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02.01.2006

18:16 Uhr

Schlussbericht Frankfurt

Dax geht mit Kursgewinnen ins neue Jahr

Dem deutschen Aktienmarkt ist am Montag ein guter Start in das Börsenjahr 2006 geglückt. Zu den Gewinnern gehörten die Papiere des Sportartikelherstellers Adidas und des Reisekonzerns Tui. Unbeeindruckt vom Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland zeigten sich die deutschen Versorger.

HB FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex ging einen Tag nach seinem 18. Geburtstag mit 0,77 Prozent im Plus bei 5449,98 Punkten aus dem Handel. Das Börsenbarometer war rechnerisch am 1. Januar 1988 bei einem Stand von 1000 Zählern gestartet. Der wichtigste Nebenwerteindex MDax knüpfte damit nahtlos an die Gewinne des vergangenen Jahres an und legte um fast ein Prozent auf 7382,21 Zähler zu.

Händler blickten optimistisch auf das gerade begonnene Jahr. „Die 6000-Punkte-Marke wird wohl fallen, vielleicht schon bis Mitte des Jahres", hieß es. 2005 hatte der Dax 28 Prozent an Wert gewonnen.

Zuversichtliche Aussagen von Adidas-Chef Herbert Hainer zur künftigen Geschäftsentwicklung in einem Agenturinterview stützen die Aktien des Sportartikelherstellers. Die Adidas-Papiere legten um rund 2,6 Prozent auf 164,20 Euro zu. „2006 wird wegen der Fußball-WM ein Adidas-Jahr“, sagte ein Händler. Weit oben in der Gunst der Anleger standen auch die Papiere des Reisekonzerns Tui mit einem Aufschlag von in der Spitze rund vier Prozent auf etwa 18 Euro.

Trotz des Gasstreits zwischen der Ukraine und Russland legten die Versorger-Werte am Montag zu. Eon gewannen 0,95 Prozent, RWE legten 0,3 Prozent zu. Die staatlich kontrollierte russische Gazprom hatte am Sonntag die Gas-Lieferungen an die Ukraine gestoppt.

Premiere-Aktien erholen sich weiter

Die Aktien von Premiere erholten sich weiter von ihrem massiven Kurseinbruch im Dezember und gewannen 3,85 Prozent auf 15,37 Euro. „Kofler drängt auf eine Kooperation mit Unity. Nachdem die Premiere-Aktien so unter die Räder geraten sind, reicht wenig, um sie zu bewegen“, sagte ein Händler. „Die Aktie ist sehr volatil und wir das wohl auch noch bleiben. Da sind drei Prozent eigentlich gar nichts“, ergänzte er. Mit dem Druck auf den Inhaber der Übertragungsrechte, der Unity-Tochter Arena, will Premiere-Chef Georg Kofler einem Zeitungsbericht zufolge den Kabelnetzbetreiber zu einer Kooperation bei den Bundesliga-Übertragungen zu bewegen.

Auch die anderen geöffneten Börsenplätze in Europa konnten zu Jahresbeginn Kursgewinne verbuchen. In London und Zürich, den zusammen mit Frankfurt wichtigsten Märkten in Europa, blieben Händler und Investoren jedoch im verlängerten Wochenende. In Paris legte der CAC-40-Index 0,84 Prozent auf 4754,92 Punkte zu, in Amsterdam kletterte der AEX 0,86 Prozent auf 440,52 Zähler, in Mailand stieg der MIB30-Index um 0,83 Prozent auf 35.663 Punkte. Die beiden paneuropäischen Indizes Stoxx 50 (inklusive Großbritannien, Schweiz) und EuroStoxx 50 (Euro-Zone) legten auf 3362,07 Punkte beziehungsweise 3603,98 Zähler zu.

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