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04.10.2012

17:51 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Draghi kann die Anleger nicht begeistern

Der Dax geht mit Verlusten aus dem Handel. Die Aussagen von EZB-Chef Draghi sorgten heute für Kursverluste. Zudem keimten neue Sorgen um Spanien auf. Die wichtige Marke von 7.300 Punkten konnte aber verteidigt werden.

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Frankfurt / DüsseldorfDer deutsche Aktienmarkt hat am Donnertag mit Verlusten auf Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi zur konjunkturellen Entwicklung der Eurozone reagiert. Der Dax ging mit einem Minus von 0,23 Prozent auf 7305 Punkte aus dem Handel. Für den MDax ging es um 0,52 Prozent auf 11.242 Punkte nach oben. Der TecDax fiel um 0,06 Prozent auf 820 Punkte.

Draghi hatte gesagt, dass die Risiken der Inflationsentwicklung weitgehend ausgewogen seien. Zudem machten die Euroländer Fortschritte bei der Konsolidierung. Beim Wirtschaftswachstum allerdings überwögen die Risiken. Die Europäische Zentralbank hatte vor diesen Aussagen ihren Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Der Zins, zu dem sich die Geschäftsbanken bei der Notenbank refinanzieren können, bleibt bei 0,75 Prozent. Volkswirte hatten diese Entscheidung ganz überwiegend erwartet.

Der Tag an den Märkten (Stand: 11:00 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Der Zinsdruck auf Spanien nimmt unterdessen langsam aber sicher wieder zu. Dies hat Händlern zufolge die Anleger weiter verunsichert. Hintergrund des Zinsanstiegs ist die Hängepartie um den Hilfsantrag der Madrider Regierung beim EU-Rettungsfonds.

Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte am Dienstagabend einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach Spanien noch am Wochenende ein volles Hilfsprogramm zur Sanierung des Haushalts beantragen könnte. Dafür müsste sich das Land umfassenderen finanz- und wirtschaftspolitischen Auflagen stellen.
Die Spekulationen über ein umfassendes Hilfeersuchen Spaniens werde die Investoren noch eine Weile beschäftigen, sagte Zinsstratege Nick Stamenkovic von RIA Capital Markets. Aber spätestens nach den spanischen Regionalwahlen werde der Markt auf eine Entscheidung drängen. Erst wenn Spanien unter den Rettungsschirm schlüpft, kann die EZB Anleihen des Landes aufkaufen und damit die Anleiherenditen drücken.

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Positiv aufgenommene Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi haben dem Euro Auftrieb gegeben. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich auf 1,2975 Dollar, nach 1,2907 Dollar zum New Yorker Vortagesschluss. Der Ölpreis zog ebenfalls an. Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 109,67 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI kostete mit 88,99 Dollar 0,9 Prozent mehr als am Mittwoch.

Draghi hatte auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Zinsentscheidung unter anderem gesagt, dass das geplante Anleihe-Ankaufprogramm die Spannungen an den Finanzmärkten gelindert habe. Die Notenbank könne jederzeit mit ihren Käufen beginnen, sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt seien. Nach Ansicht von Helaba-Analyst Ralf Umlauf hat Draghi aber auch klargemacht, "dass die EZB keinen Blanko-Scheck auszustellen gedenkt, sondern eine strikte Einhaltung der Reformversprechen einfordern möchte".

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist derweil etwas weniger stark gestiegen als erwartet. Sie kletterte in der abgelaufenen Woche um 4000 auf 367.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 370.000 gerechnet. Die Krise am Arbeitsmarkt gilt als größte Hürde für ein stärkeres Wirtschaftswachstum und setzt Präsident Barack Obama kurz vor der Wahl im November unter Druck.

Kommentare (11)

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04.10.2012, 08:05 Uhr

Etwas mehr Details wären angebracht, um das exakte Bild darzustellen.

The increase in private payrolls in August was revised down to 189,000 from a previously reported 201,000. July's rise was also revised down, to 156,000 from 173,000. (reuters.com)

Account gelöscht!

04.10.2012, 09:33 Uhr

Wenn in den USA einer einen neuen Job antritt, spielt der DAX verrückt.

Wenn in China ein Reissack umfällt, erhalten Anleger massive Verluste.

Wird er wieder aufgestellt, spielt der Dax verrückt.

Kein Wunder, daß nur ausgekochte Profis Aktien kaufen.

Oder sind die vielleicht für die Kurspflege verantwortlich?

RIP_Rally

04.10.2012, 09:51 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++ Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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