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08.01.2014

17:45 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax schließt knapp unter 9500 Punkten

Trotz positiver Konjunkturdaten blieben die Anleger dem heutigen Handel fern. Der Dax schloss am Ende knapp im Minus. Auch der Euro und die Edelmetalle verloren an Boden. Gefragt waren dagegen die Papiere von K+S.

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FrankfurtAuch unerwartet gute Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben die Anleger am Mittwoch relativ kalt gelassen. Ein lustloser Dax verabschiedete sich mit einem kleinen Verlust von 0,09 Prozent auf 9497 Punkten aus dem Handel. Die US-Konzerne hatten im Dezember mit 238 000 Jobs mehr neue Jobs als erwartet geschaffen. Die deutliche Verbesserung der Arbeitsmarktlage setze sich fort, erklärte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. „Insofern könnten Erwartungen geschürt werden, wonach die US-Notenbank den eingeschlagenen Kurs der QE3-Kürzungen fortsetzt."

Die US-Notenbank Fed hatte im Dezember eine leichte Senkung der monatlichen Anleihekäufe (QE3) beschlossen. Da die Fed ihre Geldpolitik von eine nachhaltigen Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt abhängig gemacht hat, richten sich nun alle Augen auf die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden amtlichen Jobdaten. Der Euro gab bis zum Abend leicht auf 1,3580 von rund 1,36 Dollar zuvor nach. 

Angesichts der zuletzt positiven Signale für die Wirtschaft Europas und Amerikas haben Anleger am Mittwoch um Gold einen Bogen gemacht. Das gern in unsicheren Zeiten gefragte Edelmetall verbilligte sich um bis zu 0,8 Prozent auf 1222 Dollar je Feinunze. Ebenfalls belastend wirkte sich laut Händlern die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der US-Notenbank Fed aus. Anleger rätseln darüber, ob die Fed bei einer weiteren Verbesserung des Arbeitsmarktes ihre milliardenschweren Anleihenkäufe deutlich schneller als erwartet zurückfahren wird.



DWS-Prognose: Aktienmärkte

Aktienmärkte: Mehr Volatilität

Insgesamt dürfte es ein solides Jahr an den Finanzmärkten werden. Wir erwarten verhaltene Anstiege an den Kapitalmärkten, wenn auch nicht mehr so deutlich wie 2013. Allerdings rechnen wir mit einer höheren Volatilität.

Anhaltende Niedrigzinsen

Für den Kapitalanleger gilt angesichts des Niedrigzinsumfelds und der finanziellen Repression grundsätzlich: Er muss mehr ins Risiko gehen.

Unternehmensgewinne sind die Kurstreiber

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head Europe, Middle East and Africa Equities. Er sagt: „In den vergangenen Jahren standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

15 Prozent sind drin

Für die Fortsetzung des Kursanstiegs spreche auch, dass viele Investoren Aktien in ihren Depots immer noch untergewichtet haben. An den meisten Aktienmärkten sollten Renditen von bis zu fünfzehn Prozent erzielbar sein.

Europäische Aktien

An europäischen Aktien führt nach Ansicht der DWS-Experten kein Weg vorbei. Aktien in Europa seien historisch gesehen immer noch sehr günstig.

Solide: Zyklische Konsumgüter und Industrie

Investoren sollten zudem überlegen, auf konjunktursensitive Branchen zu setzen und Aktien aus den Bereichen zyklische Konsumgüter, Industrie und Finanzdienstleistungen über zu gewichten.

Wachstumsprofiteure: Small-Cap-Aktien

Small-Cap-Aktien dürften ebenfalls überdurchschnittlich von dem höheren Wirtschaftswachstum profitieren und sollten daher gegenüber Large-Cap-Papieren die Nase vorne haben. Anleger sollten Aktien zinssensitiver Unternehmen aus den Bereichen Versorger und Basiskonsum tendenziell untergewichten.

An den Rentenmärkten setzten die Anleihen der Euro-Sorgenkinder Spanien, Irland und Portugal ihren Aufwärtstrend fort. „Wir haben solide Nachfrage nach Anleihen aus der Peripherie, es gibt kaum Verkäufer", erklärte ein Händler. Die Anleger setzten auf ein Comeback der spanischen Wirtschaft und nach der erfolgreichen Rückkehr Irlands an den Kapitalmarkt auf einen ähnlichen Schritt Portugals. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Bonds fiel auf 3,764 Prozent und notierte damit so niedrig wie seit Dezember 2009 nicht mehr. Die entsprechende irische Rendite sank auf den niedrigsten Wert seit Anfang 2006. Die portugiesischen Renditen lagen so niedrig wie im Mai vorigen Jahres.


Kommentare (19)

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Account gelöscht!

08.01.2014, 08:24 Uhr

Zitat deltaone 07.01.2014 (19:19 Uhr) "30% Verlust? Sie sind ja wirklich der Einäugige maximus unter den anonymen Blinden. Sicherlich ist es Ihrer beschränkten Aufmerksamkeit entgangen, dass es Teilverkäufe gibt." ZITAT ENDE.

Unabhängig davon, dass solche unsachlichen Beleidigungen von einem registrierten (!) Nutzer stammen und nicht gelöscht wurden, ist das ein gutes Beispiel für die Selbstdarstellung und Wichtigtuerei einiger "erfolgreicher Trader" hier im Forum.

Seit gestern hat deltaone also "Teilverkäufe" getätigt und doch keinen so großen Verlust und wahrscheinlich schreibt er später, dass er ja durch den einzigen Trade von 9600 auf 9400, da die Position entsprechend groß war, gar keine Verluste mehr hat mit seiner "Strategie". Auch bezeichnend, dass er auf dicke Hose bei dem Gewinn von 9600 auf 9400 gemacht hat, aber (bisher) mit keinem Wort den realisierten Teilverlust erwähnt hat.

Realsatire pur. Aber ernstnehmen, kann man solche Typen bestimmt nicht.

Allen wirklich seriösen und langfristigen Anlegern wie beispielsweise farmer.tom etc. noch viel Erfolg!

Prekarier

08.01.2014, 09:07 Uhr

Sie dürfen so etas schreiben,denn Sie sind ein registrierter Nutzer,was für Herrn deltaone ein Qualitätsmerkmal ist.
Sie haben natürlich mit Ihrer Darstellung Recht.
Was dieser Herr hier von sich gibt,auch mit der Art und Weise,wie er mit Andersdenkenden( bestimmt sind diese aber erfolgreicher)umgeht , ist schon einzigartig,seiner angeblichen Bildung nicht angemessen.
Wenn man sein Handeln von der 7500 aufsteigend verfolgt, kann man nur stumm den Kopf schütteln.

alexfiftyfour

08.01.2014, 09:12 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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