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28.02.2013

17:45 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Die Dax-Rally geht weiter

Der Schock nach der Italien-Wahl scheint verdaut zu sein. Die Anleger zeigten sich heute bereits den zweiten Tag in Folge in Kauflaune. Die Hoffnungen der Investoren liegen dabei wieder einmal auf Fed-Chef Bernanke.

Börse am Abend

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FrankfurtDas Bekenntnis des US-Notenbankchefs Ben Bernanke zu weiteren Konjunkturhilfen der Fed hat den europäischen Börsen am Donnerstag Auftrieb gegeben. In der Hoffnung auf eine anhaltende Erholung der Weltwirtschaft griffen sie vor allem bei Aktien zu. Die schwierige Regierungsbildung im Krisenland Italien bremste den Anstieg allerdings.

"Es ist beruhigend, dass die Fed das 'Quantitative Easing' auf absehbare Zeit nicht zurückfahren wird", sagte Joe Rundle, Chef-Händler des Brokerhauses ETX Capital. Von "Quantitative Easing" sprechen Börsianer, wenn Notenbanken die Notenpresse anwerfen, um mit dem zusätzlichen Geld der Konjunktur unter die Arme zu greifen. Bernanke hat in einer Anhörung vor dem US-Kongress die ultra-lockere Geldpolitik seines Hauses verteidigt und damit vorangegangene Spekulationen zerstreut, denen zufolge die Fed früher als bislang gedacht ihre Anleihe-Käufe zurückfahren oder sogar ganz aufgeben könnte.

Das sind Qualitätsaktien wert

Coca Cola

Marktkapitalisierung: 168 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 3 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 8,4 Prozent

Heinz

Marktkapitalisierung: 23 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 2,9 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 20,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 32,7 Prozent

L'Oreal

Marktkapitalisierung: 67 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 2,2 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 21,6

Kursentwicklung (1 Jahr): + 28,3 Prozent

LVMH

Marktkapitalisierung: 67,5 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 2,4 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 5,6 Prozent

McDonalds

Marktkapitalisierung: 94 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 3,4 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 16,2

Kursentwicklung (1 Jahr): - 6,1 Prozent

Nestlé

Marktkapitalisierung: 204 Milliarden Franken

Dividendenrendite: 3,5 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,5

Kursentwicklung (1 Jahr): + 13 Prozent

Procter & Gamble

Marktkapitalisierung: 209 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 3 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 18,8

Kursentwicklung (1 Jahr): + 17,9 Prozent

SAP

Marktkapitalisierung: 70 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 1,6 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,1

Kursentwicklung (1 Jahr): + 21,2 Prozent

Starbucks

Marktkapitalisierung: 40 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 1,5 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 25,3

Kursentwicklung (1 Jahr): + 12,2 Prozent

Unilever

Marktkapitalisierung: 88 Milliarden Euro

Dividendenrendite: 3,5 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 17,4

Kursentwicklung (1 Jahr): + 14,3 Prozent

Wal Mart

Marktkapitalisierung: 232 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 2,3 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 14,1

Kursentwicklung (1 Jahr): + 10,9 Prozent

Walt Disney

Marktkapitalisierung: 100 Milliarden Dollar

Dividendenrendite: 1,2 Prozent

Kurs-Gewinn-Verhältnis (2013): 16,2

Kursentwicklung (1 Jahr): + 33,2 Prozent

Vor diesem Hintergrund schloss der Dax mit einem Gewinn von 0,86 Prozent auf 7741 Punkte den zweiten Tag in Folge im Plus. Der Eurostoxx50 legte ebenfalls um knapp einen Prozent auf 2636 Zähler zu.

Die Aussicht auf billiges Notenbank-Geld gab auch dem Ölpreis Auftrieb. Die richtungsweisende Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 0,1 Prozent auf 112,04 Dollar je Barrel (159 Liter).

In kommenden Wochen werde die instabile politische Lage in Italien für einige Verunsicherung an den Finanzmärkten sorgen, warnte Chris Turner, Chef-Devisenstratege der ING. "Es wird eine Menge politischer Kuhhandel bis zum 15. März geben, wenn sich das Parlament konstituiert."

Am Rentenmarkt stiegen Investoren dennoch erneut bei italienischen Anleihen ein. Die Rendite der richtungsweisenden Zehnjährigen Titel verringerte sich auf 4,78 Prozent von 4,805 Prozent am Vortag. Italien bekomme offenbar von den Märkten eine Verschnaufpause zugebilligt, sagte Analystin Fiona Cincotta vom Brokerhaus City Index. "Zumindest, so lange die bereits umgesetzten Reformen zurückdrehen." Der Bund-Future behauptete seine Kursgewinne der vergangenen Tage und notierte kaum verändert bei 145,14 Punkten.


Kommentare (29)

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Herbert

28.02.2013, 08:19 Uhr

Dank Manipulation der Börsen, der Währungen, der Medien, dank dem weiteren Erfinden digitalen Scheingeldes der Zentralbanken - werden die Masse der Menschen die Verlierer sein.
Und das ist geplant.
Und was machen die Menschen ? WEITERSCHLAFEN

Europaeer

28.02.2013, 08:29 Uhr

Neueste Vorhersagen meiner Glaskugel

- DAX 8000 Pkt. in diesem Jahr: 100 % Sicherheit
- DAX 8250 Pkt. in diesem Jahr: 75% Sicherheit
- DAX 9000 Pkt. in diesem Jahr: 50% Sicherheit

Peerlusconi

28.02.2013, 08:30 Uhr

Na ja, es gibt genug Menschen, die an dem, was sie beschreiben fürstlich profitieren.

An dem Punkt, wo diese Menschen das Gewissen dann mal plagt oder es gefühlt reicht, veröffentlicht das Handelsblatt (oder ein anderes Springer-Blatt) Artikel zu ihrer mutigen Entscheidung zum Ausstieg und zur Umorientiertung in eine sinnvolle Tätigkeit.

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/jobwechsel-bankerin-susan-levermann-wagt-den-absprung-a-884500.html

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,885830,00.html

Die Grenze zwischen egoistischem Helfen und Altruismus ist verschwindet gering. Für letzteres benötigt man dispositionale Empathie - und die hat man oder eben nicht.

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