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18.07.2013

17:50 Uhr

Schlussbericht Börse Frankfurt

US-Daten hieven Dax über 8300 Punkte

Positive Konjunkturdaten aus den USA haben die deutschen Anleger am Donnerstag in Kauflaune versetzt. Dax, Bund und Dollar legten allesamt kräftig zu. Der Höhenflug des Euro scheint dagegen vorerst beendet zu sein.

In den USA geht es vorwärts - Dax, Dow & Co. klettern

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FrankfurtDank positiver Konjunkturdaten aus den USA zeigten sich die deutschen Anleger am Donnerstag erneut in Kauflaune. Nach frühen Verlusten, unter anderem ausgelöst durch die gesenkte Umsatzprognose des Software-Herstellers und Dax-Schwergewichts SAP, drehte der Leitindex am Nachmittag ins Plus. Am Ende ging der Index mit einem Gewinn von 1,00 Prozent auf 8337 Punkte aus dem Handel.

Auch der US-Dollar gewann wieder an Stärke. Der Euro fiel im Gegenzug unter die Marke von 1,3100 Dollar und notierte am Abend mit 0,35 Prozent im Minus. Der Bund-Future legte um 0,17 Prozent 144,18 Euro zu.

Anleger zeigten sich positiv überrascht von den jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Die geringeren Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe signalisierten, dass der US-Arbeitsmarkt wieder auf dem Weg der Besserung ist.

Bis zum späten Mittag sorgten enttäuschenden Quartalsberichte noch für einen insgesamt trägen Handel in Frankfurt. Insbesondere die Senkung der Umsatzprognose des Dax-Schwergewichts SAP sorgte für Enttäuschung. Die Aktien von SAP notierten zeitweise 4,2 Prozent schwächer und gingen am Ende mit einem Verlust von 1,11 Prozent aus dem Handel.

Klar auf der Gewinnerseite im Dax standen Thyssen-Krupp mit einem Plus von 3,68 Prozent. Händler führten das auf einen positiven Kommentar der Credit Suisse zurück, der am Vortag veröffentlicht worden war. Demnach gehen die Analysten davon aus, dass das Unternehmen dem Verkauf seiner verlustreichen Stahlwerke in Übersee näher kommt. Zudem sehen sie Chancen für eine Verbesserung der Bilanzzahlen. Schon am Mittwoch hatten die Papiere mehr als drei Prozent gewonnen.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

Am Dax-Ende standen indes die Anteilsscheine von K+S, die um 1,9 Prozent Euro fielen. Händler konnten den starken Kursrutsch zunächst nicht erklären, auch ein Sprecher des Unternehmens fand keine Begründung. Am Morgen hatte Exane BNP Paribas das Kursziel für die Papiere auf 26,50 von 27 Euro heruntergenommen. Im MDax legten Wacker Chemie um 3,5 Prozent auf 68,61 Euro zu. Händlern zufolge profitiert das Unternehmen von vorläufigen Anti-Dumping-Zöllen, die China auf Polysilizium-Importe aus den USA und Südkorea verhängt hat. Exporte aus der Europäischen Union bleiben zunächst außen vor. Polysilizium wird in Europa vor allem vom deutschen Produzenten Wacker Chemie hergestellt.

Auch vom Anleihemarkt gab es positive Meldungen zu vermelden. Weder die Parteispendenaffäre um Regierungschef Mariano Rajoy in Spanien noch der Verlust des letzten Top-Ratings von Frankreich bei der Agentur Fitch von Ende vergangener Woche wirkten sich am Donnerstag negativ auf die Emission neuer französischer und spanischer Staatspapiere aus.

Die Renditen für alle drei Papiere mit unterschiedlichen Laufzeiten sanken verglichen zu der vorangegangenen Auktion vor wenigen Wochen. So muss Spanien für die dreijährigen Papiere beispielsweise nur noch eine Rendite von 2,768 (zuvor: 2,875) Prozent zahlen, für die Langläufer 4,723 (4,765) Prozent. Auch Frankreich emittierte mehrere Anleihen mit verschiedenen Laufzeiten. Die Rendite für den Fünfjahres-Bond sank auf 1,09 Prozent von zuletzt 1,24 Prozent.


Von

rtr

Kommentare (31)

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Account gelöscht!

18.07.2013, 09:22 Uhr

An das Ignorieren der makroökonomischen und sozialen Situation in Europa und den USA hat man sich ja bereits gewöhnt.

Das Ignorieren von schlechten - fast schon alarmierenden - Unternehmensdaten ist jetzt neu. In den USA funktioniert das System wenigstens so, dass im Vorfeld die Erwartungen so stark nach unten geschraubt werden, dass die Zahlen dann doch nicht so schlimm sind.

Wie lange geht das noch gut? So lange haben die Notenbanken den im Sterben liegenden Patienten noch nie künstlich am leben gehalten. Und was wäre die Konsequenz? 10%, 20% oder gar mehr an Rückschlagspotenzial?

Man kann es nur erahnen und die Entwicklung wird von Tag zu Tag bizzarer.

Account gelöscht!

18.07.2013, 09:44 Uhr

Schrecklich dieses umsatzlose Sommergeschäft, ohne eine schöne Euro oder sonst was -Krise mit viel Bewegung und soliden Volumen dahinter (wie 2012 und 2011). So macht Algo- und System-Trading keinen Spaß.

Unter ca. 100000 Kontrakten am Tage bekomme ich zu viel slippage (2 bis 3 Punkte), und meine ganze Strategie ist hin. Also muss ich reduzieren auf 3 Lots, komme aber logischerweise nicht auf den normalen Tagesschnitt (3.500 bis 5.000 €) wie mit 5 FDAXen. Da muss man heute schon SAP billig unten kaufen und gleich wieder rauskicken um Geld zu verdienen.

Eigentlich wäre ein paar Wochen Party-Urlaub und abchillen auf Ibiza die sinnvollere Entscheidung jetzt.

KALIundSCHaas

18.07.2013, 10:23 Uhr

arbeitet Ihr noch oder seid ihr durch eure Super Leistung schon im Urlaub? DAX macht nur 0,5%, dann macht K+S nur Minus 1%....immerhin

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