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03.04.2006

12:37 Uhr

Schwaches erstes Quartal

Investoren verlieren Geld mit Anleihen

Mit einer schlechten letzten März-Woche ging ein verlustreicher Monat und ein ebenso schwaches erstes Quartal für Anleiheinvestoren zu Ende. Den Indizes von Merrill Lynch zufolge verloren Investoren mit europäischen Anleihen aller Laufzeiten im ersten Quartal zwei Prozent und damit mehr als mit US–Anleihen (1,2 Prozent) und britischen Papieren (0,5 Prozent).

Staatsanleihen im Vergleich. Grafik: Handelsblatt

Staatsanleihen im Vergleich. Grafik: Handelsblatt

noh FRANKFURT. Allein in der letzten Woche stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die sich umgekehrt zu den Kursen bewegt, um 14 Hundertstel auf 4,77 Prozent. Das entspricht genau dem Anstieg des zum Jahresende erwarteten Leitzinses der Europäischen Zentralbank (EZB), wie er an den Euribor-Kontrakten am Geldmarkt abzulesen ist. Geschäftsklimaumfragen, die auf mehrjährige Höchststände kletterten, und Aussagen von Notenbankern führten zu der Erwartung, dass die EZB beginnend Anfang Mai ihren Leitzins in drei Schritten bis Jahresende von 2,5 Prozent auf 3,25 Prozent anheben wird. Dass sie bereits auf ihrer nächsten Zinssitzung am Donnerstag den Leitzins anheben könnte, erwartet kaum jemand – wohl aber, dass sie einen Mai-Schritt vorbereitet.

Auch in den USA trieben gestiegene Leitzinserwartungen die Renditen weiter nach oben. Die Federal Reserve hatte am Dienstag ihren Leitzins auf 4,75 Prozent angehoben und angekündigt, dass noch mehrere Schritte erforderlich werden könnten. Seither gilt es unter Analysten als ernst zu nehmende Möglichkeit, dass der Leitzins bis zum Sommer auf 5,25 Prozent steigen könnte. Die Rendite zweijährige Anleihen stieg etwas weniger auf 4,82 Prozent, so dass sich wieder ein merklich positiver Zinsvorteil der zehnjährigen Titel herausbildete.

Einer Belastungsprobe wird der Anleihemarkt heute ausgesetzt, wenn der Einkaufsmanagerindex für die USA veröffentlicht wird. Auch die Arbeitsmarktzahlen für März dürften zum Test werden.

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