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03.06.2013

17:49 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

Notenbank-Diskussionen belasten Dax

Der Deutsche Leitindex hat einen schwachen Monatsstart hingelegt. Anleger rätselten über den Kurs der Notenbank Fed und wurden von durchwachsenen Konjunkturdaten verunsichert. Der Sommer dürfte turbulent werden.

Die US-Notenbank Fed zieht Anleger in ihren Bann. Reuters

Die US-Notenbank Fed zieht Anleger in ihren Bann.

FrankfurtVerunsicherung bei den Marktteilnehmern: Dax-Anleger bangten am Montag um die Strategie der US-Notenbank Fed. Sollte der Geldregen in Zukunft gedrosselt werden, könnte es an den Börsen schnell bergab gehen. Doch wie es mit der Geldpolitik weiter geht, entscheidet die Wirtschaft der USA. Anleger achteten deshalb besonders auf Konjunkturdaten.

An diesen mangelte es den Akteuren nicht. Durchwachsene Wirtschaftszahlen bescherten dem Dax eine Berg- und Talfahrt. Der Leitindex schloss schließlich 0,8 Prozent tiefer bei 8.286 Punkten.

Enttäuschende Konjunkturdaten kamen aus China, erfreulichere dagegen aus Deutschland und Europa. Der Einkaufsmanagerindex der deutschen Industrie stieg im Mai um 1,3 auf 49,4 Punkte. Ab 50 Punkten signalisiert der Index Wachstum. Einen Lichtblick gab es auch von der krisengeschüttelten Wirtschaft der Euro-Zone. Der Markit-Einkaufsmanagerindex stieg zum April um 1,6 auf 48,3 Punkte.

Die besten Börsenfilme

Rang 1

Wall Street I

Hauptdarsteller: Charlie Sheen und Michael Douglas
Jahr: 1987
Der Klassiker der Börsenfilme, in dem der Wall-Street-Guru Gordon Gekko seinem Jünger beibringt, dass es immer „nur um die Kohle geht“. Ein Film der die Gier kritisiert - und ein bisschen vergöttert.

Rang 2

Wolf of Wall Street

Hauptdarsteller: Leonardo Di Caprio
Jahr: 2014
Aufstieg und Fall des Börsenmaklers Jordan Belfort. Mit krummen Börsengeschäften und Geldwäsche wird Belfort in den 1990er-Jahren zum Millionär. Er feiert eine einzige Orgie mit Parties, Sex und Drogen. Doch die Ermittler sind ihm auf der Spur. Basiert (weitgehend) auf wahren Begebenheiten. Regie führte Martin Scorsese.

Rang 3

High Speed Money

Hauptdarsteller: Ewan McGregor und Anna Friel
Jahr: 1999
Ein Film über die Pleite der Barings Bank und die Rolle, die die Börsengeschäfte des Nick Leeson dabei spielten. Basierend auf einer wahren Geschichte und dem Buch von Nick Leeson.

Rang 4

Margin Call – Der große Crash

Hauptdarsteller: Kevin Spacey und Paul Bettany
Jahr: 2011
Ein Mitarbeiter einer Großbank entdeckt eine Menge fauler Papiere bei seiner Bank. Damit die Bank nicht pleitegeht, müssen die „faulen Eier“ schnell das Nest verlassen - egal um welchen Preis.

Rang 5

American Psycho

Hauptdarsteller: Christian Bale und Justin Theroux
Jahr: 2000
Der Investmentbanker Patrick Bateman möchte zur Elite gehören. Nichts ist ihm wichtiger als materieller Reichtum. Doch er hat ein Problem: In seinen Depressionen tötet er wahllos Obdachlose und Prostituierte - denkt er.

Rang 6

Die Glücksritter

Hauptdarsteller: Dan Aykroyd und Eddie Murphy
Jahr: 1983
Die steinreichen und exzentrischen Gebrüder Duke, beides Warentermin-Börsenmakler, schließen eine Wette ab und wollen sehen, ob Erfolg angeboren ist. Dazu tauschen sie ihren Vorstandsvorsitzenden gegen einen Bettler ein. Doch der Bettler hat auch ein Wörtchen mitzureden.

Rang 7

Inside Job

Hauptdarsteller: Matt Damon (Erzähler im engl. Original)
Jahr: 2010
Ein Dokumentarfilm über die Finanzkrise 2007. Der Film bekam 2011 einen Oskar für den besten Dokumentarfilm. Der Name des Films verrät dabei schon, worum es geht: Inside Job ist die englische Bezeichnung für den Fall, wenn ein Insider seinem Unternehmen schadet.

Rang 8

Das Geld anderer Leute

Hauptdarsteller: Danny DeVito und Gregory Peck
Jahr: 1991
Eine Filmkomödie, in der der „Liquidator“ Konkurrenten aufkauft und ausschlachtet. Doch an einem Fall hat er besonders zu knabbern, denn er verliebt sich in die feindliche Anwältin. Schlüsselszene ist die Aktionärsversammlung der Firma, die übernommen werden soll.

Rang 9

Let’s make Money

Regie: Erwin Wagenhofer
Jahr: 2008
Dokumentarfilm über das System der Finanzwirtschaft - und wie man sein Geld für sich arbeiten lassen kann.

Rang 10

Enron – The smartest guys in the room

Hauptdarsteller: Peter Coyote (Erzähler)
Jahr: 2005
Ein Dokumentarfilm über eine der größten Firmenpleiten der USA. Eine Geschichte über Bilanzbetrug und geheime Machenschaften.

Rang 11

Wall Street 2

Hauptdarsteller: Michael Douglas und Shia LaBeouf
Jahr: 2010
Die Fortsetzung des Klassikers „Wall Street“. Gordon Gekko tritt wieder auf den Plan, nur etwas älter. Schließlich hat er die letzten 23 Jahre im Gefängnis verbracht.

Rang 12

Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum

Hauptdarsteller: Giovanni Ribisi und Vin Diesel
Jahr: 2000
Um bei seinem Vater Eindruck zu schinden, übernimmt Seth Davis eine Stelle aus Börsenmakler. Dort erfährt er, dass die hohen Gewinne der Firma mit illegalen Methoden erwirtschaftet werden.

Rang 13

Kapitalismus – eine Liebesgeschichte

Regie: Michael Moore
Jahr: 2009
Dokumentarfilm des USA-Kritikers Michael Moore. Ganz im Stile Moores wird hier kein Blatt vor den Mund genommen und die USA mit dem alten Rom verglichen: Brot und Spiele, damit das Volk ruhig bleibt und die Finanzmachenschaften der Elite nicht mitbekommt.

Rang 14

The Bank

Hauptdarsteller: David Wenham und Anthony LaPaglia
Jahr: 2001
Der Chef einer Bank wird auf einen Mathematiker aufmerksam, der mit Hilfe einer Software die Börsentrends vorhersagen kann. Die beiden schließen ein Bündnis der Gier, das nicht lange halten kann.

Alle Augen auf die USA

Doch die Konjunkturdaten aus den USA sind den Anlegern aktuell wichtiger, schließlich orientiert sich daran auch die US-Notenbank Fed. Der US-Einkaufsmanagerindex (ISM) war im Mai überraschend auf 49,0 Punkte gefallen und notierte damit so niedrig wie seit Juli vorigen Jahres nicht mehr. Zudem signalisierte die Umfrage ein Schrumpfen der Industrietätigkeit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Stand von 50,7 Zählern gerechnet. Dies dürfte für eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik der Fed sprechen.

Doch die Stunde der Wahrheit schlägt für die Börsianer erst am Freitag, wenn die offiziellen US-Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht werden. Die Fed möchte die Geldflut erst drosseln, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gefallen ist. Zurzeit liegt sie noch bei 7,5 Prozent.

John Williams, Präsident der regionalen Fed-Niederlassung in San Francisco, heizte mit seinen Aussagen die Diskussion um die Geldflut der Fed erneut an. „Das Anleihekaufprogramm der US-Notenbank Fed könnte im Sommer reduziert werden und 2013 möglicherweise auslaufen“, sagte er in Stockholm.

Die Nervosität war am Montag spürbar hoch. Die Volatilitätsindizes VDax und VStoxx, die die Nervosität der Anleger messen, stiegen in der Spitze um jeweils knapp elf Prozent.

Kommentare (22)

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Angsthase

03.06.2013, 07:52 Uhr

Heute Armageddon?

Steuerzahler

03.06.2013, 08:05 Uhr

Casino hat geöffnet. Wie fast täglich etwas schwächer, aber das sind ja meistens
vor Börseneröffnung die besten Gelegenheiten. Wenn sich alles nur noch um die
Notenbanken dreht, kann ja nichts mehr schief gehen

Account gelöscht!

03.06.2013, 08:07 Uhr

Der Nikkei muss erst einmal vernünftig nachkorrigiern. Das dauert bestimmt noch solange, wie Shinzo Abe seinen 'dritten Pfeil' noch nicht vorgestellt hat und damit ein überzeugendes Ergebnis vorgelegt hat.

Bei Dax und Dow sieht die Sache etwas anders aus.
Was machen wir denn, wenn am Freitag herauskommt, dass die Arbeitslosenzahl so wie erwartet gestiegen ist? Shorten ist mir viel zu riskant im Moment.

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