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13.09.2013

12:44 Uhr

Spekulationen über Fed-Chef

Unruhe auf Anleihenmarkt

Die Anleger sind nervös: US-Präsident Obama steht kurz vor der Bekanntgabe des neuen Fed-Chefs. Die deutschen Bundesanleihen verzeichnen einen erneuten Wochenverlust. Der Dollar macht als einzige Währung Plus.

huGO-BildID: 28511726 Harvard University's President Emeritus and Charles W. Eliot Professor Lawrence Summers gestures while he speaks during The Economist's Buttonwood Gathering in New York October 25, 2012. REUTERS/Carlo Allegri (UNITED STATES - Tags: BUSINESS EDUCATION PROFILE) Reuters

huGO-BildID: 28511726 Harvard University's President Emeritus and Charles W. Eliot Professor Lawrence Summers gestures while he speaks during The Economist's Buttonwood Gathering in New York October 25, 2012. REUTERS/Carlo Allegri (UNITED STATES - Tags: BUSINESS EDUCATION PROFILE)

FrankfurtDer Dollar hat am Freitag zu den meisten anderen Währungen zugelegt. Beflügelt wurde die US-Devise durch die Aussicht auf eine Reduzierung der quantitativen Lockerung der US-Notenbank Fed. Am Nachmittag stehen zudem Daten zum Einzelhandelsumsatz in den USA an, bei denen Volkswirte einen Anstieg erwarten. Für einen Euro wurden gegen Mittag 1,3289 Dollar gezahlt, das waren 0,2 Prozent weniger als am Vortag.

Das Anleihekaufprogramm der Federal Reserve Bank hat den Dollar in der Vergangenheit geschwächt. In der kommenden Woche steht eine Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed an, auf der über eine Verringerung der Bondkäufe von derzeit 85 Mrd. Dollar monatlich beraten werden soll.

„Die Investoren müssen sich damit abfinden, dass es eine Reduzierung geben wird“, sagte Stan Shamu, Stratege bei IG Ltd. in Melbourne, „und wenn die Bondkäufe verringert werden, ist das positiv für den Dollar.“

Der Einzelhandelsumsatz in den USA wird im August 0,5 Prozent gestiegen sein, wie die Prognose von Ökonomen in einer Bloomberg-Umfrage ergab. Im Juli hatte er um 0,2 Prozent zugelegt. Das Wirtschaftsministerium gibt die Zahlen um 14.30 Uhr (MESZ) bekannt.

Nach den Kursgewinnen des Vortages haben deutsche Bundesanleihen am Freitag im frühen Handel deutlich nachgegeben. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg drei Basispunkte auf 2,03 Prozent. Damit steuert die Anleihe die zweite Woche in Folge auf einen Wochenverlust zu. Für den Bund-Future ging es 61 Basispunkte abwärts auf 137,17 Prozent. Zehnjährige US-Papiere rentierten um 2,93 (2,90) Prozent und blieben damit nahe eines in der vergangenen Woche markierten 25-Monats-Hochs bei über drei Prozent.

Händler verwiesen auf einen Bericht der japanischen Zeitung „Nikkei“, US-Präsident Barack Obama stehe kurz davor, den ehemaligen Finanzminister Lawrence Summers zum neuen Fed-Chef zu ernennen. Investoren gingen davon aus, dass die US-Notenbank unter Summers' Führung eine restriktivere Geldpolitik mache als derzeit unter Ben Bernanke.

„Es heißt, es steht so ziemlich fest, dass Obama Summers zum neuen Fed-Chef ernennen wird“, sagte Stratege Patrick Jacq von BNP Paribas. „Das wird so interpretiert, als dass die Fed mehr in Richtung einer Zinserhöhung tendieren könnte.“ Die Meldung habe die ohnehin nervösen Anleger zusätzlich beunruhigt, sagten Händler. Schließlich wird seit Wochen darüber spekuliert, wann die Fed anfängt, ihre milliardenschweren Anleihenkäufe zu drosseln.

Deutliche Abschläge gab es bei der schwedischen Krone. Am Vormittag veröffentlichte Daten zeigten, dass Schwedens Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal stärker geschrumpft war als zunächst berichtet. Zum Euro gab die Krone 0,4 Prozent nach auf 8,6972 je Euro.

Der Schweizer Franken war zum Euro kaum verändert bei 1,2382 je Euro. Zum Dollar gab die eidgenössische Währung 0,3 Prozent nach auf 93,17 Rappen je Dollar.

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