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22.03.2006

18:59 Uhr

Schlussbericht Frankfurt

Der Markt will die 6 000er-Marke sehen

Im Schlepptau der Wall Street hat sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch von seinen Verlusten im Anfangsgeschäft erholt. Der Dax stieg um 0,3 Prozent auf 5 932 Punkte und markierte zwischenzeitlich ein neues Jahreshoch bei 5 949 Punkten.

HB FRANKFURT. Vor allem die Auto-Werte zogen an, nachdem Analysten sich positiv über Volkswagen geäußert hatten. VW stiegen um 4,5 Prozent. Die Aktien von BMW profitierten von Aussagen des Vorstands zum laufenden Quartal und schlossen mit einem Plus von gut fünf Prozent. Enttäuschung über die Bilanzen von Tui und Metro drückten die Aktienkurse beider Konzerne um je rund drei Prozent ins Minus.

„Der Markt will nach oben, viele wollen die 6 000 Punkte im Dax sehen“, sagte ein Händler. Auslöser des Stimmungsumschwungs am Nachmittag waren die US-Börsen, die entgegen den Erwartungen mit Kursgewinnen aufwarteten. Der Dax drehte mit der Eröffnung des US-Handels ins Plus. Zwischenzeitlich erreichte er mit 5 949 das höchste Niveau seit Juli 2001. Am Morgen hatte der Dax fast ein Prozent an Wert verloren.

Größter Dax-Gewinner waren die BMW-Aktien, die in der Spitze 6,3 Prozent auf 45,41 Euro zulegten und damit so hoch wie seit Juni 2002 nicht mehr notierten. Entwicklungsvorstand Burkhard Göschel sagte Reuters, das erste Quartal sei „hervorragend“ gelaufen. „Das hat der Aktie eindeutig einen Schub gegeben“, erklärte ein Händler.

Die Empfehlung der Analysten der Citigroup trieb VW-Aktien zeitweise um 5,3 Prozent auf ein Vierjahreshoch von 61,64 Euro. „Der Sprung über 60 Euro hat zusätzliche Kaufsignale gegeben“, sagte ein Händler. Von der guten Branchenstimmung angesteckt wurden DaimlerChrysler, die zwei Prozent zulegten und einen drei Handelstage andauernden Abwärtstrend beendeten.

Favorisiert wurden auch Chemie- und Pharmawerte, was Händler auf die gute Stimmung in der Branche in Europa zurückführten. So stiegen Bayer um 2,4 Prozent und BASF um gut ein Prozent. Altana legten 1,4 Prozent zu.

Als enttäuschend beschrieben Händler den Ausblick des Handelsriesen Metro. Nach der Analystenkonferenz verharrte die Aktie im Minus und führte zum Handelsschluss mit 3,3 Prozent die Dax-Verliererliste an. Die Aktien von Praktiker, die im MDax notiert sind, gaben ebenfalls drei Prozent nach. Metro will sich mittelfristig von seiner restlichen Beteiligung an der Baumarktkette trennen.

Europas größter Touristikkonzern Tui überzeugte mit seiner Bilanz und einem als schwammig kritisierten Ausblick die Börsianer ebenfalls nicht. Der Aktienkurs rutschte 2,9 Prozent ins Minus.

Die Aktien von Siemens, Infineon und SAP litten unter der schlechten Stimmung in der Technologiebranche, die durch die verschobene Markteinführung des neuen Betriebssystems von Microsoft ausgelöst worden war. Siemens verloren 0,7 Prozent, Infineon 1,8 Prozent und SAP 0,2 Prozent.

Die Lufthansa-Aktien konnten von der Erhöhung der Dividende nur zeitweise profitieren. Die Aktien gingen mit einem Verlust von 0,3 Prozent aus dem Handel.

Im TecDax gaben die Aktien von Kontron, eines Herstellers von Kleinstcomputern, nach der Vorlage der Bilanz den Vortagesgewinn weitgehend ab und verloren fast drei Prozent. Ein positiver Analystenkommentar ließ die Aktien von United Internet um 4,4 Prozent steigen.

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