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04.04.2012

15:19 Uhr

Sentix Marktradar

An der Nasdaq regiert der Leichtsinn

VonJessica Schwarzer

Die Stimmung der Anleger ist noch immer mau, deutschen Aktien trauen sie nicht viel zu. Eigentlich ein positives Zeichen, sagt Sentiment-Experte Patrick Hussy. Gefährlich könnte es aber für US-Technologieaktien werden.

Die US-Technologiebörse Nasdaq: Vor allem die Apple-Aktie eilt von Rekord zu Rekord. AFP

Die US-Technologiebörse Nasdaq: Vor allem die Apple-Aktie eilt von Rekord zu Rekord.

DüsseldorfIst die Korrektur bald vorbei und der Dax startet wieder durch? Es sieht gar nicht so schlecht aus, meint Patrick Hussy. „Jetzt ist erstmal die heiße Luft raus aus dem Markt“, sagt der Experte für die Stimmung von Anlegern. „Das kurzfristige Sentiment hat sich in den vergangenen zwei Wochen merklich abgekühlt und die Konsolidierung verläuft bislang mustergültig.“ Weil Investoren aber weiterhin mittelfristig positiv gestimmt sind, könnte die Korrektur bald ausgestanden sein. Das zeigt zumindest die wöchentliche Umfrage des Analysehauses Sentix, die Einblicke in die Psychologie der Börsianer liefert.

Der Deutsche Akteinindex schwankt seit Tagen um die Marke von 7.000 Punkten. Gut zwei Wochen ist es her, dass der Dax sein vorläufiges Jahreshoch bei knapp 7.200 Punkten markierte. Die Euphorie an den Märkten war groß, gerade deshalb  ging es mit den deutschen Standardwerten abwärts. Sentix-Experte Hussy hatte diese Korrektur erwartet. Zuletzt sei die kurzfristige Stimmung der Investoren viel zu gut gewesen – ein klarer Indikator dafür, dass eine Konsolidierung bevorsteht. Denn das kurzfristige Sentiment, das die Emotionen der Anleger misst, wird antizyklisch bewertet.

Dieser Indikator liegt nun schon in der zweiten Woche nahe Null. „Das Wunschszenario wäre zwar, dass das kurzfristige Sentiment negativ und damit Angst im Markt ist“, sagt Hussy. „Doch auch mit dieser neutralen Indikation sind die Mindestanforderungen für das Ende der Korrektur erfüllt.“

Echte Anleger sind...

...gelassen

"Sie wissen, dass Aktienkurse von allen möglichen unvernünftigen Kräften beeinflusst werden, dass sie ebenso fallen wie steigen können und dass das auch für Aktien gilt, die sie selbst besitzen. Wenn das passiert, reagieren sie darauf mit Gleichmut. Sie wissen, dass der Preis wieder zurückkommt, solange das Unternehmen die Eigenschaften behält, die sie als Anleger zunächst angezogen hatten."

...geduldig

"Anstatt sich von der Begeisterung der Menge mitreißen zu lassen, warten echte Anleger die richtige Gelegenheit ab. Sie sagen öfter Nein als Ja."

...rational

"Sie gehen auf der Basis klaren Denkens an den Markt und die Welt heran. Sie sind weder übermäßig pessimistisch noch irrational optimistisch; sie sind vielmehr logisch und rational."

Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.

Ein Störfeuer könnte allerdings von anderer Seite kommen: Die Korrektur würde dann größer ausfallen, wenn die charttechnische Unterstützung bei 6.850 Punkten im Dax unterschritten würde. Denn das würde Stopp-Los-Verkäufe auslösen und könnte die Angst wieder verstärken, so Hussy.

Kommentare (1)

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EiderDaxNochmal

05.04.2012, 21:05 Uhr

Frag mich schon eine Weile, warum alle Semiconductors viel zu hoch stehen für das abgelieferte Ergebnis und zwar durch die Bank alle. Da parkt auch wieder jemand Geld.

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