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01.09.2013

09:16 Uhr

Schweizer Anleihen

Billiges Geld für Firmen, mickrige Rendite für Anleger

Die Schweizerische Notenbank hat alles getan, um die eigene Währung zu schwächen. Davon profitieren die Firmen in der Eidgenossenschaft. Sie kommen günstig an Geld und steigern die Gewinne. Anleger haben das Nachsehen.

Die Schweizerische Nationalbank bremst gezielt den Kursanstieg des Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Damit will sie eine Rezession in der Eidgenossenschaft verhindern. dpa

Die Schweizerische Nationalbank bremst gezielt den Kursanstieg des Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Damit will sie eine Rezession in der Eidgenossenschaft verhindern.

ZürichSchweizer Unternehmen gewinnen wieder an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz in der Eurozone zurück. So hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Frankenanstieg erfolgreich gedeckelt, um einen weiteren Einbruch der Exporte zu verhindern. Zudem können sich die Firmen günstiger finanzieren.

Die Rendite von Unternehmensanleihen, die in Franken ausgestellt wurden, ist einen Prozentpunkt niedriger als von Anleihen, die in Euro aufgelegt wurden. Die Rendite der Franken-Anleihen sinkt schneller als die der Euro-Papiere.

Knapp zwei Jahre nachdem die SNB den Franken gedeckelt und einen Mindestkurs für den Euro eingeführt hat, helfen die günstigen Finanzierungsbedingungen den Schweizer Unternehmen dabei, die hohen Arbeitskosten zu kompensieren und im Wettbewerb mit den günstigeren Nachbarn in der Eurozone zu bestehen.

Die Unternehmensgewinne, die eingebrochen waren, weil die Aufwertung des Franken die Erlöse aus dem Export aufzehrte, sind in der ersten Jahreshälfte 2013 im Durchschnitt um 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das hat Bloomberg auf Basis von Zahlen der 30 größten börsennotierten Unternehmen errechnet.

Die Rendite von Franken-Anleihen ist seit dem Ein-Jahres-Hoch am 24. Juni um 18 Basispunkte auf 1,07 Prozent gesunken. Dem steht ein Renditerückgang von 13 Basispunkten auf zwei Prozent bei in Euro denominierten Anleihen gegenüber, wie Indexdaten von Bloomberg zeigen. Der Durchschnittswert lag in den vergangenen drei Jahren bei 1,5 Prozentpunkten.

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