Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.01.2008

19:27 Uhr

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Markt hat am Montag seinen schwächsten Handelstag seit Jahren erlebt. Die Gründe für die fallenden Kurse an der SWX am Montag erläuterten Anleger mit einem Wort: Panik. Die Kombination aus der Kreditkrise und der Angst vor einer Rezession in den USA habe die Anleger weltweit zu fast hysterischen Verkäufen getrieben.

Händler bezeichneten die Abgaben, welche auch von automatischen Stop-Loss-Verkäufen getrieben wurden, als deutlich übertrieben. Allerdings könne derzeit nicht eingeschätzt werden, wann der Boden erreicht sei. Finanzwerte standen besonders stark unter Druck.

Der SMI schloss 404,84 Punkte oder 5,26 Prozent tiefer auf 7 287,14 Zählern - der größte Rückschlag seit den Anschlägen vom 11. September 2001. Seit Jahresbeginn sank der Index 14,1 Prozent. Der gekappte Swiss Leader Index (SLI ) sank 5,20 Prozent auf 1 097,95 Punkte und der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI ) 4,59 Prozent auf 5 949,56 Stellen.

Die Banken- und Versicherungswerte gehörten zu den größten Verlierern. Nach den Banken sei nun auch der Versicherungssektor ins Visier der Investoren geraten. Belastend habe sich die Herunterstufung des US-Anleiheversicherers Ambac ausgewirkt. In den USA garantieren die Anleihen-Versicherer unter anderem auch die handelbaren Verbindlichkeiten einiger der größten US-Banken.

Im SMI sackten Swiss Re nach einer Kurszielsenkung durch UBS um 10,1 Prozent auf 68,70 Franken ab; zwischenzeitlich hatte der Titel gar über zwölf Prozent verloren. Baloise büßten 7,9 Prozent auf 90,25 Franken ein und ZFS 6,9 Prozent auf 275,75 Franken.

UBS sanken um 6,7 Prozent auf 40,30 Franken, in der Wochenendpresse wurde über weitere Abschreiber im Zusammenhang mit dem UBS -Engagement beim Versicherer ACA spekuliert.

Credit Suisse Group verloren 8,4 Prozent auf 51,80 Franken und Julius Bär 6,2 Prozent auf 72,90 Franken. Auch kleinere Bankenwerte wie Vontobel (-11 Prozent) oder EFG (-10,4 Prozent) wurden klar zurückgenommen.

Bei den konjunktursensitiven Werten wurde mit ABB der Jahresgewinner 2007 im SMI 8,5 Prozent tiefer auf 23,80 Franken bezahlt.

Die defensiven Schwergewichte konnten sich dem Trend nur bedingt entziehen. Novartis profitieren von positiven Nachrichten zum Blutdruckpräparat Tekturna und sanken um 2,5 Prozent auf 57,30 Franken. Die US-Zulassungsstelle FDA hat dem Pharmakonzern die Zulassung für die Produktkombination Tekturna-HCT in einer einzigen Tablette erteilt.

Die Roche -Bons verbulligten sich um 4,8 Prozent auf 193,80 Franken und Nestle gingen 4,2 Prozent tiefer auf 462 Franken aus dem Handel.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×