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03.04.2006

22:54 Uhr

Schlussbericht New York

Wall Street schließt uneinheitlich

Milliardenschwere Übernahmen wie die des Telekomausrüsters Lucent durch den französischen Rivalen Alcatel haben den US-Standardwerten zum Wochen- und Quartalsanfang Auftrieb gegeben. Für gute Stimmung sorgte auch der Maschinenbau-Konzern Terex. General Motors drückten allerdings die Kurse und ließen frühe Zugewinne der Börse abschmelzen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 11.247 Punkten und einem Tief von 11.113 Punkten. Er verließ den Handel 0,33 Prozent im Plus bei 11.145 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,24 Prozent auf 1297 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq gab 0,14 Prozent auf 2336 Zähler nach. Zwischenzeitlich hatte der Dow Jones am Montag mehr als 100 Punkte zugelegt.

Wir erwarten Unternehmenszahlen und es sieht aus, als ob dies die beste Woche für Übernahmeaktivitäten wird", sagten Händler. Der französische Telekomausrüster Alcatel zahlt 13,4 Milliarden Dollar für seinen kleineren US-Konkurrenten Lucent. Lucent-Papiere legten einen Tag nach der Einigung der beiden Unternehmen an der New Yorker Börse knapp ein Prozent auf 3,08 Dollar zu. Auch andere Aktien des Telekom-Sektors profitierten von den Nachrichten. So gewannen Qualcomm 1,13 Prozent auf 51,18 Dollar.

Der Schwermaschinen-Hersteller Caterpillar lag an der New Yorker Börse 2,35 Prozent im Plus bei 73,50 Dollar, Terex gewann mehr als neun Prozent auf 86,47 Dollar. Verizon Communications kündigte an, seine Geschäfte in Lateinamerika und der Karibik für 3,7 Milliarden Dollar zu verkaufen. Die Investoren honorierten das Vorhaben mit einem Kursaufschlag von gut einem Prozent auf 34,42 Dollar.

GM verloren dagegen 5,3 Prozent auf 20,14 US-Dollar. Der Automobilhersteller hat einen 51-Prozent-Anteil an seiner Finanztochter GMAC an eine Investorengruppe verkauft, der die Cerberus Capital Management, die Citigroup und die Aozora Bank angehören. Insgesamt erhält GM aus dem Verkauf 14 Milliarden US-Dollar. Dieser lang erwartete Schritt nehme zwar etwas Druck von der Aktie, doch erwarte der Markt weitere Maßnahmen, hieß es von Analysten. Ford reduzierten sich um 2,4 Prozent auf 7,77 US-Dollar, nachdem der Autohersteller mitgeteilt hatte, dass der US-Absatz im März den zweiten Monat in folge gesunken ist.

An der Nasdaq erfreute zunächst ein Zeitungsbericht über Microsoft die Anleger. „Barron's“ wertete die Aktien des Software-Riesen als attraktive Anlage, weil die Qualität neuer Produkte und die eingeschlagene Marketing-Strategie überzeugten. Microsoft-Papiere legten rund 1,3 Prozent auf 27,56 Dollar zu. Erst kurz vor Handelsschluss drehte die Nasdaq ins Minus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,7 Milliarden Aktien den Besitzer. 1617 Werte legten zu, 1722 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,97 Milliarden Aktien 1126 Werte im Plus, 1940 im Minus und 131 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 4/32 auf 97-4/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 4,870 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 2/32 auf 93-25/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,898 Prozent.

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