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20.09.2012

17:51 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Dax verliert den Schwung

Nur Dank eines fulminanten Schlussspurts konnte der Dax Verluste vermeiden. Positive US-Daten sorgten am Nachmittag für Auftrieb. Schwache Konjunkturdaten aus Europa schüren globale Wachstumssorgen.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtDank eines fulminanten Schlussspurts ist der Dax nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Nach Börsenschluss notierte das Marktbarometer mit 0,02 Prozent auf 7389 Punkte nur leicht im Minus.

Für Auftrieb sorgten am Nachmittag positive US-Konjunkturdaten. Der Philadelphia Fed Index fiel überraschend besser aus, als erwartet. Zuvor sorgten enttäuschende Konjunkturdaten aus China und Europa für Kursverluste.

"Die Wirtschaftstätigkeit in China ist immer noch schwach und das erschreckt die Europäer", sagte ein Händler. Auch die konjunkturelle Entwicklung in der Euro-Zone sei weiterhin mit vielen Unsicherheiten verbunden, ergänzte ein anderer Börsianer.

Chinas Industrie hat sich einer Umfrage zufolge zuletzt zwar etwas stabilisiert, die Geschäfte schrumpften im September jedoch den elften Monat in Folge.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:30 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Wenig Mut machten auch Konjunkturdaten aus Europa. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel überraschend stark auf den tiefsten Stand seit Juni 2009. "Der Rückgang erinnert daran, dass das neue Anleihenkaufprogramm der EZB nicht die Antwort auf alle Fragen in der Region ist", sagte Volkswirt Ben May von Capital Economics. Anfang September hatte die Europäische Zentralbank bekanntgegeben, Anleihen klammer Eurozonen-Länder zu kaufen.

Einen Hoffnungsschimmer gab es aus Deutschland. Hier stieg der Einkaufsmanagerindex zum ersten Mal seit Januar und lag mit 49,7 Punkten zudem nur knapp unter der wichtigen 50-Punkte-Marke, ab der das Barometer Wachstum signalisiert. "In Deutschland gibt es Anzeichen dafür, dass die Wirtschaft wieder auf ihre Beine kommt", urteilte Peter Dixon von der Commerzbank.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA bleibt auf hohem Niveau. Sie fiel in der abgelaufenen Woche nur um 3000 auf 382.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 375.000 gerechnet. Die Wirtschaft wachse derzeit langsam, sagte Analyst Gary Thayer von Wells Fargo Advisors. Die Beschäftigung werde wahrscheinlich zulegen. "Aber es wird nicht reichen, um die Arbeitslosenquote wirklich spürbar zu senken." Die Quote lag im August bei 8,1 Prozent und damit deutlich höher als in der Zeit vor der Finanzkrise.

Der schwache Arbeitsmarkt gilt als größte Hürde für ein stärkeres Wirtschaftswachstum und setzt US-Präsident Barack Obama kurz vor der Wahl im November unter Druck.

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Nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus China haben sich die Euro-Anleger am Donnerstag von der Gemeinschaftswährung getrennt. Der Euro notierte auf einem Ein-Wochen-Tief von 1,2939 Dollar nach 1,3044 Dollar im New Yorker Schlussgeschäft vom Mittwoch. Chinas Industrie hat sich einer Umfrage zufolge zuletzt zwar etwas stabilisiert. Mit 47,8 Zählern blieb der Einkaufsmanagerindex jedoch weiter unter 50-Punkte-Marke und signalisiert damit eine anhaltende Abschwächung im Verarbeitenden Gewerbe", schrieb Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz in einem Kommentar. Das habe zu einem generellen Anstieg der Risikoaversion unter den Investoren geführt.

Als sichere Hafen waren deutsche Staatspapiere gefragt. Die Zinsen der zehnjährigen Bundesanleihen gingen auf 1,535 Prozent nach 1,587 Prozent am Vortag zurück. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Papiere stieg vor einer Auktion mehrerer langjähriger Anleihen im Volumen von 4,5 Milliarden Euro auf 5,767 Prozent nach 5,730 Prozent im Schlussgeschäft vom Mittwoch.

Kommentare (8)

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Humburger

20.09.2012, 10:56 Uhr

Hallo!? Wo seid ihr denn alle heute morgen? Schwache China-Daten belasten DAX. Wäre nach EZB und FED jetzt nicht eh längst mal die PBOC am Zug?

Account gelöscht!

20.09.2012, 12:09 Uhr

Moin Moin zusammen. So so...die Anleiheauktionen sind also ÜBERRASCHENDER WEISE gut ausgefallen. Und Europa scheint gerettet?

Das hier die EZB massiv eingreift hat wohl noch keiner gemerkt? Die EZB drückt nur mit größerer Kraft den Deckel auf den Topf, während die Südeuropäischen Ländern die Flamme hochdrehen. So fällt der Knall dann besonders heftig aus und Europa scheitert an Politikern, die sich allesamt aus der Finanzbranche schmieren lassen.

Was miserabel anfing nimmt ein schreckliches Ende. Börsenweisheiten hin oder her. Mittlerweile trommeln alle Käseblätter wieder Aktien zu kaufen. Ein positives Zeichen für uns Shorties.

Account gelöscht!

20.09.2012, 12:20 Uhr

Ach, wäret ihr doch mal RICHTIGE "Shorties", und würden nicht nur mit Peanuts-Einsätzen in primitiven Optionsscheinmüll rumdaddeln, sondern mit Aktien Leerverkäufen bzw. Eurex-Futures. Dann wäret ihr wenigstens jetzt bankrotter als GR, und hätten nicht nur ihr Taschengeld verzockt.

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