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02.04.2013

17:46 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax schließt fast zwei Prozent im Plus

Der Dax ist mit Schwung in das neue Quartal gestartet. Am heutigen Handelstag ging es gleich über zwei psychologisch wichtige Marken. Für Auftrieb sorgte einmal mehr die größte Volkswirtschaft der Welt.

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Neues Quartal, neues Glück: Nach der Osterpause sind die Dax-Anleger am Dienstag guter Dinge in die erste Handelswoche im April gestartet. Der Dax legte kräftig zu. Am Ende ging es um satte 1,91 Prozent auf 7943 Punkte nach oben.

Für Auftrieb sorgten insbesondere positive Konjunktursignale aus den USA. Die erwarteten Auftragseingänge der US-Industrie verzeichneten mit 3,0 Prozent einen deutlich kräftigeren Anstieg als von Volkswirten erwartet. Gehoben wurde die Stimmung zudem durch Spekulationen über eine Übernahme von Teilbereichen des Mobilfunkriesen Vodafone.

Der Euro entfernte sich am Abend mit 1,2845 Dollar deutlich von seinem Vier-Monats-Tief aus der vergangenen Woche. Der Bund-Future fiel im Gegenzug um 31 Ticks auf 145,18 Zähler. Die Sorgen über die Auswirkungen des Rettungspakets für Zypern nähmen allmählich ab, sagte ein Händler. Vieles davon seit mittlerweile eingepreist, deshalb werde nun wieder in Aktien investiert und bei Bundesanleihen strichen kurzfristig orientierte Anleger Gewinne ein.

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Konjunkturdaten aus der Euro-Zone taten der Kauflaune keinen Abbruch. Die Industrie der Euro-Länder verliert zwar weiter an Kraft: Der Einkaufsmanagerindex fiel im März um 1,1 auf 46,8 Punkte. Seit August 2011 verharrt das Barometer damit unter der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. Auch die deutsche Industrie legte den Rückwärtsgang ein - hier rutschte der Index um 1,3 auf 49,0 Punkte ab. Ein Lichtblick ist allerdings die Entwicklung der Mitarbeiterzahl. Deutsche Unternehmen schufen erstmals seit einem halben Jahr wieder mehr Stellen als sie abbauten.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Unter den Einzelwerten bewegten am Dienstag vor allem Analystenkommentare die Kurse: E.ON rückten nach einer Hochstufung durch die Analysten der HSBC im Dax um 3,5 Prozent vor. Die Experten hatten die Aktien auf "neutral" von "underweight" gesetzt. RWE notierten zwei Prozent fester.

Kommentare (12)

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mono

02.04.2013, 11:24 Uhr

Wenn der Ausstieg der BRICS Staaten und dem Euro weitergeht und die auch noch Ihre Euro dotierten Aktien reduzieren, würde ich zusehen das ich nicht an der Börse bin.

Bullshitdetector

02.04.2013, 11:36 Uhr

abgehackt???????????? Abgehakt meint der Author wohl.
oder meint er abgekackt?
Es steht wirklich schlecht um die Deutsche Bildung.

Bullshitdetector

02.04.2013, 11:41 Uhr

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