Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.03.2012

18:02 Uhr

Schlussbericht Frankfurt

Dax beendet zähen Handelstag leicht im Plus

Aufgetrumpft hat der Dax heute nicht. Den gestrigen Rücksetzer konnte der Leitindex nur teilweise wieder wettmachen. Die Anleger warten auf klarere Impulse. Solange die nicht kommen, wollen sie kein Risiko eingehen.

Börse Frankfurt am Abend

Video: Börse Frankfurt am Abend

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Auf eine klare Erholung des Leitindexes nach dem gestrigen Rücksetzer warteten Anleger am Mittwoch vergeblich, für den Dax ging kaum nach oben. Kurz vor Handelsschluss konnte der Leitindex zwar seine vorangegangenen Verluste wieder ausgleichen, doch mit einer Steigerung um 0,2 Prozent auf 7.071 Punkte lag er nur leicht im Plus. Die zweite Reihe notierte ebenfalls unauffällig. Der MDax lag 0,5 Prozent im Plus auf 10.631 Punkten und der TecDax sank um 0,3 Prozent auf 784 Zähler.

Zu Handelsbeginn sah es noch nach einer klareren Gegenreaktion beim Dax aus. Bis zum Vormittag konnte er sich über der Marke von 7.100 Punkten behaupten. Viele nichtinvestierte Anleger, die die bisherige Rally verpasst hatten, sorgten für die starke Performance am Morgen. Sie sähen im Rücksetzer des Vortages eine Chance, auf den Zug aufzuspringen, sagte Franz Wenzel, Chef-Investmentstratege beim Vermögensverwalter Axa Investment Managers.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Doch der Dax verlor schnell an Fahrt, da es keine substanziellen Kaufargumente gab. „Woher heute die Impulse kommen sollen, ist nicht klar“, sagte ein Börsianer. An den Märkten sei es derzeit nach dem Gipfellauf der vergangenen Woche nicht einfach, sagte ETX-Capital-Chefhändler Markus Huber. Die Börsen befänden sich in einer Phase der Konsolidierung. „Es gibt aktuell nicht viele Daten - aber die würden wir benötigen, damit es weiter bergauf geht.“

Die US-Börsen notierten nach Frankfurter Börsenschluss folgerichtig kaum verändert. Der Dow Jones fiel um 0,1 Prozent 13.158 Punkte und der S&P-500 stieg um 0,1 Prozent 1.406 Punkten. Nur der Nasdaq-100 konnte sich mit 0,3 Prozent auf 2.746 Zähler leicht im Plus halten.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Bei den Einzelwerten standen heute die Titel der Solarhersteller im Fokus der Anleger. Dafür gab es zwei Gründe. Zum einen stellte mit Solarhybrid bereits der dritte deutsche Hersteller von Photovoltaikanlagen einen Insolvenzantrag, worauf die in keinem der großen deutschen Indizes vertretenen Titel von Solarhybrid bei hohen Umsätzen um bis zu 61 Prozent einbrachen.

Zum anderen stellte die Einführung der US-Schutzzölle, die die Billig-Konkurrenz aus China zurückdrängen soll, die deutschen Solarhersteller nicht zufrieden. Statt einer vorläufigen Ausgleichsabgabe wegen Staatsbeihilfen von 20 bis 30 Prozent, beschloss das Handelsministerium in Washington am Dienstag die Abgaben auf 2,9 bis 4,73 Prozent des Produktwertes zu beschränken. Damit bleibt der Preiskampf weiterhin hart. „Die gestrige Entscheidung ist eine Enttäuschung für Solarworld und ihre Marktposition in den USA“, schrieb Equinet-Analyst Stefan Freudenreich in einem Kommentar. Die US-Tochter des Bonner Konzerns hatte gemeinsam mit anderen Firmen die dortige Regierung um Hilfe gebeten. „Angesichts der veränderten Struktur auf dem Welt-Photovoltaikmarkt sollte Solarworld sein Geschäftsmodell als Komplett-Anbieter überdenken.“ Solarworld-Papiere schlossen heute 4,3 Prozent tiefer und bildeten mit damit das Schlusslicht im TecDax.

Die Aktien von Centrotherm konnten sich dem Abwärtstrend der Solartitel bis zur Mittagszeit entziehen. Am Nachmittag gaben dann auch sie nach und beendeten den Handelstag 0,2 Prozent ins Minus auf 9,57 Euro.

Kommentare (30)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Julien_Maersk

21.03.2012, 08:03 Uhr

Guten Morgen!
Lasst uns doch mal über Griechenland reden...

Ich verstehe die Zusammenhänge nicht wirklich bezüglich des Index Athex und einer eventuellen Staatspleite.

Weshalb fallen die Kurse der Konzerne(OTE,PPC etc...) im Athex so enorm wenn diese doch weiter arbeiten ob der Staat Pleite ist oder nicht?

-Welche gefahren werden in die Kurse eingerechnet?
-Was geschieht bei einem Griechenlandbankrott mit den Unternehmen im Athex?
-Wie reagieren die Aktien von Versorgern in Griechenland?

Chance? o. "Hirnlose Gier"?
Dividende 10-15%
KGV 2
KBV 0,1

Diese Werte für Versorger sind doch enorm o. bin ich einfach nur Naiv?

Bin echt gespannt wie Ihr dieses Thema angeht, leider habe ich kein BWL/VWL Studium abgeschlossen aber ich kümmere mich jeden morgen um frische Brötchen für "euch".(Deshalb bin ich schon wach)

Danke.

greco

21.03.2012, 08:39 Uhr

Verschiedene Gründe, z.B.:

- Rechtsunsicherheit (evtl. Bürgerkrieg + Revolution, drohende Verschärfung der Gewinnbesteuerung, Austritt aus der Euro-Zone)
- irrationale Ängste der Anleger
- Herdenverhalten institutioneller Anleger

Man kann eine lange Liste mehr oder weniger stichhaltiger Gründe anführen. Ob diese berechtigt sind, steht auf einem anderen Blatt.

DANDY

21.03.2012, 09:08 Uhr

@.julien_maersk
...............
griechenland..bewertung der versorger
.....................................
in einem land ohne nennenswerte wirtschaftl. perspektive
kann man die bewertung der unternehmungen nicht mit nor-
malen massstäben vergleichen..
..
wenn es schon versorger sein sollen, rate ich zur RWE, die
oberhalb von € 33,50 ein potenzial bis € 38,00 hat..
..
kurs € 36,70..
..
grundsätzlich ist es sinnvoller, in standardwerte zu
investieren uz. in liquiden märkten..
..
exoten sind nichts für seriöse anleger..!!
..
mfg
..
..

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×