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06.01.2011

15:05 Uhr

Schuldenkrise

Französische Staatsanleihen heiß begehrt

In Zeiten der europäischen Schuldenkrise schauen Anleger verstärkt auf Auktionen von Staatsanleihen. Heute holte sich Frankreich frisches Geld. Die Erleichterung war groß: Die Nachfrage überstieg das Angebot.

HB PARIS. Frankreich gilt weiter als solvent. Das Land ist mit seiner ersten Emission von Staatspapieren in diesem Jahr auf eine starke Nachfrage gestoßen. Es nahm am Donnerstag fast neun Milliarden Euro für die Anleihen mit Laufzeiten bis 2020, 2026 und 2029 ein. Die Nachfrage war 1,76 bis 2,4-mal so groß wie das Angebot. Analysten machten auch die gestiegenen Renditen für den Appetit der Investoren verantwortlich: "Die Auktionen scheinen ohne Probleme abgewickelt worden zu sein", sagte Orlando Green von Credit Agricole in London. "Die höheren Zinsen seit der jüngsten Emission könnten das Interesse geweckt haben."

Die Rendite für eine zehnjährige Anleihe liegt derzeit am Zweitmarkt bei 3,371 Prozent. Das sind ungefähr 0,55 Prozentpunkte mehr als im November, als zuletzt eine zehnjährige französische Staatsanleihe auf den Markt gebracht wurde. Dabei spielt eine Rolle, dass die Zinsen am Anleihemarkt insgesamt gestiegen sind - der Risikoaufschlag zu vergleichbaren deutschen Papieren blieb weitgehend stabil.

Erst am Mittwoch hatte Deutschland eine zehnjährige Anleihe auf den Markt gebracht und ist dabei auf gute Nachfrage bei Investoren gestoßen. "Diese Auktionen laufen gut, und das ist wichtig für die Psychologie des Marktes, weil Ende vergangenen Jahres durchaus auch Sorgen um die AAA-Länder kursierten", sagte Patrick Jacq von BNP Paribas. "Der Markt sollte sich jetzt beruhigen."

Kommentare (1)

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Profan

07.01.2011, 06:57 Uhr

interessant wäre zu erfahren wer diese französische Staatsanleihen gekauft hat? Sind es Ausländer oder Franzose?

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