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16.01.2015

15:48 Uhr

Solarworld-Konkurrent

REC Solar plant Börsenabgang im Frühjahr

REC Solar und Solarworld liefern sich als Europas führende Solarfirmen derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Anfang März wird REC durch das chinesische Bluestar übernommen. Dann soll der Konzern von der Börse verschwinden.

REC Solar will die Finanzspritze des neuen Eigentümers in neue Produkte und Produkterweiterungen stecken. dpa

REC Solar will die Finanzspritze des neuen Eigentümers in neue Produkte und Produkterweiterungen stecken.

DüsseldorfSolarworld -Konkurrent REC Solar wird im Frühjahr von der Börse verschwinden. „Die Übernahme durch die chinesische Bluestar wird Anfang März erfolgen und das Delisting im Mai“, kündigte REC-Manager Luc Grare am Freitag im Reuters-Interview an. Nach der Zustimmung der REC-Aktionäre zum Verkauf des Solarkonzerns am Donnerstag in Oslo müssten noch die Kartellbehörden in Deutschland und Singapur die Übernahme abnicken. Grare erwartet nach der Transaktion einen Finanzspritze vom neuen Eigentümer, um in neue Produkte und Produktionserweiterungen investieren zu können.

Sein Hauptaugenmerk richtet er dabei auf China. „Mit Bluestar erhalten wir Zutritt zum chinesischen Markt“, betonte Grare. Die Volksrepublik ist inzwischen der weltweit größte Solarmarkt, der aber für ausländische Firmen weitgehend abgeschottet ist.

REC hatte im November mit der China National Bluestar die Übernahme vereinbart. Demnach wird die norwegische Bluestar-Tochter Elkem alle REC-Anteile zu einem Gesamtpreis von rund 500 Millionen Euro übernehmen.

REC und Solarworld liefern sich als Europas führende Solarfirmen derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Während der Bonner Konzern – auch mit Hilfe einer Finanzspritze seines katarischen Großaktionärs – seine Kapazitäten auf 1,3 Gigawatt (GW) ausbaut, erweitert REC seine Produktion am Standort Singapur auf 1,2 GW. Dort beschäftigen die Norweger etwa 1600 ihrer insgesamt 1700 Mitarbeiter.

Wegen der im Februar anstehenden Veröffentlichung der Bilanz 2014 wollte sich Grare zur aktuellen Geschäftsentwicklung nicht äußern. Er hatte aber bereits erklärt, 44 Prozent der diesjährigen Produktion sei bereits von US-Kunden geordert. Die USA ist nach dem Nachfrageeinbruch in Europa derzeit der Hoffnungsschimmer für die krisengeschüttelte Solarbranche

Von

rtr

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