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18.04.2013

17:50 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax-Talfahrt geht weiter

Der Dax findet weiter keinen Halt. Am heutigen Handelstag stürzte der Leitindex bereits unter die nächste psychologisch wichtige Marke. An den Börsen macht sich Sorge breit, denn ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.

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FrankfurtEnttäuschende US-Konjunkturdaten haben die zarte Erholung an den deutschen Aktienmärkten heute zunichte gemacht. Der Dax verlor nach einem durchgehend positiven Handel am Ende 0,39 Prozent 7473 Punkte.

Die Verkaufswelle folgte kurz nach der Veröffentlichung neuer enttäuschender Konjunkturdaten in den USA. So war der Konjunkturindex der Philly-Fed für April mit einem Plus von 1,3 Punkten schlechter als erwartet ausgefallen.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

"Es herrscht Ratlosigkeit, den Ausverkauf gestern hatten die wenigsten auf dem Zettel, und jetzt ist die Frage für die Investoren: Muss ich mich neu positionieren?", sagte ein Börsianer. Am Mittwochvormittag war der Dax binnen Minuten um rund 200 Punkte eingebrochen und hatte 2,3 Prozent tiefer geschlossen. Über die wahren Gründe hierfür rätselte der Markt auch am Donnerstag noch.

"Die Leute wollen kaufen, sind sich aber nicht sicher", sagte Aktien-Experte Ian Huggard von NCB Stockbrokers. Dabei verhindere die anhaltende Flut billigen Notenbank-Geldes weitere größere Rückschläge. "Gib dem Markt gute Nachrichten und es wird wieder aufwärts gehen", fügte er hinzu.

Auf Charttechnik spezialisierte Analysten äußerten sich zurückhaltender. Die Aussichten hätten sich sowohl für Dax als auch für EuroStoxx50 eingetrübt. Commerzbank-Analystin Petra Kerssenbrock hielt einen Rückgang des pan-europäischen Index auf bis zu 2500 Punkte für möglich.


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Von den Unternehmen kamen am Donnerstag kaum positive Nachrichten. RWE -Vorstandschef Peter Terium sagte auf der Hauptversammlung, dass das Ergebnisniveau nach 2013 kaum noch zu halten sei. "Sieht das wie eine Gewinnwarnung aus, der Blick auf die Aktie beantwortet die Frage", sagte ein Händler. Die Papiere fielen zeitweise auf ein Vier-Wochen-Tief von 28,46 Euro und notierten am Ende 2,48 Prozent schwächer. Konkurrent Eon verbuchte ein Kursminus von 1,38 Prozent.

Im Nebenwerte-Index MDax brachen SGL Group um 9,72 Prozent auf 27,08 Euro ein. Weil das Geschäft mit Carbonfasern und Spezialgrafiten nicht in Fahrt kommen will, kassierte der Wiesbadener Konzern seine ohnehin schon trüben Jahresziele.

Schlechte Nachrichten auch für Aktionäre von Solarworld : Das ehemalige Vorzeigeunternehmen hat sein gesamtes Grundkapital verloren. Die in keinem großen Index mehr gelisteten Titel des Solarkonzerns brachen um fast 30 Prozent ein. Mit 0,56 Euro waren die Aktien zeitweise so billig wie seit neuneinhalb Jahren nicht mehr.

Auf europäischer Ebene fielen Nokia um bis zu 12,7 Prozent auf ein Fünf-Monats-Tief von 2,30 Euro. Der finnische Handy-Hersteller gab einen 20-prozentigen Umsatzeinbruch bekannt und steckt in den roten Zahlen fest.

Kommentare (19)

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fghj

18.04.2013, 07:18 Uhr

Was für ein Zufall, nach diesem Drop gestern.erinnert mich irgendwie an den Drop von Montag und die eröffnung des DAX am Dienstag.Bzw.Die negativ eröffnung am Mittwoch weil die US Märkte am Dienstag abend so stark waren....

fghj

18.04.2013, 09:14 Uhr

Gap is zumindest mal dicht...

Account gelöscht!

18.04.2013, 09:21 Uhr

Wenn wir heute keine leichte Erholung sehen sollten wird es in den kommenden Wochen richtig hässlich.
Gehe aber davon aus das wir erst mal noch bis ca. 7700 laufen werden, hab mich jedenfalls mal so positioniert.

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