Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.01.2013

14:40 Uhr

Sichere Anlage

Rendite deutscher Bundesanleihen steigt

Nach dem Einbruch in der vergangenen Woche haben sich die Kurse deutscher Bundesanleihen wieder stabilisiert, die Renditen steigen. Experten zufolge wird die Nachfrage angesichts der Euro-Krise nicht schwinden.

Deutsche Börse in Frankfurt: Ein bisschen Sicherheit muss sein. dapd

Deutsche Börse in Frankfurt: Ein bisschen Sicherheit muss sein.

FrankfurtDie Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren lag zuletzt zwei Basispunkte niedriger bei 1,52 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 29 Basispunkte auf 143,05 Prozent.

Das von Sentix ermittelte Investorenvertrauen in der Eurozone hat sich im Januar über Erwarten deutlich verbessert. Der Wert stieg von minus 16,8 auf minus 7,0. In einer Umfrage von Bloomberg News hatten Ökonomen nur mit einer Verbesserung auf minus 14,2 gerechnet.

Die Erzeugerpreise in der Eurozone sind weniger stark gestiegen als erwartet. Der Anstieg im November lag bei 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 2,6 Prozent im Oktober. Die Prognose lautete auf 2,4 Prozent höhere Erzeugerpreise. Im Vergleich zum Vormonat sind die Preise wie erwartet um 0,2 Prozent gesunken.

Risikofreudige Anleger: Kurse deutscher Staatsanleihen brechen ein

Risikofreudige Anleger

Kurse deutscher Anleihen brechen ein

Nach der Einigung im US-Haushaltsstreit setzen Anleger wieder auf Risiko.

„Die allgemeine Konjunktur bleibt schwach“, sagte Michael Leister, Stratege für Festverzinsliche bei der Commerzbank AG in London. „Die Nachfrage nach den sichersten Anlagen wird nicht schwinden angesichts der Fragezeichen, die noch hinter einer Reihe von Problemen stehen“, fügte er an.

Zehnjährige Staatsanleihen von Italien und Spanien sind mit Kursverlusten in die Handelswoche gestartet. Die Renditen lagen bei 4,30 Prozent vier Basispunkte höher beziehungsweise bei 5,05 Prozent drei Basispunkte höher. Zehnjährige Portugal-Bonds konnten dagegen die Kursgewinne der vergangene Woche ausbauen. Die Rendite sank um einen Basispunkt auf 6,16 Prozent.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Am Primärmarkt hat die Volkswagen International Finance NV, die Finanzierungsgesellschaft der Volkswagen AG, eine Anleihe im Volumen von 1,0 Mrd. Euro und einer Laufzeit von sieben Jahren begeben. Die Rendite wurde 78 Basispunkte über dem mittleren Swapsatz festgelegt, wie von einer mit den Vorgängen vertrauten Person verlautete.

Am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse zuletzt etwas gestiegen. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries lag bei 1,90 Prozent.

„Ich gehe nicht davon aus, dass die Rendite in den nächsten Monaten zwei Prozent überschreiten wird“, sagte Ali Jalai, Bondhändler bei Scotiabank in Singapur, „die US- Wirtschaft wächst - zwar nicht schneller, aber sie bricht auch nicht weg.“ Er sehe kaum Gründe für Verkäufe, fügte er an.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×