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01.08.2013

17:55 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax schließt knapp über 8400 Punkten

Immer wieder das gleiche Muster: Die Notenbanken kündigen eine Fortsetzung der Geldschwemme an. Die Anleger jubeln. Für nahezu jede Assetklasse ging es heute kräftig nach oben. Einzige Verlierer: Gold und Euro.

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FrankfurtEs bleibt bei der Politik des billigen Geldes. US-Notenbankpräsident Ben Bernanke bekräftigte dies ebenso wie die Europäische Zentralbank. Weltweit zeigten sich Anleger am Donnerstag erleichtert. Nahezu jede Anlageklasse notierte im Plus. Der Dax legte um 1,63 Prozent auf 8410 Punkte zu. Für den Euro Stoxx 50 ging es um 1,26 Prozent 2803 Zähler nach oben. Auch Rohstoffe wie Kupfer und Öl waren gefragt.

Rückenwind erhielten die Aktienmärkte auch von der Konjunkturseite. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA fielen überraschend deutlich auf 326.000. Zudem stieg der viel beachtete US-Einkaufsmanagerindex auf ein 2-Jahres-Hoch von 55,4 Punkten. Das Barometer liegt damit deutlich über der 50-Punkte-Marke, ab der es Wachstum signalisiert.

Dass die Europäische Zentralbank wie erwartet den Leitzins bei 0,5 Prozent beließ, rief dagegen keine Reaktionen hervor. Positiv nahmen Händler dagegen die anschließende Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi auf. Dieser deutete an, den Leitzins mindestens noch bis 2014 auf niedrigem Niveau zu halten. Er werde "für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau oder darunter liegen", sagte der EZB-Präsident.

Am Mittwoch kündigte bereits die Fed an, bis zu einer nachhaltigen Besserung der Konjunktur weiter Monat für Monat für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere zu kaufen. Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz geht davon aus, dass die Reduzierung der Anleihenkäufe nach hinten verschoben werden dürfte, falls die Teuerung nicht kurzfristig anzieht.

Der Euro zog in Reaktion auf die Fed-Entscheidung auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 1,3344 Dollar an, bröckelte am Donnerstag aber wieder auf 1,3220 Dollar ab. Für Edelmetalle ging es am Donnerstag ebenfalls kräftig nach unten. Gold verlor knapp einen Prozent, für Silber ging es um 0,8 Prozent nach unten.

Für Zuversicht am Aktien- und Rohstoffmarkt sorgten auch Daten aus der chinesischen Industrie: Der offizielle Einkaufsmanagerindex (CFLP PMI) stieg im Juli überraschend um 0,2 auf 50,3 Punkte. Das Barometer hielt sich damit über der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.

Kupfer - China gilt als der weltweit größte Verbraucher des Industriemetalls - verteuerte sich um bis zu 1,9 Prozent auf 7006 Dollar je Tonne. Der Preis für US-Öl der Sorte WTI stieg um 1,6 Prozent auf 106,76 Dollar je Fass, Brent wurde mit 109,16 Dollar 1,4 Prozent höher gehandelt.


Kommentare (52)

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Gipfelstuermer

01.08.2013, 07:50 Uhr

Draghi = "What ever it takes" + "We will keep rates low as long as needed" = Dax 8500 bis zum Wochenende:-)

Programmierer_in_Therapie

01.08.2013, 07:57 Uhr

Die Börse steigt und steigt. Ich sag es Euch doch schon seit Tagen. Keiner muss mehr arbeiten. Dax wieder über 8300 und wird auf 8400 bis zum Tagesende steigen. So einfach wahr Geld verdienen noch nie.

Programmierer

01.08.2013, 07:58 Uhr

"Anleger wagen sich noch nicht aus der Deckung"
Lächerlich, über Nacht gehen die großen mit ihren
Hochfrequenzalgotradingrechnern long, zur Eröffnung den Gewinn verdreifacht.
Alles Dank der Fed und seinem Jünger Draghi in Europa.
Das Casino ist wieder eröffnet, die Geldvermehrungsmaschine angeworfen.
Da muß man nicht arbeiten, aber ich habe das Schneeballsystem durchschaut.

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