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28.02.2011

16:23 Uhr

Sentix Marktradar

Anleger lassen sich die Zuversicht nicht nehmen

VonManfred Hübner
Quelle:http://www.sentix.de/

Der größte Wunsch vieler Anleger erfüllte sich in der abgelaufenen Woche: günstigere Kaufkurse. Doch stehen die Anleger noch zu ihren Absichten oder heißt es: "bei Erreichen streichen"?

Die Stimmung der Aktien-Anleger bleibt - zumindest mittelfristig - optimistisch. Quelle: dpa

Die Stimmung der Aktien-Anleger bleibt - zumindest mittelfristig - optimistisch.

Frankfurt

Ölpreise auf Jahreshöchstniveau könnten die heile Aktienwelt ins Wanken bringen. Spannung verspricht vor diesem Hintergrund die aktueller Einschätzung der Anleger zu den Perspektiven der Kapitalmärkte. Es ist schon beeindruckend, wie stark das mittelfristige Stimmungsbild die Aktienhausse angekündigt und angeführt hat. Umso dramatischer wäre ein starker Rücksetzer und damit eine deutliche Veränderung in der Wertwahrnehmung des Aktienmarktes zu werten.

Die aktuellen Sentiment-Daten nehmen uns diese Angst: Auf Sicht von sechs Monaten legt das positive Votum wieder zu und befindet sich nach wie vor nahe den Allzeithochs. Die institutionellen Anleger heben sogar spürbar ihre mittelfristigen Erwartungswerte an. Aus den Unruhen im Nahen Osten ergibt sich damit für die Investoren keineswegs eine negative, dauerhafte Rückkopplung.

Doch es wird nicht alles rosarot gemalt. Die kurzfristige Kursdynamik verfolgen die Anleger durchaus mit Respekt. Das kurzfristige Sentiment, das auf Sicht eines Monats gemessen die Gefühlslage zwischen Angst und Gier spiegelt, markiert einen erneuten Rücksetzer. Angst kommt bislang aber nicht auf. Idealerweise würde ein negatives Stimmungsextrem den Boden für eine erneute Aufwärtstendenz bedeuten. Doch eine solch starke Stimmungseintrübung ist keine zwingende Voraussetzung für erneut steigende Kurse, sondern abhängig von der Dramatik neuer Nachrichten und Kursirritationen.

Diese Gesamtwertung aus beiden Erwartungshorizonten verbleibt positiv. Der Zwiespalt der Anleger zwischen kurzfristigem Respekt und mittelfristiger Überzeugung ist sehr stark ausgeprägt. In den meisten Fällen waren im Anschluss an eine solche Sentimentkonstellation Kurssteigerungen zu beobachten - einzige große Ausnahme war die Lehman-Pleite in 2008, welche als Extrem-Ereignis die positive Sentiment-Vorgabe vom Tisch wischte.

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