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12.04.2012

17:51 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax schließt nach Berg- und Talfahrt im Plus

Der Dax hat den Tag nach kräftigem Auf und Ab deutlich im Plus beendet . Die Ergebnisse der Italien-Auktion und der US-Arbeitsmarktbericht sorgten für Kursbewegungen. Die Aktien von Infineon waren besonders gefragt.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtNach einer Berg- und Talfahrt hat der Dax am Donnerstag erneut mit klaren Gewinnen geschlossen. Beflügelt von der Hoffnung auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum in China kletterte der deutsche Leitindex bis Handelsschluss um 1,03 Prozent auf 6743,24 Punkte, nachdem er im Laufe des Tages mehrmals die Vorzeichen gewechselt hatte. Damit verbuchte das Börsenbarometer nach dem Einbruch zu Wochenbeginn den zweiten Tag infolge wieder Gewinne. Noch besser hielten sich die anderen Indizes: Der MDax gewann 2,22 Prozent auf 10 670,73 Punkte hinzu, der TecDax kletterte um 2,05 Prozent auf 782,25 Punkte.

Laut Marktstratege Gregor Kuhn von IG Markets waren die Anleger hin und her gerissen zwischen Hoffnung auf eine gute US-Berichtssaison, erneuten Sorgen über die europäische Schuldenkrise sowie durchmischten Nachrichten aus den USA. „Der Dax ist launisch wie das Aprilwetter“, kommentierte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Im späten Handel hatten Gerüchte dem Markt auf die Sprünge geholfen, wonach das Wachstum beim chinesischen Bruttosozialprodukt (BIP) im ersten Quartal stärker als erwartet ausfallen könnte. China wird die Daten am frühen Freitag bekannt geben. Stützend wirkte auch die Nachricht, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen bis 2014 konstant niedrig halten will

Der Tag an den Märkten (Stand 18:09 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

CSI 300 (China)

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Die Auktion italienischer Anleihen ist mit großer Erleichterung aufgenommen worden. Die Renditen zehnjähriger Papiere des hoch verschuldeten Landes gaben leicht nach und notierten zuletzt bei 5,474 Prozent nach 5,541 Prozent im Vortagesgeschäft. Der Euro kletterte mit bis zu 1,3176 Dollar auf den höchsten Stand seit einer Woche. "Die Auktion war nicht überragend, aber auch kein Desaster," sagte HSBC-Analyst Sebastian von Koss. Italien habe den Investoren zwar wieder mehr Zinsen bieten müssen, das sei angesichts der zuletzt steigenden Renditen am Sekundärmarkt aber keine Überraschung gewesen. Italien sammelte knapp 4,9 Milliarden Euro bei der Auktion ein, die durchschnittliche Rendite für die bis 2015 angebotenen Papiere kletterte allerdings auf 3,89 Prozent, nach zuletzt 2,76 Prozent. Es war der höchste Wert seit Mitte Januar. Italien war zuletzt wie Spanien wieder stärker in den Fokus der Finanzmärkte gerückt. Die Refinanzierungskosten beider Staaten hatten sich wieder erhöht und für Nervosität an den Märkten gesorgt. "Die Finanzierungsbedingungen für die Peripherie werden härter", betonte Zinsstratege Michael Leister von der DZ Bank.

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Neben der Auktion trugen aber auch die Aussagen des EZB-Direktoriumsmitglieds Benoit Coeure dazu bei, dass der Trend zu steigenden Renditen zumindest vorläufig gestoppt wurde. Der Notenbanker hatte am Mittwoch angedeutet, dass die Europäische Zentralbank am Staatsanleihenmarkt angesichts steigender spanischer und italienischer Renditen wieder als Käufer aktiv werden könnte. Seitdem wehe wieder ein zarter Hauch von Risikoappetit durch den Markt, schreibt Commerzbank-Analystin Carolin Hecht in einem Kommentar.

Peter Tse, Direktor von ScotiaMocatta in HongKong, erklärte, die Coeure-Aussagen vom Mittwoch hätten die Märkte etwas beruhigt. Insgesamt bleibe die Aussicht für die Euro-Zone jedoch düster. Sollte die Unsicherheit bezüglich des Ausgangs der Schuldenkrise wieder zunehmen, dürfte davon laut Tse vor allem Gold profitieren.

Der Arbeitsmarkt in den USA hat einen überraschenden Dämpfer erhalten und sorgte zeitweise für große Kursverluste. In der vergangenen Woche stellten 380.000 Amerikaner einen neuen Antrag auf Arbeitslosenhilfe und damit so viele wie seit Januar nicht mehr, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Rückgang auf 355.000 erwartet. In der Woche davor waren es 367.000 gewesen. Einige Experten wie John Canally von LPL Financial in Boston begründeten den überraschenden Anstieg mit statistischen Effekten wegen der Ostertage. Er gehe davon aus, dass die Zahl bald wieder sinken werde.

Kommentare (55)

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Abgehoben

12.04.2012, 07:23 Uhr

Den Aufschwung totbeten, Lieblingsdisziplin seit einem Jahr. Irgendwann wird man damit recht haben wie die stehende Uhr, die auch zwei mal am Tag richtig geht.

Ansonsten nur Geschwätz und Gerüchtestreuerei im Handelsblatt-Online. Moderner Journalismus des 21. Jahrhunderts. Wahrscheinlich jedoch anregend für den Handel mit Wertpapieren.

An vielen Schreiberlingen hier kann man erkennen, wie die Meldungen auf die Befindlichkeit wirken. Angst, Nervosität, Panik, Gier, Übermut, Größenwahn. Lehrbuchbeispiele aus der Behavioral Finance.

Account gelöscht!

12.04.2012, 08:20 Uhr

Und nun um 8.20 die Indikatoren für den DAX im Plus, der DAX über 6700! Fürs HB zwei Möglichkeiten: Negative Nachrichten noch weiter übertreiben, oder Nachrichtenlage um 180% drehen.
Man kann die Negativdiskussionen auf diesem Gebiet nicht mehr lesen!

nanoflo

12.04.2012, 08:23 Uhr

Bla Bla Bla
Prophezeiung hier, Warnung da.
Ich kanns nimmer hören......
Verschont uns mit so Geschwätz!!!
1. kommt es anders
2. als man denkt!!!
Kein seriöser Mensch kann die Zukunft vorhersagen ohne zu lügen!!!!!

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