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27.01.2010

21:05 Uhr

Schweizer Börse

Finanztitel drücken auf die Bremse

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Mittwoch leicht schwächer geschlossen. Nachdem sich der Markt nach einem schwachen Start bis zur Sitzungsmitte in positives Terrain vorgearbeitet hatte, lösten schlechte Konjunkturdaten aus den USA Abgaben aus.

dpa-afx ZÜRICH. So war die Zahl der Verkäufe neuer Häuser im Dezember überraschend und kräftig gesunken. Ansonsten hätten sich die Anleger vor der Rede von US-Präsident Barack Obama zur Lage der Nation und dem Zinsentscheid der US-Notenbank zurückgehalten, hieß es im Handel.

Finanztitel und zyklische Aktien waren überwiegend unter Druck. UBS konnten zwar phasenweise in Reaktion auf die vom Bundesrat in Aussicht gestellten Gespräche mit den US-Behörden zur Suche nach Möglichkeiten im Steuervergleich zulegen, schlossen jedoch deutlich im Minus. Die defensiven Schwergewichte Nestle und Novartis boten dem Markt eine gewisse Stütze.

Der SMI schloss 0,17 Prozent tiefer bei 6 473,03 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) gab um 0,46 Prozent auf 990,70 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI ) um 0,19 Prozent auf 5 593,98 Punkte nach.

Die prozentual größten Verluste im SMI/SLI-Tableau erlitten Holcim (-4,4 Prozent). Die Aktien seien von den schwachen Quartalszahlen des mexikanischen Konkurrenten Cemex belastet worden, hieß es im Handel.

Die Banktitel verloren insgesamt an Terrain. So schlossen Julius Bär um 3,0 Prozent tiefer, UBS verloren 2,4 Prozent, Credit Suisse sanken um 2,1 Prozent und GAM fielen um 0,8 Prozent.

Weitere größere Verlierer waren Logitech (-2,2 Prozent), Adecco (-1,6 Prozent), Synthes (-1,4 Prozent) und Kühne + Nagel (-1,1 Prozent). Adecco seien mit Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag unter Druck geraten, so Marktbeobachter. Ebenfalls als kursbelastend würde sich ein Entscheid eines französischen Obergerichts erweisen, das ein Bußgeld im Gegenwert von 34 Mill. Euro gegen Adecco in zweiter Instanz bestätigt hatte.

Die prozentual größten Kursgewinne erzielten Richemont (+1,6 Prozent). Marktbeobachtern zufolge ist die Luxusgüterbranche immer noch niedrig bewertet angesichts der aus Asien zu erwartenden Nachfrage Weitere Gewinner waren Nestle (+1,0 Prozent), die dank ihrer starken Gewichtung den Leitindex stützten.

Sonova waren mit einem Plus von 1,0 Prozent weiterer Gewinner. Bei ABB (+0,9 Prozent auf 19,62 Schweizer Franken) sorgte Händlern zufolge eine Studie der britischen Execution Research zum europäischen Investitionsgütersektor für Nachfrage. Das Institut hatte die ABB-Aktien mit einem Kursziel von 23 Franken von "Hold" auf "Buy" hochgestuft.

Novartis (+0,4 Prozent) legten weiter zu infolge von Anschlusskäufen nach dem am Vortag bekanntgegebenen Rekordergebnis und der personellen Entflechtung an der Unternehmensspitze. Roche (-0,4 Prozent) verloren hingegen.

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