zu veräußern.

An der Londoner Börse stachen SABMiller mit einem Kursplus von 6,9 Prozent heraus. Der weltweit zweitgrößte Bierbrauer, zu dessen Marken Pilsner Urquell und Miller Genuine Draft gehören, hatte dank guter Geschäfte in Afrika und Lateinamerika ein Umsatz- und Gewinnplus bekanntgegeben. Rivale und Weltmarktführer Anheuser-Busch Inbev notierte an der Brüsseler Börse 0,6 Prozent fester.

Welche Aktien die Analysten verschmähen - Deutschland

Hannover Rück

Branche: Versicherung

Analystenurteile: 31

davon positiv: 7

positiv in Prozent: 23%

Vossloh

Branche: Maschinenbau

Analystenurteile: 18

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 22%

Beiersdorf

Branche: Konsum

Analystenurteile: 36

davon positiv: 8

positiv in Prozent: 22%

Aixtron

Branche: Elektronik

Analystenurteile: 32

davon positiv: 7

positiv in Prozent: 22%

Rational AG

Branche: Großküchen

Analystenurteile: 11

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 18%

Bang & Olufsen

Branche: Unterhaltungselektronik

Analystenurteile: 6

davon positiv: 1

positiv in Prozent: 17%

Puma

Branche: Bekleidung

Analystenurteile: 26

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 15%

Merck KGaA

Branche: Pharma

Analystenurteile: 29

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 14%

Fuchs Petrolub

Branche: Öl

Analystenurteile: 17

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 12%

Fielmann

Branche: Handel

Analystenurteile: 18

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 11%

Deutz AG

Branche: Motoren

Analystenurteile: 10

davon positiv: 1

positiv in Prozent: 10%

Douglas Holding

Branche: Handel

Analystenurteile: 13

davon positiv: 0

positiv in Prozent: 0%

SGL Carbon

Branche: Chemie

Analystenurteile: 16

davon positiv: 0

positiv in Prozent: 0%

Quelle: Factset, DZ Bank

Erleichterung über neue Konjunkturdaten aus der Euro-Zone hat am Donnerstag dem Euro neuen Schwung gegeben. Die Gemeinschaftswährung kletterte am Abend auf 1,2881 Dollar von etwa 1,2845 Dollar im frühen Geschäft. Damit lag der Euro so hoch wie zuletzt Anfang dieses Monats. Der Bund-Future lag mit 142,10 Zählern sieben Ticks niedriger.

Kommentare (22)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Wahnsinn

22.11.2012, 08:42 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

22.11.2012, 08:50 Uhr

Liebes Handelsblatt, nimmt mal die rosa Brille ab und macht nicht auf Marktschreier. Bei euch fehlt eine kritische Analyse der Lage.
Was wir gesehen hatten, was bis jetzt eine technische Reaktion. Wir müssen erstmal den Tag abwarten.

Account gelöscht!

22.11.2012, 09:30 Uhr

Auch heute befinden wir uns in einem irrationalen Überschwang (O-Ton Greenspan 2000) getrieben vom Geld der Notenbanken. Ein Absturz von >500 Punkten im Dax und natürlich auch folglich den anderen Indizes innerhalb von Stunden ist jederzeit!! möglich und keinesfalls eine Utopie.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×