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08.06.2011

09:34 Uhr

Sentix Marktradar

Dem Aktienmarkt fehlt es an Bullen

Quelle:http://www.sentix.de/

Die Anleger sind zunehmend verunsichert. Als Folge setzen sich die „Rückzugstendenzen“ am Aktienmarkt fort, die Grundtendenz trübt sich ein. Und von der Weltkonjunktur drohen neue Störfeuer.

Die Perspektiven an der Börse haben sich eingetrübt. Quelle: dpa

Die Perspektiven an der Börse haben sich eingetrübt.

FrankfurtDer Juni beginnt, wie der Mai geendet hat – mit einer anhaltenden Korrekturtendenz an den globalen Aktienmärkten. Aus Sicht der Anleger tauchen mehr und mehr Fragezeichen über die weiteren strategischen Perspektiven der Aktienmärkte auf. Schon Ende April konnten wir aus den sentix-Daten die laufende Korrektur-Tendenz ableiten. Vor allem der „first mover“, die sentix-Konjunkturerwartungen, halfen bei dieser Einschätzung (und die neueste Indikation deutet auf eine weitere konjunkturelle Abkühlung), aber auch die Sentiment-Indizes, die damals durch eine interessante Divergenz zwischen kurzfristigem Jubel und beginnender mittelfristiger Skepsis wertvolle Informationen lieferten.

Diese Grundtendenz hält bis heute an und zu diversen Aktienmärkten notieren wir erneut ein 26-Wochen-Tief, besonders ausgeprägt zum Beispiel für den US-Aktienmarkt, aber auch bei Dax und Co.

Der vermeintlich versöhnliche Wochenschluss am heimischen Aktienmarkt sollte nicht über die Grundproblematik hinwegtäuschen: die Konjunkturerwartungen drehten laut sentix bereits im April markant und inzwischen erfährt diese Indikation Bestätigung durch die bekannteren Indizes und Frühindikatoren.
Die Anleger haben diese Witterung klar aufgenommen, ein Positionsabbau hat begonnen,. Da die mittelfristigen Erwartungen auf dem Rückzug bleiben, dürfte der latente Abgabedruck im Markt bleiben, bis zumindest ein kurzfristiges, negatives Stimmungsextrem zu verzeichnen ist.

Das ist derzeit noch nicht der Fall. Auch eine „Rettung“ durch überzeugte Aktienanhänger erscheint derzeit schwierig, denn auf der strategischen Ebene fehlt es an Bullen. Die Mehrheit beginnt ins neutrale Lager abzuwandern und wartet damit auf eine neue strategische Indikation. Ob diese durch ein weiteres Griechenland-Rettungspaket geliefert werden kann, darf bezweifelt werden. Denn Hilfe in der Art von weiteren Krediten wird als nicht nachhaltig angesehen und erscheint bei einem überraschenden Abriss der Weltkonjunktur sogar für die Helfer gefährlich zu werden.

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