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20.01.2012

17:53 Uhr

Schlussbericht Frankfurt

Griechische Tragödie lässt Dax erstarren

Die ganze Woche schloss der Dax mit Gewinnen. Heute konnte sich der Leitindex nicht in die Gewinnzone kämpfen. Zu hoch war die Angst vor Überraschungen aus Griechenland – nur nicht bei den Commerzbank Anlegern.

Privatanleger

Lohnt zocken mit griechischen Staatsanleihen?

Privatanleger: Lohnt zocken mit griechischen Staatsanleihen?

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DüsseldorfVier Tage hintereinander schloss der Dax mit Gewinnen. Am fünften Tag kam der Leitindex jedoch nicht aus dem roten Vorzeichen heraus. Auf Wochensicht hat der Dax allerdings gut 300 Punkte zugelegt - ein Plus von etwa vier Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von acht Prozent zu Buche. Den Freitagshandel beendete er kaum verändert mit einem Minus von 0,18 Prozent bei 6.404 Punkten.

Der Handel stand heute ganz im Zeichen der Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen privaten Gläubigern um einen Schuldenschnitt. Zwar gebe es durchaus Hoffnung, dass eine Einigung erzielt und dadurch eine Pleite des Mittelmeerstaates verhindert werde, sagten Händler. Angesichts der Erfahrungen der vergangenen Monate hielten Anleger ihr Geld aber lieber zusammen und warteten ab.

„Es sind ja durchaus schon Vorschusslorbeeren verteilt worden“, sagte ein Börsianer mit Blick auf die Verhandlungen in Athen. „Aber man muss auch fragen: Selbst wenn sie eine Einigung hinbekommen - wie werden dann die Iren und die Portugiesen reagieren? Im Gegensatz zu Griechenland haben sie ihre Hausaufgaben gemacht. Dann könnten sie ja sagen, „Wir wollen auch einen Schuldenschnitt'. Und was passiert dann?“

Zuletzt war in die Verhandlungen nach Angaben der Gläubiger Bewegung gekommen. Die Diskussionen seien produktiv verlaufen, teilte der Bankenverband IIF am Donnerstagabend mit.

Gewinner der Woche (HDax)

Dialog Semiconductor

+ 10,94 Prozent

Daimler

+ 11,07 Prozent

Leoni

+ 11,66 Prozent

Evotec

+ 12,41 Prozent

Lufthansa

+ 12,78 Prozent

Deutsche Bank

+ 13,06 Prozent

Aareal Bank

+ 14,60 Prozent

Suess Microtec

+ 14,79 Prozent

Tui

+ 15,29 Prozent

Commerzbank

+ 21,62 Prozent

Entscheidung im Zinspoker rückt näher

Die Verhandlungen wurden heute weitergeführt – Ergebnisse lagen bei Börsenschluss noch nicht vor. Nach Angaben informierter Kreise schlägt der Bankenverband IIF jetzt einen variablen Zinssatz vor, der sich, je nach Laufzeit der Anleihen, zwischen drei und 4,5 Prozent bewegen soll. Der IIF soll auch vorgeschlagen haben, den Kupon in Relation zum Wirtschaftswachstum Griechenlands zu variieren. Aus Bankenkreisen verlautete, der Netto-Verlust für die privaten Investoren könnte 65 bis 70 Prozent betragen.

Kreditausfallversicherungen für Italien, Spanien, Frankreich und Österreich waren heute billiger zu haben. Fünfjährige Kreditausfallversicherungen (CDS) auf italienische Staatsanleihen verbilligten sich um elf auf 469 Basispunkte, wie der Datenanbieter Markit mitteilte. Dies deute auf eine Entspannung bei den Anlegern hin.

Verlierer der Woche (HDax)

Bilfinger + Berger

- 0,17 Prozent

Südzucker

- 0,72 Prozent

Morphosys

- 1,29 Prozent

RWE

- 1,41 Prozent

Wincor Nixdorf

- 2,67 Prozent

Kabel Deutschland

- 3,38 Prozent

SGL Carbon

- 3,76 Prozent

Wacker Chemie

- 3,95 Prozent

SMA Solar

- 6,45 Prozent

Heidelberger Druck

- 9,99 Prozent

ThyssenKrupp-Aktionäre trafen sich heute zur Hauptversammlung. ThyssenKrupp hat zurzeit über 250.000 Aktionäre. Im Mittelpunkt stand das schwächelnde Amerika-Geschäft und das deutlich teurer gewordene Werk in Brasilien. Heinrich Hiesinger bemerkte auf der Hauptversammlung, dass das neue Stahlwerk in Brasilien erst in den Folgejahren mit optimaler Kostenstruktur laufen werde. Außerdem wollte der Konzernchef keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben. Vor diesem Hintergrund brach die Aktie tagsüber ein, schloss schließlich jedoch ein Prozent höher. Gestern konnte die Aktie gut sieben Prozent zulegen.

ThyssenKrupp verliert

Video: ThyssenKrupp verliert

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Kommentare (38)

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Account gelöscht!

20.01.2012, 07:37 Uhr

Die Mogelpackung ist voll am laufen um die Märkte zu beruhigen und weiter dumme Menschen in die Papiere zu treiben um dem zu entkommen was so oder so kommen wird, da man den KReislauf mit diesen Aktionen nur noch weiter anheizt...der Kollaps. Wenn ich den DAX momentan sehe, die aktuelle tatsächliche Lage betrachte da schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken hoch und zwar sehr hoch!

Gut gemacht EZB sag ich da nur....die Schafsherde tut mir dagegen fast schon leid.

Account gelöscht!

20.01.2012, 08:10 Uhr

hey all,

kurzes update zu meiner (urlaubs-)empfehlung von vor 4 wochen, nokia zwischen 3,40 - 3,60 €.

akt. bei 4,43 (erfreuliche + 28 %). ich bleib bei meinem kursziel 4,90 - 5 bis ostern. wer jedoch nicht so gierig ist und die ausdauer hat wie ich, kann ja bei ca. 4,50 die 1/2 position platt machen (hier verläuft momentan die 200day-sma).


happy trading :-)

Bruzens

20.01.2012, 08:11 Uhr

also ich denke mal wir knacken heute schon die 7000. Was für ein idiotischer Bericht. Ich sag nur Hochmut kommt vor dem Fall. Spätestens heute nachmittag, wenn wir bei 6100 stehen, wird jedem klar (werden müssen), dass alles nur fake war. Der Wirtschaft und dem Euro geht es nämlich immer noch genauso schlecht, wie letzte Woche...Das Unwort des Jahres? War schon "eingepreist"...Wenn Griechenland übers Wochenende nun pleite geht, war es wahrscheinlich auch schon im November oder so eingepreist. Leute lasst euch nicht verarschen und bringt eure Schäfchen ins Trockene. Dieses Spiel können "wir" nur verlieren

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