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13.02.2004

20:24 Uhr

Software AG legt gegen Trend zu

US-Daten verderben Dax den Wochenausklang

Belastet von einem überraschend starken Anstieg des US-Außenhandelsdefizits sowie einem Einbruch des US-Verbrauchervertrauens hat der Dax den Xetra-Handel am Freitag mit einem deutlichen Minus beschlossen.

HB FRANKFURT. Die schlechter als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten verpassten den Hoffnungen auf eine kräftige Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft einen Dämpfer, was auch die deutschen Märkte nicht unberührt ließ. Der Leitindex Dax verlor bis zum Ende des elektronischen Xetra-Handels 1,57 Prozent auf 4057,05 Punkte. Im späten Parketthandel gab er noch etwas weiter nach, der L-Dax beendete den Börsentag bei 4050,32 Zählern.

Nicht ganz so deutlich waren die Verluste in den anderen wichtigen Indizes. Der L-MDax schloss 0,08 % fester, nachdem er im Xetra-Handel am Schluss bei 4847,33 Zählern (+0,06 %) gelegen hatte. Der TecDax fiel im elektronischen Handelssystem Xetra um 0,23 Prozent auf 636,26 Punkte. Im Parketthandel lag das Minus bei 0,35 Prozent bei einem Punktestand von 633,90 Zählern.

„Die US-Daten waren enttäuschend“, sagte ein Händler. „Viele Anleger fragen sich nun, ob die US-Wirtschaft so bald und so schnell wachsen wird, wie es sich alle erhoffen.“ Ein anderer Marktteilnehmer betonte allerdings, dass der Glaube an eine Erholung noch nicht vollständig verschwunden sei: „Erst wenn andere Daten in die Knie gehen, könnte sich das ändern.“

Der Index des US-Verbrauchervertrauens der Universität von Michigan, der Hinweise auf das künftige Konsumverhalten der US-Verbraucher liefert, fiel im Februar auf 93,1 Punkte von 103,8 Zählern im Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem leichten Rückgang auf 103,3 Stellen gerechnet. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Außerdem wuchs das US-Außenhandelsdefizit im Dezember auf 42,48 Mrd. Dollar von 38,35 Mrd. im Vormonat. Experten hatten einen Fehlbetrag von 40 Mrd. Dollar vorhergesagt.

Als Reaktion auf die US-Daten nahm der Euro Kurs auf ein Rekordhoch, scheiterte jedoch knapp. Er kam kurzzeitig bis auf 0,0005 Dollar an seinen im Januar markierten Höchststand von 1,2898 Dollar heran, fiel dann aber auf einen Stand von rund 1,2720 Dollar zurück.

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