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22.11.2011

20:26 Uhr

Sentix Marktradar

Die Verunsicherung ist greifbar

Die Stimmungslage an deneuropäischen Aktienmärkten hat sichim Wochenverlauf eingetrübt. Doch noch ist die Angst der Anleger nicht groß genug.

Die Ausschläge an den Börsen sind noch immer heftig. dpa

Die Ausschläge an den Börsen sind noch immer heftig.

FrankfurtDie aus Sicht vieler Anleger enttäuschende Kursentwicklunghat dazu ebenso beigetragen, wieenttäuschte Hoffnungen auf eine beherzteLösung der Schuldenkrise. MitWerten von minus 15 Prozent überwiegen nun wiederdie Bären an der Börse.Doch von einer nachhaltigenEntwarnung kann noch immer nichtgesprochen werden.

Zum einen reicht dazu dieschlechte Stimmung alleine nichtaus. Erst bei Werten von circa minus 40 Prozent war in der Vergangenheitdie in den Sentix Indizes gemesseneAngst so groß, dass alleineaus diesem Umstand eineKurserholung zu verzeichnen war. Hinzukommt, dass es um dieWertwahrnehmung zu Aktien weiterhin nichtgut bestellt ist. Diese drücktsich in den mittelfristigen Erwartungenaus und steht stellvertretendfür die Grundüberzeugung der Anleger.

So lange diese, wie derzeit,nicht gegeben ist, denkenInvestoren nicht über das "Kaufenin Schwäche", sondern überdas "Verkaufen in  Stärke" nach. Einenachhaltige Börsentendenz entsteht sonicht. Während sich dieses Stimmungsbildauf Gesamtmarktebene eher ineiner Art Angststarre ausdrückt, setzendie Anleger in ihrerSektorausrichtung klar auf dasThema Konjunkturabschwächung. Defensive Sektorendominieren, während der zyklische Bereichunverändert auf der Abgabeseitezu finden ist.

Am heimischen Rentenmarkt erlittendie Anleger einen ordentlichenSchlag ins Kontor. Dies hat auchFolgen für die Investorenerwartungen,die sich mittelfristig spürbarverschlechtern und kurzfristig vonextrem hoher Irritation geprägt sind.Dies lässt damit auch fürdie Deutschen Staatsanleihen, welche bislangein Hort der Stabilität waren,für die nächsten Wochen hoheSchwankungen und ein damitschwierigeres  Umfeld erwarten.

Klare Stimmungsbilder sind derzeitnur beim Euro und zumGold auszumachen. Während der Euronoch immer unter dem imSeptember vollzogenen Stimmungsumschwung derAnleger leidet, bleibt Gold derMarkt mit der aus Sicht derAnleger besten Kursperspektive. TechnischeKorrekturen sollten deshalb immer wiederauf neues Anlegerinteresse stoßen.

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