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24.01.2007

18:17 Uhr

Schlussbericht Frankfurt

Versorger und Siemens ziehen Dax hoch

Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Gewinnen aus dem Markt gegangen. MAN legten kräftig zu, im Plus waren auch die Energiewerte. SAP verloren dagegen deutlich.

Handelsssal der Deutschen Börse in Frankfurt.

Handelsssal der Deutschen Börse in Frankfurt.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax gewann 1,04 Prozent auf 6748,37 Zähler. Für den MDax ging es um 1,21 Prozent auf 9729,57 Punkte hoch, und der TecDax gewann 1,03 Prozent auf 805,57 Punkte.

Nach dem Rückzug des Übernahmeangebots für den schwedischen Lkw-Bauer Scania war MAN mit einem Plus von 3,47 Prozent unter den Tagesgewinnern. Deutlich im Plus waren auch die Energiewerte von RWE (plus 3,51 Prozent) und Eon (plus 2,82 Prozent).

Auch die Siemens-Titel weiteten ihre Gewinne nach der aus und gingen mit einem Plus von 1,8 Prozent aus dem Handel. Branchenkreise zufolge will sich der Technologiekonzern von seiner Automobilzuliefersparte VDO oder dem Zugtechnikbereich TS trennen. Dabei galt eine Abspaltung von VDO als wahrscheinlicher, da dieser Bereich nicht zum erklärten Kerngeschäft des Konzerns zählt. Für Donnerstag hat Siemens zur Hauptversammlung geladen.

Die Ankündigung eines Squeeze-Outs durch UniCredit lockte die Anleger in HVB-Aktien, die gut vier Prozent zulegten. Der italienische Mutterkonzern will die verbliebenen Kleinaktionäre der HVB zwangsabfinden, um die Münchener Bank komplett übernehmen zu können.

Gesucht waren zudem die Aktien von Merck, die 2,6 Prozent zulegten. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern hat im Rahmen seiner Kapitalerhöhung die dabei auch vorgesehene Privatplatzierung unter Dach und Fach gebracht. Damit steigt nach Einschätzung von Börsianern die Chance für Merck auf einen Dax-Aufstieg.

Die Bilanz von SAP nahmen die Börsianer mit Enttäuschung auf. Mit einem Minus von 6,5 Prozent hielten die Aktien die rote Laterne im Dax. Auch Adidas büßte mit einem Rückgang um 1,93 Prozent deutlich ein.

Mit 45 Millionen Aktien wurden fast doppelt so viele SAP- wie Telekom-Aktien gehandelt. Die T-Aktien geben nur sehr selten ihre Spitzenposition beim Umsatz ab. Der SAP-Kursrückgang drückte den Dax um 20 Zähler.

SAP nimmt für die Eroberung des Markts für Mittelstands-Software in diesem Jahr einen Renditeschwund in Kauf. Dies missfiel den Börsianern, die skeptisch über die Wachstumsaussichten im hart umkämpften Software-Markt sind. Laut SAP werden die Investitionen sich erst im Jahr 2010 spürbar im Umsatz und Ergebnis niederschlagen.

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