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04.01.2010

21:41 Uhr

Schwache Performance

Buffett hinkt dem Markt meilenweit hinterher

Die Zeiten der außergewöhnlichen Renditen sind vorerst zu Ende: Die Beteiligungsgesellschaft des Milliardärs und zweitreichsten US-Bürgers Warren Buffett, Berkshire Hathaway, hat 2009 die schwächste Wertentwicklung seit zehn Jahren verzeichnet. Die Berkshire-Aktien legten nur 2,7 Prozent zu, während der US-Aktienbenchmark S&P 500 um 23 Prozent kletterte.

Berkshire CEO-Buffett: "Außergewöhnliche Renditen sind nicht zu haben." Quelle: Reuters

Berkshire CEO-Buffett: "Außergewöhnliche Renditen sind nicht zu haben."

Bloomberg NEW YORK. Berkshire, die seit mehr als vier Jahrzehnten vom inzwischen 79-jährigen Buffett geführt wird, ist es in 15 der letzten 22 Jahre gelungen, die Benchmark zu schlagen. Für Buffett, der mit Übernahmen und der gezielten Auswahl von Einzelwerten innerhalb von zwei Jahrzehnten einen 30-fachen Wertzuwachs erreichte, wird es angesichts der Größe der Gesellschaft immer schwieriger, vergleichbar starke Erträge einzufahren.

„Das ist nicht mehr die Berkshire der Generation unserer Eltern. Das ist ein Vehikel zum Substanzerhalt und hoffentlich steten Wachstum, aber sehr abhängig vom Gang der Wirtschaft insgesamt, wie es früher nicht der Fall war“, sagt Jeff Matthews, Autor des Buches „Warren Buffett. Auf Pilgerfahrt zum Orakel von Omaha“ und Gründer des Hedge-Fonds Ram Partners LP.

Buffett selbst hat zuletzt die Erwartungen im Hinblick auf das künftige Gewinnwachstum gedämpft. In einem Interview mit dem Fernsehsender PBS im November sagte er, „vernünftige Erträge“ seien derzeit gut genug. „Vor 50 Jahren war ich auf der Suche nach außergewöhnlichen Renditen, aber die sind nicht zu haben.“

Um die Konjunkturflaute in den USA zu überstehen, hat Buffett bei der Holding ein Barmittelpolster von 44 Mrd. Dollar (32 Mrd. Euro) angehäuft. Als 2008 die Kreditkosten in die Höhe schnellten, finanzierte er damit unter anderem den Einstieg bei der US-Bank Goldman Sachs, beim Mischkonzern General Electric und bei Swiss Reinsurance aus Zürich. Die im November angekündigte 26 Mrd. Dollar teure Übernahme des Bahnunternehmens Burlington Northern Santa Fe aus dem US-Bundesstaat Texas war der bisher größte Zukauf in Buffetts Karriere.

Kommentare (3)

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Manfred

05.01.2010, 09:23 Uhr

Das Geld ist nur Mittel zum Zweck, letztendlich uninteressant.
Das Ergebniss zählt !
buffet ist Mitglied in der bande der Hochfinanz welche die ganze Welt beherrschen will - und ihrem Ziel immer näher kommt.
Kontrolle ist wichtig. Geld spielt bald keine große Rolle mehr.
Aller MATERiELLER besitz der Erde ist dann umverteilt.
Und wir sind nur mehr Sklaven.......

Olco

05.01.2010, 09:41 Uhr

na und ...! - Trotzdem wird der alte Herr ständig hoch gejubelt, auch auf dieser Seite.
15 von 22 Jahren den benchmark geschlagen - und in den anderen 7 Jahren so grottenschlecht gewesen, dass die 15 Jahre nicht zum Aufhoen gereicht haben? ich würde gern mal die Rendite über die 22 Jahre sehen.
ich habe seit 2001 die b-Aktie - Gesamtergebnis -18%. Das Hoch war mal auf +20%. Das würde pro Jahr etwa dem Ergebnis von 2009 entsprechen.
Das Orakel sollte sich zur Ruhe setzen, oder zumindest seine Jünger endlich verstummen!
Das

Alfons

06.01.2010, 16:09 Uhr

Man kann den buffett nach Performance der Aktie bRK-A nur so wenig beurteilen, wie den Chef von Siemens nach Wachstun der Aktie Siemens. Ob die Aktie bRK-A oder Siemens wächst, das hängt nur vom interesse um die Aktie von Aktionären und Fonds, nicht vom buffett. Nur 1956-1969 konnte man den buffett nach Aktienauswahl beurteilen, nur damals hat er Anteile an seinem AktienPotrfolio verkauft. Heute hat Aktie bRK-A nix mehr mit buffett's Aktienauswahl zu tun, sie ist kein Anteil an seinem Portfolio.

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