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05.09.2011

11:24 Uhr

Sentix Marktradar

Anleger glauben nicht mehr an die Euro-Zone

Die andauernde Finanzkrise und die schwachen Kurse haben das Vertrauen der Anleger in die Euro-Zone erschüttert, wie der aktuelle Sentix-Index zeigt. Fehlende Lösungsansätze tun ihr übriges.

Börsenhändler in New York: Die schwache Entwicklung der US-Wirtschaft hat Sorgen um ein weltweite Rezession geschürt. dpa

Börsenhändler in New York: Die schwache Entwicklung der US-Wirtschaft hat Sorgen um ein weltweite Rezession geschürt.

BerlinProfessionelle Anleger verlieren zusehends das Vertrauen in den Aufschwung der Euro-Zone. Der am Montag veröffentlichte Sentix-Index fiel auch im September und rutschte um rund zwei Punkte auf minus 15,4 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit August 2009. „Die befragten Investoren zeigen sich damit von der anhaltenden Schuldenkrise und den schwachen Aktienkursen ebenso enttäuscht, wie von fehlenden Lösungsansätzen von Notenbanken und Politik“, erklärte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner am Montag.

Die Erwartungskomponente konnte sich nach dem kräftigen Einbruch im Vormonat zwar leicht stabilisieren, der Lageindex fiel jedoch weiter. „Dies bedeutet, dass sich die wirtschaftliche Abkühlung vergleichsweise schnell auf die realwirtschaftliche Entwicklung überträgt.“

Die Erholung im Währungsgebiet verliert zunehmend an Fahrt. Denn die schwache Entwicklung der US-Wirtschaft hat Sorgen um ein weltweite Rezession geschürt. Zudem lastet die Schuldenkrise weiter stark auf der Euro-Zone. „Aus Sicht der Anleger wächst nun der Druck auf die EZB, von ihrer laufenden Zinserhöhungsstrategie abzuweichen“, erklärte das Beratungsunternehmen Sentix.

Ursprünglich hatten Experten für dieses Jahr noch eine weitere Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) veranschlagt. Doch viele Ökonomen gehen davon aus, dass die Währungshüter ihren Leitzins bis weit ins nächste Jahr hinein unverändert bei 1,5 Prozent lassen. Die EZB berät am Donnerstag über ihre Zinsen.

 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Euro-Widerstand

05.09.2011, 11:54 Uhr

Hoffentlich bricht der Euro schnell zusammen, damit auch schnell etwas Neues entstehen kann. Hoffentlich kommt die D-Mark mit der Bundesbank zurück. Europa kann mir gestohlen bleiben. Das ist ein unnützer quasselnder Polit- und Bürokratenhaufen! Man kriegt nur noch die Wut über soviel politische Untätigkeit bzw. Verrat in Berlin, und zwar von allen Parteien und Abgeordneten (eine der wenigen Ausnahmen: Bosbach). Es geht immer nur gegen das eigene Volk! Die Interessen anderer Staaten (Frankreich!) und die der Groß-Konzerne und Banken stehen im Vordergrund.

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