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03.08.2011

12:57 Uhr

Sentix Marktradar

Schulden, Schulden, Schulden – aber die Konjunktur nicht vergessen!

VonManfred Hübner
Quelle:http://www.sentix.de/

Die USA haben Einigkeit im Schuldenstreit gefunden. Doch statt Erleichterung gibt es an den Börsen eine kalte Dusche. Die Anleger versetzt das in eine Schockstarre. Diese dürfte noch ein wenig anhalten.

Der Bär hat an der Börse das Sagen. Quelle: dpa

Der Bär hat an der Börse das Sagen.

FrankfurtIn den vergangenen Wochen beanspruchte der Konflikt um die Euro-Staatsschuldenkrise die gesamte Aufmerksamkeit der Anleger. Andere Entwicklungen wurden dagegen weniger wahrgenommen. Dies trifft beispielsweise auf die Konjunkturerwartungen zu.

Obwohl diese in den meisten Regionen gemäß der sentix Konjunkturindizes bereits im März ihren Zenit durchliefen, war dieses Thema lange nicht das entscheidende, wenn es um die Dispositionen der Investoren ging. Vor allem trifft dies auf die deutschen Anleger zu, die geblendet von exzellenten Lagewerten der Wirtschaft und Unternehmen an eine Sonderstellung der heimischen Industrie glaubten.

Seit Montag ist das anders. Denn mit dem sicher nicht überzeugenden, aber dennoch verabschiedeten Kompromiss in den USA ist für Medien und Anleger vordergründig das Schuldenthema zunächst abgearbeitet. So mancher dachte, dass nun den guten Unternehmensmeldungen wieder mehr Beachtung geschenkt würde.

Doch eigentlich hätten es die Anleger besser wissen müssen. Denn die sentix Befragung unter mehr als 3.000 Investoren signalisiert bereits seit Wochen eine mittelfristig fallende Zuversicht. Die Verschlechterung im ökonomischen Datenkranz ist keine Überraschung, sehr wohl aber der erfolglose Verdrängungsversuch.

Dieser Fokuswechsel wirkt vor allem auf die Dax-Optimisten wie eine kalte Dusche und so stürzt der Dax nicht nur unter die charttechnisch wichtige 7.000er-Marke, sondern die Investoren psychologisch auch in den Zustand der kognitiven Dissonanz. Aus dem, so steht zu befürchten, werden sich die Anleger erst dann befreien können, wenn die Angst die gegenwärtige Schockstarre verdrängt. Dann könnte das deutsche Börsenbaromter jedoch schon Werte von 6.500 Punkten erreicht haben.

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