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30.09.2011

12:47 Uhr

Schlussspurt

Banker prophezeien Ende der Talfahrt

Aktienstrategen sehen den Dax wieder auf dem Vormarsch. Sie prophezeien einen kleinen Schlussspurt bis Jahresende. So forsch wie bei früheren Prognosen sind sie aber längst nicht mehr.

Experten erwarten, dass der Dax wieder auf 6000 Punkte bis Jahresende steigt. Reuters

Experten erwarten, dass der Dax wieder auf 6000 Punkte bis Jahresende steigt.

FrankfurtSo schnell wie möglich abhaken. Am liebsten wollen die Anleger gar nicht mehr an das abgelaufene Quartal zurückdenken. Selten war der Dax so schwach wie in den vergangenen drei Monaten, über 20 Prozent hat er verloren. Seinen Anfang nahm der Absturz Ende Juli, erst in den letzten Tagen finden die Aktienmärkte wieder etwas Halt

Jetzt ist es an der Zeit, nach vorne zu schauen. Und wenn man den Aktienstrategen glauben darf, sind die Aussichten nicht mal schlecht. „Sobald sich die Wogen um die Schuldenprobleme in Europa etwas gelegt haben, erwarten wir eine kräftige Gegenbewegung“, sagt Heinz-Gerd Sonnenschein, Aktienexperte der Postbank.

Im Schnitt gehen 26 von Reuters befragte Strategen davon aus, dass der Dax bis Jahresende wieder Kurs auf die 6000-Punkte-Marke nimmt - vom aktuellen Stand wäre dies ein Plus von rund sieben Prozent.

Im Vergleich zur letzten Schätzung im Juni backen die Analysten inzwischen aber deutlich kleinere Brötchen. Vor drei Monaten sahen die befragten Strategen den Dax Ende 2011 im Schnitt noch bei 7595 Punkten - selbst das Knacken des Rekordhochs von 8151 Zählern aus dem Jahr 2007 hielten einige Experten für denkbar.

Mittlerweile sind solche Prognosen Geschichte. „Die Abwärtsbewegung der vergangenen Monate ist unglaublich, es hat die Märkte richtig erwischt“, sagt Carsten Klude, Aktienstratege bei MM Warburg. Selbst wenn der Dax bis Jahresende wieder die 6000-Marke knacken würde, wäre es mit einem Minus von gut 13 Prozent ein schwarzes Börsenjahr. Auch bis Mitte 2012 erwarten Experten lediglich einen moderaten Anstieg auf 6500 Punkte.

Seit seinem Jahreshoch von 7600 Zählern Anfang Mai ist das deutsche Börsenbarometer um mehr als 2600 Punkte nach unten gerauscht. Seit Januar summiert sich das Minus im Auswahlindex der 30 größten börsennotierten Unternehmen auf gut 19 Prozent - eine bittere Erfahrung für erfolgsverwöhnte Dax-Anleger, die im vergangenen Jahr dank der brummenden Konjunktur ein Plus von 16 Prozent eingefahren hatten.

Kommentare (13)

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whisky

29.09.2011, 15:44 Uhr

Wenn ich "EXPERTEN" höre oder lese, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Wofür es doch alles "Experten" gibt. Und wie oft sie völlig falsch liegen. Herrlich.

whisky

29.09.2011, 16:02 Uhr

Nachtrag: Und dann gibts da noch den schönen Börsenspruch:
"Ein Analyst ist jemand, der morgen erklärt, warum das, was er gestern vorhergesagt hat, heute nicht eingetroffen ist."

Account gelöscht!

29.09.2011, 16:07 Uhr

Na sicher, Schuldenkrise gelöst, Eurozone gerettet, Probleme weggequatscht und der DAX startet bis 7600 Punkte durch.

Der Wunschtraum wird ein Wunschtraum bleiben. Die Realität kommt schneller zurück, als es einigen lieb sein wird.

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