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02.07.2013

10:00 Uhr

Sentix Marktradar

„Die 8.100 Punkte müssen bald erreicht werden“

VonKatharina Schneider

Noch ist der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt nicht gefestigt. Marktexperten sind aber optimistisch, dass der Dax dem japanischen Topix nacheifern und bald wieder nach oben klettern wird – unter einer Bedingung.

Dax-Notierung: Nach Einschätzung der Sentix-Experten sollte der Börsenindex dringend die Marke von 8.100 Punkten überschreiten. AFP

Dax-Notierung: Nach Einschätzung der Sentix-Experten sollte der Börsenindex dringend die Marke von 8.100 Punkten überschreiten.

DüsseldorfDer Dax steht an einem Scheidepunkt. Entweder nimmt er bei seiner Erholung bald richtig Fahrt auf oder es geht nach kurzer Seitwärtsbewegung wieder abwärts. Aktuell zeigen die Anleger noch immer eine positive Grundstimmung.

„Die Frage ist allerdings, ob dahinter eine wirkliche Überzeugung steckt oder es einfach von der Ignoranz der Anleger zeugt, die nicht wahrhaben wollen, dass die bullische Phase vorbei ist“, sagt Manfred Hübner, Geschäftsführer von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer.

„Noch haben die Aktienmärkte nichts erreicht, sie befinden sich noch immer in einem Korrekturtrend“, sagt Hübner. Um diesen Trend zu brechen, müsse der Dax dringend wieder dauerhaft über die 8.100 Punkte steigen. „Wenn das gelingt, können wir sicher sein, dass die Grundüberzeugung tatsächlich intakt ist“, so der Marktexperte.

Sentix-Indikatoren

Sentiment

Das Sentiment ist die kurzfristige Markterwartung auf Sicht von einem Monat. Es zeigt die Emotionen der Anleger, die zwischen Angst und Gier liegen. Es muss antizyklisch gewertet werden. Negative Sentiment-Extreme sind in der Regel unmittelbare Indikationen für eine Kursverbesserung. Hoher Optimismus kann ein Warnzeichen für eine bevorstehende Konsolidierung sein, längerfristige Umkehrpunkte werden jedoch meist durch eine Sentimentdivergenz angezeigt.

Strategische Bias

Die strategische Bias ist die mittelfristige Markterwartung und stellt die Bewertung des Marktes durch die Anleger auf Sich von sechs Monaten dar. Es hat in der Regel Prognosecharakter und wird deshalb nicht antizyklisch bewertet. In der Regel läuft dieser Indikator dem Gesamtmarkt mehrere Wochen voraus. Verwehren sich die Anleger starken Trends, kann dies ebenfalls auf eine wichtige Anomalie hinweisen.

Neutralitätsindex

Die sentix Neutrality Indizes messen den Anteil der Neutralen im Markt. Eine hohe Zahl an neutralen Anlegern deutet auf Irritation im Markt und künftig steigende Volatilität. Ein niedriger Wert sagt aus, dass die Anleger den Markt verstanden haben und kaum irritiert sind. Im neutralen Lager finden sich zudem nicht oder gering investierte Anleger, die als künftige Nachfrager oder Anbieter von Bedeutung sind! Die Interpretation ist für kurz- und mittlere Zeiträume identisch. Deshalb gilt die Wertung in verstärktem Maße, wenn auf beiden Zeitebenen Extremwerte erreicht werden.

Overconfidence-Index

Der Sentix Overconfidence Index misst die Wahrscheinlichkeit dafür, ob seriell steigende oder fallende Kurse zu einer übermäßigen Sorglosigkeit der Anleger geführt haben. Bei Werten ab plus sieben / minus sieben muss mit Konsolidierungen / Korrekturen gerechnet werden.

Time Differential Index

Der Time-Differential Index berechnet sich aus der Differenz der (mittelfristigen) Wertwahrnehmung und der (kurzfristigen) Stimmung! Hohe Werte im Index sprechen für eine gute Stimmung, welche jedoch nicht mit einer mittelfristigen Überzeugung unterlegt ist. Dies stellt einen belastenden Faktor für den Markt dar. Umgekehrt bilden sich niedrige Werte aus, wenn kurzfristig Angst vorherrscht und gleichzeitig eine mittelfristig hohe Wertwahrnehmung existiert, was tendenziell positiv zu werten ist.

Gelinge es nicht, diese Marke dauerhaft zu halten, müssten Anleger mit einem erneuten Absturz rechnen. „Ähnlich wie wir es beim Goldpreis sehen“, sagt Hübner. Hier ging es nach einem deutlichen Absturz nur ganz gemächlich wieder nach oben. Und bald darauf folgte schon der nächste Kurseinbruch. „Hier liegt ganz klar etwas im Argen, was unter anderem am fallenden Strategischen Bias ablesbar war“, sagt Hübner.

Kommentare (9)

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Anleihenspezialist

02.07.2013, 10:22 Uhr

Mensch Katharina Schneider alles wird gut, auch wenn der Ausverkauf beim DAX kommen wird.

http://www.stern.de/wirtschaft/ausverkauf-in-china-auslandsaktien-2030903.html

"Michail Gorbatschow: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben ..."

Account gelöscht!

02.07.2013, 10:22 Uhr

"Entweder nimmt er", also der DAX "bei seiner Erholung bald richtig Fahrt auf oder es geht nach kurzer Seitwärtsbewegung wieder abwärts." Das ist wirklich eine Experten-Meinung! Ich würde die Aussage aber noch etwas verfeinern: Wenn der DAX die 8100 überschreitet, könnte er auch auf die 8200 klettern, fällt jedoch der DAX unter die 7650-er Marke drohen weitere Abschläge bis in den 7600 Bereich - dann kann man den Artikel getrost zum Verkauf rausstellen.

Account gelöscht!

02.07.2013, 10:34 Uhr

"Gelinge es nicht, diese Marke dauerhaft zu halten, müssten Anleger mit einem erneuten Absturz rechnen."

Bullshit! Wenn es dauerhaaft gelingt, die Marke zu halten, dann gibt es keinen Absturz!? Ja logo, wie denn auch Absturz, wenn wir dauerhaft die Marke halten?

Leute, was für einen Müll lasst Ihr Euch da verkaufen? Die Ausführungen im HB zur Aktienmarktentwicklung sind nur noch peeinlich.

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