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07.01.2009

07:25 Uhr

Schlussbericht: Börse Tokio

Nikkei legt deutlich zu

Der japanische Leitindex Nikkei setzt seine Erfolgsserie fort und gewinnt am siebten Handelstag in Folge. Die Hoffnung auf das US-Konjunkturpaket treibt die Kurse. Auch an anderen Börsen in Asien sind Aktien wieder gefragt.

Händlerin an der Börse in Tokio. Foto: Reuters Quelle: Reuters

Händlerin an der Börse in Tokio. Foto: Reuters

HB TOKIO. Die Börsen in Asien haben sich am Mittwoch überwiegend freundlich präsentiert. Hoffnungen auf ein Konjunkturpaket in den USA verhalfen besonders dem Markt in Tokio zu klaren Gewinnen. Gefragt waren hier - auch dank des schwächeren Yen - vor allem Exportwerte und Technologietitel.

In Tokio verzeichnete der 225 Werte umfassende Nikkei-Index erstmals seit knapp drei Jahren sieben Tage in Folge Gewinne. Er schloss mit einem Plus von 1,7 Prozent auf dem höchsten Stand seit zwei Monaten bei 9 239 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte 1,4 Prozent auf 888 Punkte. Die Börsen in Korea, Singapur und Taiwan legten ebenfalls kräftig zu. Die Märkte in Hongkong und Shanghai gaben dagegen nach.

Die Anleger in Asien setzten ihre Hoffnungen erneut auf milliardenschwere Konjunkturprogramme und Steuersenkungen der künftigen US-Regierung unter Barack Obama, der am 20. Januar das Amt von George W. Bush übernehmen wird. Sie versprachen sich davon eine Ankurbelung der Exportwirtschaft. In Tokio stiegen die Investoren daher vor allem bei den im vergangenen Jahr arg gebeutelten Autowerten wieder ein. Honda-Papiere legten elf Prozent zu, die von Toyota 4,9 Prozent, obwohl der Konzern tags zuvor wegen der Schwäche des Autoabsatzes Produktionskürzungen im Frühjahr angekündigt hatte.

Zu den Gewinnern gehörten an einem regen Handelstag dank des schwächeren Yen auch Technologietitel. Die Titel des Elektronikriesen Sony gewannen 8,7 Prozent, die Aktien des weltgrößten Digitalkameraherstellers Canon sogar 11,5 Prozent.

Viele Analysten warnten aber erneut vor Übermut: Der positive Trend könnte nur von kurzer Dauer sein, da zeitgleich zum Amtsantritt von Obama viele US-Unternehmen ihre Quartalszahlen vorlegen. Es werde zwar behauptet, dass erwartete Verluste bei rund einem Viertel der Konzerne bereits eingepreist seien, doch könnten weit mehr als erwartet rote Zahlen schreiben, warnte Takashi Ushio von Marusan Securities. Andere Marktteilnehmer gingen davon aus, dass sich viele Investoren in der Hoffnung auf eine Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2010 risikobereiter zeigten und sich bereits mit Aktien eindeckten.

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